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Niederlage für den „Iceman“ – Josh Taylor weiter auf WM-Kurs

Ein Beitrag von F. W.:

Das hatte sich Ex-Weltmeister Viktor Postol sicher anders vorgestellt: im Kampf um den WBC Silverbelt im Superleichtgewicht und das Recht, WBC Super Lightweightchampion Jose Carlos Ramirez herauszufordern, zog der Mann aus der Ukraine am gestrigen Samstagabend den Kürzeren. Und das, obwohl sein Gegner, der 27jährige Senkrechtstarter Josh Taylor mit dem 34jährigen „Iceman“ durchaus einen Weltklassemann vor den Fäusten hatte.

In der ersten Runde präsentierte sich Postol dann auch als der aggressivere Boxer, aber schon in der zweiten Runde hatte auch der „schottische Tornado“ – so Taylors Kampfname – Fahrt aufgenommen und konnte gute Treffer setzen. Über Postols rechtem Auge tat sich ein Cut auf. Taylor präsentierte sich nicht unbedingt von seiner saubersten Seite: sein Ellbogen in Postols Gesicht brachte dem Schotten kurz danach dann auch eine Ermahnung von Ian John Lewis ein.

In der dritten Runde kam Taylor – eigentlich eher als Body-Puncher bekannt – dann zum ersten Mal mit einer harten Linken durch, den Treffer ans Kinn steckte Postol gut weg. Auch Taylors zweite Linke ans Kinn kurz darauf schien der Mann aus der Ukraine gut zu verdauen. Auch der „Iceman“ hatte in den folgenden Runden gute Momente, brachte vor allem in der siebten Runde Taylor – dem nach einer Rechten von Postol die Beine wegzuknicken schienen – durchaus in Bedrängnis, konnte aber nicht verhindern, dass Taylor sich auf den Punktrichterzetteln immer weiter nach vorne schob.

Die Frage, ob Taylor genug Luft für seine erste 10. Runde im Ring hatte, beantwortete der „Tornado“ dann eindrucksvoll, indem er Postol kurz vor Ende des Durchgangs – wieder mit einer Linken an den Kopf – auf die Bretter schickte. In den letzten sechs Minuten des Kampfes gaben beide Kontrahenten noch einmal Vollgas, wobei Postol zusehends den Rückwärtsgang einlegen musste.

Am Ende stand in diesem hochklassigen Fight ein klarer Punktsieg für Taylor auf den Punktezetteln: die drei Punktrichter werteten 118-110, 117-110 und 119-108 Punkte. Ob das Urteil in dieser Höhe gerecht ist? Auch Taylors Promoter Barry McGuigan sah seinen Schützling zwar vorne, aber „The points decision should have been closer!” (das Urteil hätte enger ausfallen müssen!)

Hier der Kampf: (klick)
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1 Kommentar

  1. 25. Juni 2018 at 12:08 —

    Der Punktsieg von Taylor geht in Ordnung, aber nicht in der Höhe, maximal 2 Punkte Vorsprung für Taylor.

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