Top News

“Niemand will Wilder noch als WBC-Schwergewichtschampion sehen”

“Niemand will Wilder noch als WBC-Schwergewichtschampion sehen”

Keine Frage: Seitdem Dominic Breazeale und Deontay Wilder sich vor zwei Jahren in einem Hotel in Alabama in die Haare bekommen haben, sind die beiden Boxer nicht gut aufeinander zu sprechen. Zur Auseinandersetzung kam es in der Lobby des Westin in Birmingham, direkt gegenüber der Arena, wo Wilder Stunden zuvor Gerald Washington durch KO besiegt hatte. Breazeale konnte auf der Undercard seinen Gegner Izuagbe Ugonoh ebenfalls kurzrundig abfertigen.

Warum die beiden Boxer dann in der Hotellobby in Streit gerieten, ist nicht ganz klar, Berichten zufolge war am Ende sogar die Polizei involviert. Schon damals kritisierte Breazeale das Verhalten von Wilder und seinem Team.

Der Kampf gegen Dominic Breazeale am 18. Mai ist Wilders neunte WBC-Titelverteidigung im Schwergewicht und – davon geht der „Bronze Bomber“ aus – auch nicht die letzte: „Er (Breazeale) wird definitiv zu Boden gehen, genau wie alle anderen, die vor ihm gekommen sind.“ sagte Wilder im Interview: „Ich habe nichts Gutes mit ihm vor. Ich sage nicht, was ich genau damit meine, aber alle, die meine Interviews verfolgt haben, wissen, was ich damit meine!“

Wilder ist für seine über die Grenzen der Geschmacklosigkeit hinausgehenden Äußerungen bekannt. So sagte der 33 Jahre alte Schwergewichtler in einem Radio-Interview: „Ich möchte eine Leiche in meinem Kampfrekord haben, ich möchte das wirklich … im Ring ändert sich alles!“

Der World Boxing Council kündigte daraufhin eine Untersuchung an, WBC-Präsident Mauricio Sulaiman twitterte: „Das ist ein ernsthafter Vorfall, der nicht vernachlässigt werden darf. Wenn das wahr ist, verstößt er gegen den WBC-Ethikcode.”

Passiert ist anscheinend bislang nichts und so lässt Wilder seinen verbalen Entgleisungen nach wie vor freien Lauf. Nachdem er kritisiert worden war, weil er sagte, er empfände „keine Reue, kein Mitgefühl und kein Leid” wenn er im Ring einen Gegner töten würde, setzte der WBC-Weltmeister noch einen drauf. Nach einem öffentlichen Training sagte Deontay Wilder wortwörtlich: „Das ist der einzige Sport der Welt, bei dem man einen Mann töten und gleichzeitig dafür bezahlt werden kann. Warum also nicht von meinem Recht Gebrauch machen?”

Abseits der „großen Sprüche“, die wohl eher zum Wrestling passen, kann man wohl davon ausgehen, dass Breazeale seinem Gegner nicht allzu lange standhalten wird. Anthony Joshua sieht – wie wohl die meisten Boxfans – Wilder als Sieger: „Ich denke, Wilder wird gut mit Breazeale klarkommen. Wilder ist für ein Schwergewicht sehr, sehr schnell, aber sein Gegenüber ist taff, ich habe sieben Runden für ihn gebraucht. Ich hoffe, Wilder ist nach neun mit ihm fertig. Denn dann würde ich quasi im direkten Vergleich vorne liegen.”

Dominic Breazeale hat bislang die Hoffnung nicht aufgegeben, Wilder  schlagen zu können. „King Kong“ Ortiz hat gezeigt, dass Wilder nicht unverletzbar ist: Ortiz erwischte den „Bronze Bomber“ mit einem rechten Haken und wohl nur der Gong sorgte dafür, dass Deontay Wilder sich wieder erholen und den Kampf doch noch für sich entscheiden konnte. Doch Breazeale denkt noch weiter und vermutet, dass eine Niederlage Wilders Ende als Boxer wäre: “Ich denke, es wäre eine Demütigung für ihn, es wäre das Ende seiner Karriere!“ sagte Breazeale zu Sky Sports.

