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Nicole Wesner – „Lebe deinen Traum“

Selbstverwirklichung, den eigenen Traum leben, dass sind Gedanken, die in vielen Köpfen kreisen. Doch bei den meisten Leuten bleibt es eine Träumerei. Alltagszwänge, so glaubt man, halten davon ab, Träume wahr werden zu lassen. Der Wille, seinen Traum auch wirklich ausleben zu wollen, muss stark genug ausgeprägt sein, um ihn tatsächlich zu verwirklichen.

Und genau so einen starken Willen hat die Wahlwienerin Nicole Wesner. Eine deutsche Profiboxerin im Leichtgewicht, die erst mit etwa 30 Jahren zum Boxsport kam und darin ihre Berufung sieht. Sie schmiss eine gut bezahlte Stelle als Managerin und verschrieb sich voll und ganz ihrem großen Traum: Dem Boxsport. Ihr Lebensmotto: „Lebe deinen Traum!“

Nach einer kurzen erfolgreichen Amateurzeit kam im Dezember 2012 ihr Profidebüt in Dessau. Sie dominierte ihre Gegnerin Hana Horakova über 4 Runden und siegte souverän nach Punkten. Wer den Kampf live in der Halle gesehen hat, war erstaunt: Sie boxte derart routiniert, dass man kaum glauben konnte, dass das ihr erster Profikampf war. Das Debüt war geglückt. Es folgten 7 weitere Fights in Deutschland und Österreich. Am 6. Dezember 2014, 2 Jahre nach ihrem Debüt, ging es in Wien um Weltmeisterehren. Sie besiegte ihre Gegnerin Gina Chamie (11-1-0) durch KO3. Lohn der Mühe: Die WM-Titel der Verbände WIBF und WBF, die zuvor Delfine Persoon getragen hatte.

Nicole Wesner 2

 

Zuletzt boxte Nicole Wesner am 20. Juni wieder in Wien. Es sollte gegen die Kenianerin Florence Muthoni gehen. Der Kampf war soweit vereinbart, doch es gab Visa-Probleme und die Kenianerin durfte mit ihrem Team nicht in Österreich einreisen. Als Ersatzgegnerin startete die äußerlich martialisch wirkende Italienerin Monica Gentili (4-3-0). Nicole holte sich die erste Runde und nutzte im 2. Durchgang eine sich bietende Gelegenheit um ihre Kontrahentin mit der Führhand zu Boden zu bringen. Nach dem Anzählen setzte es noch eine beherzte Rechte und die Italienerin war aus dem Rennen. Sieg durch KO2.

Dieser Kampf war der Auftakt für die Vorbereitung auf ihren nächsten WM-Kampf gedacht. Am 4. September will sie die Titel, die sie am 6. Dezember 2014 im Multiversum in Wien/Schwechat gewonnen hat, in Wismar verteidigen. Gegnerin ist die Polizistin Irma Adler, die Profi-Boxerin seit 2007 ist und eine Kampfbilanz von 20 Kämpfen mit 15 Siegen und 5 Niederlagen vorweise kann. Adler ist eine sehr erfahrene Boxerin, die schon mit allseits bekannten Boxerinnen wie Delfine Persoon, Erica Farias, Ramona Kühne, Gaelle Amand und Jeannine Garside im Ring stand. Ihr spektakulärster Erfolg war Sieg war gegen Garside. Jeannine Garside besiegte später die deutsche Universum-Boxerin Ina Menzer und wurde gerade in die „International Woman Boxing Hall of Fame“ aufgenommen.

Nicole Wesner kurz nach ihren Sieg in Wien: „Ich freue mich, dass der Kampf am Samstag mit einem überzeugenden KO-Sieg endete. Das ist eine gute Motivation für meinen WM-Kampf am 4. September. Ich habe in Wismar letztes Jahr meinen Intercontinental-Titel geholt und eine tolle Erinnerung an die Stadt und Leute. Daher freue ich mich sehr, dass meine erste Titelverteidigung in Deutschland in Wismar stattfindet.“

Bei diesem Event am 4. September in Wismar handelt es sich um eine Veranstaltung der neuen „Z!-Promotion“. Neben vielen anderen hochkarätigen Fights wird Nicole Wesner mit Trainer Steven Küchler dabei gegen Irma Adler antreten und um 3 Titel (WIBF, WBF und GBU) kämpfen. Gelingt auch in diesem 11. Fight ein Sieg, ist wieder ein Stück vom großen Lebenstraum erfüllt.

