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Nigel Benn vs Steve Collins 3.0?

Nach über 20 Jahren wollen Nigel Benn und Steve Collins noch einmal gemeinsam in den Ring steigen. So verkündet es zumindest die britische Internetseite bbc.com. Beide sind Ü50 und haben bereits in den 90ern des vorigen Jahrhunderts ihre Karrieren offiziell beendet. Der Londoner Nigel Benn hing seine Handschuhe1996 an den Nagel. In diesem Jahr kassierte er 3 vorzeitige Niederlagen. Er verlor seinen WBC-Titel im Supermittel an den Südafrikaner Malinga und anschließend 2x nacheinander gegen WBO-Champ Steve Collins. Der Ire boxte noch ein Jahr länger und beendete seine Karriere als Weltmeister. Beide haben mittlerweile erwachsene Söhne, die selbst Profiboxer sind.

„Dark Destroyer“ Benn und „Celtic Warrior“ Collins waren vor 20 Jahren echte „Hausnummern“ im Supermittelgewicht. Beide bekamen es im Verlauf ihrer Karriere u.a. auch mit „Simply the Best“ Chris Eubank zu tun. Benn erreichte gegen Eubank 1993 nur ein Unentschieden. Collins konnte Eubank 1995 nach Punkten besiegen und sorgte so für dessen erste Niederlage.

Genau so erfolgreich, bzw. erfolglos ging es auch für Beide nach dem Ende ihrer Boxkarriere weiter. Collins kann auf einige Erfolge als Filmschauspieler verweisen und ist nach wie vor im Boxsport gut vernetzt. Bei einer Sparrings – Session erlitt er 1999 einen Kreislaufzusammenbruch. Benn versuchte sich u.a. als DJ und war im Jahr 2002 einer der ersten Kandidaten der britschen Ausgabe des „Dschungelcamps“.

Nigel Benn hat bereits versucht, Chris Eubank zu einem zweiten Kampf zu überreden. Offiziell hieß es, um das Unentschieden im ersten Kampf nicht so stehen zu lassen. Eubank, der wohl finanziell um Einiges besser dasteht, zeigte daran keinerlei Interesse. Steve Collins erregte 2013 etwas Aufsehen, als er sagte, er würde für einen Kampf gegen Roy Jones jr noch einmal in den Ring zurück kehren. Auch das kam nicht zustande.

Es liegt auf der Hand, worum es bei diesem Kampf geht. Collins sagt es auch ganz offen: „Es geht nur um Geld. Ein Zahltag, der mir erlauben wird, etwas mehr einzukaufen.“ Benn, der sich seit Jahren als Trainer um Boxernachwuchs kümmert, wird es kaum anders sehen. In Zeiten wo ein Kampf zwischen Mayweather und McGregor zu einem Multimillionen-Deal hochgepusht wird, muss doch auch für Boxveteranen wie Benn und Collins noch etwas zu verdienen sein.

Bleibt abzuwarten, was aus dieser Ankündigung wird. Man ist sich noch nicht ganz über alle Einzelheiten einig. Als möglicher Termin für diese dritte Auflage wurde Oktober oder November genannt. Vielleicht sollten sie sich von Floyd Mayweather und Connor McGregor beraten lassen, wie man Bullshit zu Geld macht. Die kennen sich damit bestens aus.

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5 Kommentare

  1. 30. Juni 2017 at 07:15 —

    Die beiden sind Legenden, warum tun sie sich so etwas an? Ich habe ja lange in London gelebt und Benns erste, für mich damals ziemlich überraschende, Niederlage gegen Michael Watson in Finsbury Park mit ein paar Freunden live gesehen. Er war eine große Nummer in GB, Eubank sr. ebenfalls, man konnte sogar Artikel über die in „The Face“ und anderen Pop- und Lifestyle Magazinen lesen. Benn ist immer noch gut drauf, genau wie Frank Bruno (der sogar noch krasser), in Top Form. Aber eben nur für sein Alter.

  2. 30. Juni 2017 at 23:51 —

    Heute war irgendwo zu lesen, der der britische Verband den Kampf nicht lizensieren will. Die wollen aber trotzdem ihr Ding durchziehen. Notfalls mit einer ausländischen Lizenz.

  3. 1. Juli 2017 at 12:36 —

    Beide Boxer waren in ihrer Prime recht gute Fighter, aber jetzt mit Anfang 50 sollten sie ihre Handschuhe am Nagel hängen lassen, das hätte keinerlei sportlichen Wert und so ganz ungefährlich ist so ein Altherrenboxen bestimmt auch nicht!

  4. Vom sportlichen Aspekt her deutlich interessanter zu sehen, welches Leistungsniveau zwei ältere, frühere Spitzensportler, noch im Stande sind zu erreichen , als sich manch jungen Schwergewichtler anzuschauen. Da beide in ihrem Alter drohende Gesundheitliche Konsequenzen abschätzen können, braucht keine Heulsuse hier rummeckern.

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