Der Mann aus Kalifornien glaubt zudem, dass das Boxpublikum Wilders Gerede und seiner Possen müde sei: “Ein Sieg für mich ist ein Sieg für die Welt. Niemand will Wilder mehr als WBC-Schwergewichtschampion sehen. Er ist eine Schande nicht nur für das amerikanische Boxen, sondern für das Schwergewichts-Boxen im Allgemeinen.”

Ob Breazeale der Mann ist, der die „Ära Wilder“ tatsächlich beenden kann, bleibt abzuwarten, zumindest Wilder wird wohl auf seine Kosten kommen: „Der 18. Mai wird ein unglaublicher Kampf, Mann. Ich freue mich darauf!“

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Voriger Artikel

Tyson Fury will WBC-Diamondbelt

Nächster Artikel

Tippspiel KW 21 - 17.-19.05.2019

25 Kommentare

  1. 15. Mai 2019 at 12:13 —

    Für diese Äußerungen gehört Wilder lebenslänglich gesperrt.
    Er könnte sich ja für Käfigfights bewerben, hier würde er ganz schnell seine Grenzen aufgezeigt bekommen.

    • 15. Mai 2019 at 13:22 —

      …Genau wie beim Ballett….,
      aber gehört auch für mich weggesperrt für so eine Äußerung. Sollte tatsächlich mal etwas passieren, würde ich auf Vorsatz prüfen lassen.

    • 15. Mai 2019 at 18:58 —

      Nicht weggesperrt,
      sondern abgestochen
      wie der Nachtkönig von Arya Stark

  2. 15. Mai 2019 at 18:00 —

    Ich denke, wenn sie das ahnden und ihn dafür sanktionieren, dann sollte man geleich die Hälfte aller Profi-Wresler anklagen.

    Mal ehrlich, jeder, der ein wenig Ahnung vom Profiboxen hat, sollte darüber nur müde lächeln. Es ist einfach nur ne Show. Meine beiden Vorschreiber scheinen darauf reingefallen zu sein. Nun sollen sie.

    P.s. Da gab es einen sehr bekannten Boxer, der ob seines Verhaltens auch am Rade seines Boxsports viel Ehre zuteil wurde. Als Verdienst hierfür durfte er die olympische Fackel in seinen zittrigen Händen tragen. Könnt ihr euch noch daran erinnern, welchen Spruch er für seinen Gegner beim Rumble in the Jungle parrat hatte?

    “Ali Boma Ye!“

    • 15. Mai 2019 at 18:18 —

      Abgesehen davon das der Spruch nicht von Clay kam und Foreman ne gewisse Mitschuld trug ist das genauso dämlich

      • 15. Mai 2019 at 18:49 —

        Wen interessiert, wer welchem PR-Berater sich diesen Slogan ersonnen hat?!
        Ali ist in Kinshasa durch die Straßen gezogen, hat die Faust nach oben gestreckt und “Ali Boma Ye!“ gerufen. Und mit ihm tausend seiner Anhänger. Und Foreman hat hier mal gar nichts damit zu tun. Ali ist als freier Mann auf die Straße gerannt. Kein Foreman, kein anderer hat ihn dazu genötigt, den Spruch “Ali töte ihn” zu brüllen.

        Nimm es einfach mal so hin. Das ist Showbiz, vollkommen Usus in dieser Brange, und das schon seit Jahrzehnten!

      • 15. Mai 2019 at 18:54 —

        Ferenc, töte ihn

    • 16. Mai 2019 at 08:01 —

      Verstehe ich was falsch?!? Ali ist doch mit diesem Spruch von seinen Fans angefeuert worden. Er selbst hat doch so einen Scheißspruch wie Wilder gar nicht gebracht.
      Ich finde schon, dass es Grenzen gibt, die man nicht überschreiten darf.