 

von Johannes Passehl

Fotos: Götz Schrage

 

 

Youtube-clip mit Erlaubnis von Nicole Wesner (soll unten drunter)

Hier die Entscheidung im Kampf gegen Monica Gentili:

dann der clip.

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16 Kommentare

  1. 30. Juni 2015 at 06:21 —

    Guter Titel….”Lebe deinen Traum”….

    Mein Traum ist es immer noch , mich mit ein paar Transen eine Woche lang in einem Hotelzimmer einsperren zu lassen….immer noch ein Traum

  2. Die Alte hat echt ein gender problem und irgendwelche komplexe Onkel-hat-mich-unten-berührt-als-ich-ganz-jung-war.
    Schade um das schöne gesicht,die wäre bestimmt besser aufgehoben in einem Film mit dem Titel “Knall die Chefin”

    #genderwahnsinn
    #antiweiberfights
    #caitlyn jenner
    #untergangdesabendlandes

  3. 30. Juni 2015 at 08:19 —

    Oh ja Baby, box mir die Bommeln…

  4. 30. Juni 2015 at 08:54 —

    @ Boxen.de / Wo bleibt mein Soliman vs Wade Bericht ?

    Warum wird so etwas veröffentlicht und auch noch mit 2 Fotos und 1 Video unnötigerweise aufgewertet ?

    Interessiert keeeeeinen !!!

    Dann dieser philosophische erste Abschnitt…..hat mich zu tränen gerührt.
    Hab mich mit einer Packung Eis vor den Fernseher gesetzt, “Vom Winde verweht” in den DvD-Rekorder gepackt und meine Mädels angerufen, Sekt-Party bei mir.
    Dann nocht etwas in der Emma rumgeblättert und plötzlich festgestellt das Frauen anscheinend selbst mit ihrer eigenen Emanzipation überfordert sind und nach Möglichkeit kein Boxen betreiben sollten.
    Eva Hermann ist schon ne feine, da sollten sich mehr Frauen dran ein Beispiel nehmen.

    Bin schon ganz aufgeregt wie sich der langhaarige blonde Junge so schlägt….

    • 30. Juni 2015 at 11:32 —

      Boxt du eigentlich auch aktiv? Würde mich mal interessieren.

      Wenn ja, würde ich dich gerne mal im sparring gegen die Dame sehen.

      Kritik im Internet ist natürlich immer leicht..

      Ich persönlich mag Nicole, sie verbindet Leistungssport mit Veganer Ernährung und betreibt einen interessanten Blog zu dem Thema. Sie lebt das boxen zu 100% und hat, wie erwähnt, ihren hochdotierten Job dafür geschmissen.

      Ihr habt natürlich recht, mit Frauenboxen holt man niemanden hinter dem Kamin hervor.. Würde sie mma oder kickboxen machen, so wäre sie wahrscheinlich viel bekannter.

      • 30. Juni 2015 at 13:35 —

        Ja boxe seit 6 Jahren selber als Kompensation zum Kraftsport, wäre allerdings auch nicht am Boden zerstört wenn ich mir von der Alten eine fange.

        Ich kritisiere über die Kommentarfunktion einer Plattform, die sich jeglich Austausch ihrer User wünscht, andernfalls gäbe es diese Möglichkeit hier nicht und nur weil manche Äußerungen vom Main Stream negativ wahrgenommen werden, wäre es doch sehr eindimensional sich auf die Meinung der Mehrheit zu reduzieren.

        Ich kann auch gerne nur noch schreiben das die Berichte von Johannes qualitativ anspruchsvoll sind und dies würde wahrscheinlich positiver angesehen würden als die Wahrheit.

        Letztlich produziert sich ein journalistisches Genie wie der Herr Passehl auch über seine Aussage und seine “tausenden” Berichte, seine pseudo Erfahrung und seine vorgegebene Liberalität gegenüber dem Frauenboxen.

