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Nach Sieg gegen Josesito Lopez – Keith Thurman fordert den „Pac Man“ heraus

Ein Beitrag von FW

Nach Sieg gegen Josesito Lopez – Keith Thurman fordert den „Pac Man“ heraus

 

Nachdem er wegen seiner Hand- und Ellenbogenverletzung fast zwei Jahre nicht mehr im Ring gestanden hatte, feierte Keith Thurman am Wochenende einen Comebacksieg im New Yorker Barclays-Center. Zwar gelang dem WBA Super Weltergewichts Champion das nur über die Punktezettel, aber mit einem Niederschlag in der zweiten Runde zeigte „One Time“ Thurman, dass er es immer drauf hat.

“Ich habe vor dem Kampf gesagt, Sie würden heute Abend nicht den besten Keith Thurman sehen, aber Sie würden immer noch eine Weltklasse-Performance sehen und die habe Ihnen heute Abend gegeben.” verkündete Thurman nach dem Kampf, in dem auch Lopez gute Szenen hatte, den der alte und neue Weltmeister aber klar für sich entscheiden konnte: 113 – 113, 115 – 111 und 117 – 109 lautete am Ende das Zahlenwerk auf den Punktezetteln.
Nach seinem Sieg fordert Thurman nun einen Kampf gegen Manny Pacquiao. Ob es tatsächlich zu dieser Begegnung kommen wird, ist allerdings fraglich. Auch wenn sich der „Pac Man“ in seinem letzten Kampf gegen Broner sehr gut präsentiert hat, gehen Insider davon aus, dass das laufende Jahr das Letzte für den Profiboxer von den Philippinen ist. Sollte tatsächlich ein erneuter Kampf gegen „Money“ Mayweather zustandekommen, dann wird der „Pac Man“ danach vermutlich die Handschuhe an den Nagel hängen.
Falls nicht, wäre ein Fight gegen Thurman für Pacquiao  durchaus eine Option, „One Time“ dürfte allerdings noch mindestens einen weiteren Kampf brauchen, bis er wieder in Bestform ist. Thurman weiß, dass es zeitlich eng werden könnte: “I just feel like the clock is ticking!” … „Ich habe das Gefühl, dass die Uhr tickt!“ sagte Thurman, als er darauf angesprochen wurde.

Auch der polnische Schwergewichtler Adam Kownacki  stand an diesem Abend im Barclays-Center im Ring. „Bier, Kuchen und Ruhe“ hatte sich der füllige 29-jährige für die Zeit nach dem Kampf gewünscht. Dank der überschaubaren Gegenwehr seines Kontrahenten Gerald Washington musste Kownacki nicht allzu lange auf die Erfüllung seiner Wünsche warten: schon in der ersten Runde war Washington nach einigen harten Händen nicht mehr allzu standsicher, in Runde zwei erlöste Ringrichter Harvey Dock den 36-jährigen „Gallo Negro“, der zwar nach einem Niederschlag wieder auf die Beine kam, aber eine eher desolate Leistung bot, und verhinderte so  den weiteren Untergang des US-Amerikaners. Sieger durch TKO nach 1:09 Minute in der zweiten Runde: Adam Kownacki.
Dass Kownacki mit nun 19 Siegen in 19 Kämpfen schon ganz oben anklopfen darf, sehe ich noch nicht. Ein Kampf gegen „Delboy“ Chisora oder Dillian Whyte, die ich beide allerdings bei weitem nicht für das „Maß aller Dinge“ halte, wäre aber sicher interessant.

Nicht mit Ruhm bekleckert hat sich an diesem Abend Deontay Wilders Bruder Marsellos. Unter den Augen seines großen Bruders, der extra angereist war, um Marsellos zu unterstützen, musste sich der 29-jährige in Runde 4 gegen seinen Gegner William Deets (7 – 12, 3 KOs) geschlagen geben. Nachdem Wilder seine Deckung vernachlässigte, konnte der 34-jährige Journeyman den Sack zumachen: nach einer Schlagkombination, die Wilder zu Fall brachte, wurde der Fight vom Ringarzt gestoppt. Marsellos Wilder hatte zwar die ersten drei Runden für sich entscheiden können, war dann aber wohl so sehr von seinem Sieg überzeugt, dass er nachlässig wurde.
Ob Wilder, der ohne Amateurhintergrund erst im Alter von 28 Jahren Boxprofi wurde, einen Rückkampf gegen seinen Bezwinger bestreiten will, bleibt abzuwarten. Marsellos Wilder sollte eigentlich bereits im Februar auf der Undercard von James DeGale gegen Chris Eubank Jr. in der O2 Arena in London wieder im Ring stehen. In Anbetracht seiner KO-Niederlage, ist das nun allerdings eher unwahrscheinlich.

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