      • 16. Mai 2019 at 10:48 —

        Eine gnadenlose Kampfmaschine wie du ist so zart besaitet?
        Hättest vielleicht doch ab und zu mal die Deckung hochnehmen sollen,
        kleine Matschbirne

        • 16. Mai 2019 at 10:55 —

          und du hättest den Riemen noch ein wenig tiefer schlucken müssen, um den Schandmaul zu halten, du Pfeife.
          Das ist nicht das alte Rom. Es gibt Regeln und Grenzen.
          Da steigen welche in den Ring, um sich zu messen, nicht um zu töten.
          …und es ist widersprüchlich, wenn dann einer wegrennt, falls das deine Anspielung sein sollte.

  3. 15. Mai 2019 at 18:16 —

    Seit ihr alle zu Weicheiern geworden oder was ? The Show must Go on, wie Carlos immer sagt. Wilder soll einfach wieder wie früher kämpfen, dann passen auch die Sprüche zu Ihm. Schade das Vitali nicht mehr da ist, er hätte das Schwergewicht aufgeräumt, und alle Gürtel zurück zu dem garmanischen Volk gebracht.

  4. 15. Mai 2019 at 18:48 —

    Bei dem sexy Blick von Deontay squirted unser Fallobsthammer in seine adult diapers

  5. 15. Mai 2019 at 18:51 —

    Wenn man ehrlich ist,
    dann hat Deontay schon einige Leichen im Record,
    die sind nur noch nicht gestorben

  6. 15. Mai 2019 at 18:55 —

    Es gibt genügend Menschen die den Boxsport wegen allzu großer Brutalität gerne abschaffen würden.
    Für diese Boxsportgegner ist dies keine Show, sondern Wasser auf ihre Mühlen.
    Diese Äußerungen schaden dem Ansehen des Boxsports in der Öffentlichkeit immens.
    Oftmals werde ich in meinem Bekanntenkreis schief angeschaut, wenn ich erwähne, dass ich Boxsportfan bin.
    Danach werde ich gefragt, in welchen Kreisen ich denn noch so verkehre.
    Ich suche dann immer nach Rechtfertigungen und muss mich erklären, warum ich nicht lieber Tennis oder Golf spiele.
    Diese Sportart hat in vielen Kreisen immer noch das alte
    Schmuddelimage.
    Aus genau diesem Grund sind solche Repräsentanten und Äußerungen für diesen Sport äußerst schädlich und tragen dazu bei, dem Boxsport in der Öffentlichkeit ein denkbar negatives Image zu verpassen.

  7. 15. Mai 2019 at 18:58 —

    Das sind doch nur martialische Sprüche von Wilder die der Show geschudet sind! M.Tyson hatte das auch drauf….ich will meinen Gegner das Nasenbein ins Gehirn rammen….Ich denke das sollte man nicht so ernst nehmen!?

    Auf eine Sensation im Kampf Wilder vs Breazeale werden wir wohl nicht hoffen können, dazu ist Breazeale zu langsam!? Hoffe dennoch das es spannend wird!

  8. 15. Mai 2019 at 19:13 —

    Für Besuche in der Männersauna braucht man sich nicht schämen,
    ebenso wenig wie Boxsportfan zu sein,
    mein lieber Sportsfreund globuli,
    wir hier in Bamberg sind eine gesellige Runde
    und stehen auf alles was man mit Fäusten so machen kann,
    der User “Max Power” ist eins unsrer aktivsten Mitglieder,
    obwohl er eigentlich nur passiv ist,
    paradox, ich weiß,
    ist aber so

  9. 15. Mai 2019 at 21:43 —

    Ich akzeptiere die Ansichten anderer Sportsfreunde durchaus.
    Jeder muss selbst wissen wie und wo er seine eigenen Schwerpunkte und Prioritäten setzen will.
    Ansonsten könnte man derart abstoßende Äußerungen eines Boxers einfach nur als primitiv bezeichnen.

  10. 16. Mai 2019 at 00:26 —

    Es ist traurig, dass es derartige Äußerungen nur im Boxsport gibt (Wrestling ist kein Sport).
    In jeder anderen Sportart – auch in Kampfsportarten- würde dies das sofortige Karriereende bedeuten.
    Deshalb auch der schlechte Ruf des Boxsports.