        Ich erkenne auch keine Parallelen zwischen der Abneigung gegenüber Frauen-Kampfsport und vermeintlichen emotianelen Problemen gegenüber Frauen.

        Dieser Logik nach wäre es genau so einfach behaupten das Johannes komplexbedingt über seine Berichte eine Form der Aufmerksamkeit sucht , welche ihm im realen Leben verwehrt bleibt.

        Nichts als kleinkarierter Hobbypsychologen Mist.
        Wenn ich etwas kritisiere ist niemand gezwungen diese Kritig zu akzeptieten, die Arbeit des Journalisten (so gering sie auch war) wird nicht von allen runtergemacht, sondern nur von mir, folglich entwerte ich nicht den Artikel.

        Heult nicht rum und seit froh das hier überhaupt kommuniziert wird, jetzt kenne ich wenigstens den Namen des langhaarigen blonden Jungens, verdräng ihn aber gerade wieder.

        • 30. Juni 2015 at 14:06 —

          Mein “journalistisches Genie” beruht auf meiner Liebe zum Boxsport und ich schreibe ohne jemals Journalismus studiert zu haben genau das, was ich denke und worüber ich will. Zum Glück werden solche Leute wie du mich nicht daran hindern, das auch in Zukunft genau so weiter zu machen. Egal ob mit oder ohne deinen Beifall oder mit oder ohne solche selten dämlichen Kommentare wie die erste 4 hier unter dem Beitrag. Die Aufmerksamkeit, die ich in meinem Leben bisher hatte und habe werden solche kleinen Trolle wie du zum Glück nie erreichen.

          Was die Kommentarfunktion hier angeht, ist es auf jeden Fall richtig und auch so gedacht, diese als Austauschmöglichkeit zu nutzen. Aber wenn es das Hauptanliegen von einigen verschwindend wenigen Figuren ist, sich möglichst ins Zeug zulegen um Alles schlecht zu machen, was ihnen selbst nicht passt, dann ist das wohl weit am Sinn und Zweck vorbei. Konstruktive Kritik ist ok, aber was hier teilweise abgeht ist weit jenseits von dem Niveau, dass man von erwachsenen und halbwegs gebildeten Menschen erwarten könnte.

          • 30. Juni 2015 at 21:08

            Man merkt das du nur über das schreibst das du als interessant empfindest.
            Macht einen Journalisten ja auch aus, keinerlei empfinden für Trends und Tendenzen zu besitzen.
            Mach einen eigenen Blog auf, dann verschonst du uns mit deiner Hobby-Kindergarten-Schreiberei wenigstens hier.
            Dies tust du aber nicht da du dich dann keinem Leser mehr aufzwingen kannst wie es auch andere Plattformen zulassen deren Redaktion und Journalisten-Bestand auf kläglichem Niveau komplett versagt.

            Du hast keeeeeine Ahnung von Verfassen von Texten, deine Kommentare sind langweilig und vollgestopft mit einem schlecht Stil.

            Würden meine Berichte hier veröffentlicht werden, wie du es mir nahe gelegt hast, dann dürftest du mal etwas angenehmes lesen und dir das ein oder andere abschauen.

  5. 30. Juni 2015 at 11:40 —

    4 Typen, die hier auftauchen wie die Orgelpfeiffen, sobald ihnen ein Thema recht genug íst um sich zu “produzieren”, sind zum Glük nicht repräsentativ für das allgemeine Boxpublikum.

    Was ich mich allerdings ersthaft frage ist: Geht es eigentlich nur darum, die Seite “Boxen.de” mit solchen unqualifizierten Kommentaren nieder zu machen oder doch eher darum, in der Anonymität des Internets den Dampf abzulassen, den sie woaders nicht los werden dürfen? Hat Mutti @Home das Sagen oder kommt ihr mit Frauen allgemein nicht klar?

  6. 30. Juni 2015 at 12:28 —

    Ich finde es echt traurig was sich einige Spacken anonym erlauben. Warum gebt ihr solchen Typen überhaupt die Möglichkeit sich hier darzustellen? Ich finde man muss nicht immer alles kommentieren. Es macht die ganze Arbeit von dem der den Beitrag geschrieben hat bzw den Fotografen der die Bilder geschossen hat irgendwie zunichte.
    Überdenkt das mal bitte! !!