    • 16. Mai 2019 at 07:54 —

      Nur im Boxsport? Hast du dir ma die Pressekonferenzen bei der UFC reingezogen? Leute wie Conor McGregor und Konsorten? Da geht es ähnlich ab.

      Und am Ende hat alles den selben Zweck, den Kampf, Event promoten, damit die Umsätze steigen, weil das pöbelnde Fußvolk sowas sehen und hören will. So läuft das Biz eben.

      Wenn du das so problematisch siehst, solltest du dich mehr Fragen, wer dafür verantwortlich ist? Der Pöbler mit der Äußerung oder der Empfänger der innerlich sowas hören will und nur darauf wartet, dass jemand sowas von sich gibt.

  11. 16. Mai 2019 at 15:11 —

    Ich glaube kaum, dass es zu einem Rückkampf zwischen Fury und Wilder kommt. Fury ist ein intelligenter Mensch, der zu polarisieren weiss, er wird Wilder nicht die geringste Chance geben, sein Unentschieden zu egalisieren.

    Ähnlich hat es Fury damals mit Klitschko auch gemacht.

    Wilder ist ein erbärmlicher Agressivo, der von Sport und Wettkampf nichts versteht. Klar, im Ring ist es ein enormer Vorteil, wenn Du die These vertrittst, deinen Gegner legal töten zu dürfen, aber das hat nun mal nichts mit Sport zu tun.

    Egal, wer gegen den Ekelspacko boxt, er soll gewinnen; denn Wilder ist der unrühmlichste Boxer, den dieser Sport je gesehen hat. Wladimir Klitschko war ja schon schlimm (aus anderen Gründen), aber gegen Wilder ist Klitschko quasi richtig sympathisch.

    Und ja, es ist sehr schade, dass Vitali Klitschko seine Prime schon lange hinter sich hat. Ich hatte zwar für ihn auch keine Sympathien übrig, aber er hätte Wilder wohl das Maul gestopft. Möge letzteres endlich jemand übernehmen und zwar so, dass Wilder für immer in Vergessenheit gerät.

    Und was die Sprücheklopferei im Boxsport angeht, ja, da geht es echt zur Sache, keine Frage und mitunter ist das sehr unterhaltsam aber das was Wilder absondert, ist etwas ganz anderes. Ich erinnere mich da an Haye und sein T-Shirt mit den Klitschko-Köpfen. Es war geschmacklos, aber kein angekündigter Mordversuch.

    —–
    Wir mögen uns nicht. Das hier ist der einzige Sport, in dem du einen Mann töten kannst und noch dafür bezahlt wirst“, sagte Wilder: „Es ist legal. Warum sollte ich von meinem Recht also nicht Gebrauch machen?“
    —–

    Ortiz hätte ihn beinahe gehabt. Seine Leistung gegen Wilder war rückkampfwürdig, aber Wilder hat sich ordentlich in die Bux geschissen und möchte nun nicht nochmal ran. Feigling!

    Fury hat ihn mehr oder weniger entthront und wenn er noch so klug ist wie früher, dann meidet er Wilder für die Zukunft, so wie es jeder andere Boxer auch tun sollte. Dann kann sich Wilder mit seiner Ekelspackomaske vor den Spiegle stellen, sich einen hobeln und ein paar ccm heiße Luft versprühen.

    • 16. Mai 2019 at 20:37 —

      Wieso sollte Fury Wilder meiden..?
      Ziel kann mittelfristig nur Wilder oder AJ sein, und da wäre Wilder aus Fury´s Sicht wohl die etwas “einfachere” Aufgabe..

    • 17. Mai 2019 at 16:04 —

      Deontay hat einen großen Schwanz, starke Fäuste, einen wunderschönen Bizeps und ist schwarz. Du hast nix, wiegst 64 Kilo und bist schweinchenrosa. Deshalb darf Deontay sagen, was er will, während du labern kannst, so viel du willst und trotzdem nix zu melden hast.

Antwort schreiben