  7. 30. Juni 2015 at 12:28 —

    Bin zwar kein Freund des Frauenboxens, aber Nicole boxt sehr gut. Sie ist eine gute Stilistin. Außerdem ist es schon beeindruckend, wie zielorientiert sie ist. Viele Leute schaffen das nicht mal in einem “normalen” Beruf, und in einem so strapaziösen wie dem Profiboxen schon gar nicht. Ich wünsche ihr alles Gute und hoffe, sie erreicht ihre Ziele.

  8. 30. Juni 2015 at 13:11 —

    Ich finde es gut und richtig, dass auch mal über weniger bekannte Athleten/Athletinnen berichtet wird.

    Nicole Wesner hat natürlich erst sehr spät mit dem Profi-Boxen begonnen, und ich halte sie auch nicht für das Über-Talent.
    Aber die Physis ist gut und auch technisch erzielt sie Fortschritte.

    Allein aus der Komfortzone herauszugehen und sich im Ring zu stellen wo man anderswo ohne Risiko gutes Geld verdient, verdient Respekt!

    Finde die Kritik am Autor auch unangemessen, aber es scheinen ja einige ihren Spaß dran zu haben.
    Okay, der Artikel ist ein wenig unkritisch, aber Subjektivität ist ja immer da.
    Allerdings wird bei Balijagic Adler zu Unrecht der Sieg gegen Jeannine Garside hervorgehoben. Hier muss man sagen, dass es sich um einen geradezu unglaublich frechen Betrug gehandelt hat, denn Southpaw Sweetie hatte jede Runde gewonnen.

    Wesner sollte keine großen Probleme bekommen.
    Interessant wäre gewesen zu erfahren, warum sie nach Wien gegangen ist.

    • 30. Juni 2015 at 13:46 —

      Den Kampf Adler v. Garside muss ich mir mal bei Gelegenheit ansehen, hatte das damals nur nebenbei irgendwo gelesen. Guter Hinweis!

      Zum Artkel – finde ich gut und sinnvoll, hier auch mal über Randfiguren des Boxsports zu berichten! Leider Randfiguren, weil der Frauenboxsport wohl nie die Aufmerksamkeit wie bei den Schwanzträgern bekommen wird. Schade, denn ich persönlich sehe lieber gut trainierte Damen und Mädels als die in Deutschland typische 20 – 25 jährige Bauchfrei-Trägerin, die noch lange bevor sie Mutter wird und damit die akzeptierte Entschuldigung des Schwangerschaftsspecks hat, bereits deutliche Anzeichen von Überfettung zeigt.

    • 30. Juni 2015 at 13:55 —

      Warum nach Wien? Weil sie wohl vor ihrer Boxkarrier bruflich dort gebunden war, soweit ich weiss. Es hat ihr dort gefallen und deshalb ist sie geblieben.

  9. 30. Juni 2015 at 15:21 —

    eigentlich bin ich etwas verwundert.
    da wird am montag ein artikel über einen kampf am 5.SEPTEMBER geschrieben ( oder eingestellt), und was war mit den kämpfen vom wochende?
    soliman und weitere?
    da kann man genug diskutieren, oder ist das hier nicht gewollt?
    ist ja nicht gegen die schreiber, aber so einen artikel kann man auch an einem mittwoch direkt vor dem kampf veröffentlichen.
    was soll ich mich jetzt mit diesem artikel befassen?
    den habe ich vor dem kampf doch wieder vergessen.
    teile voll die sicht von fum, trainierte frauen sind was schönes, bringt mich gerade auch nicht weiter.

  10. 30. Juni 2015 at 17:56 —

    Es ging ja in dem Artikel nicht hauptsächlich um den Kampf am 5. September, sondern um eine Momentaufnahme über Nicole Wesner, die ihren Traum, vom Profiboxen verwirklicht.

    Das die Artikel hier nicht zeitnah hochgeladen werden, liegt nicht an den Autoren.

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