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Nach Niederlage gegen ‚King Kong‘ Ortiz – CSAC friert Flores` Börse ein

Nach Niederlage gegen ‚King Kong‘ Ortiz – CSAC friert Flores` Börse ein

Nur 46 Sekunden dauerte der Ringaufritt von Alexander Flores am vergangenen Samstag. In dieser Zeit versuchte Flores – zumindest laut Compubox – genau einen einzigen Schlag anzubringen, der aber auf der Deckung seines Gegners Luis Ortiz landete. Ortiz schlug 10 Mal und konnte drei Treffer für sich verbuchen. Der Letzte wischte „irgendwie an der Seite von Flores vorbei“. Und fällte den 1.93 m großen 30-jährigen.

Das, was schon viele Fans nicht als echten Wirkungstreffer sahen, beschäftigt nun auch die California State Athletic Commission. Die staatliche Sportkommission, die Lizenzen erteilt und Veranstaltungen überwacht, hat vorerst die Börse von Flores in Höhe von 80.000 US-Dollar einfrieren lassen.

Damit folgt die CSAC ihrem Regelwerk, in dem es diesbezüglich heißt: „Die Kommission ist befugt, dem Veranstalter anzuordnen, einen Geldbetrag einzubehalten … wenn es nach ihrem Urteil den Anschein haben sollte, dass der Kämpfer nicht ehrlich kämpft oder sich absichtlich nicht nach besten Kräften engagiert”.

Wie Andy Foster, Exekutivdirektor der California State Athletic Commission, jetzt in einem Interview erklärt hat, wird die Summe bis zum Ende einer Untersuchung einbehalten. Die Art und Weise der Niederlage von Flores habe „einige Fragen aufgeworfen”: „Wir sagen nicht, dass (er) etwas falsch gemacht hat. Wir müssen uns das etwas genauer ansehen … wir brauchen mehr Informationen. So etwas passiert sehr selten, das machen wir so gut wie nie.”

Wie Foster sagte, habe er mit dem Ringarzt, Ringrichter Thomas Taylor und dem Kommissionsmitglied, das die Veranstaltung überwacht hatte, gesprochen und daraufhin beschlossen, Alexander Flores zu einer Anhörung zu bestellen.

Der Kampf zwischen Ortiz und Flores – ohnehin von vielen als Mismatch gewertet – rutscht so ins Dubiose ab. Auch wenn die Untersuchung der California State Athletic Commission Alexander Flores möglicherweise keinen „freiwilligen Tauchgang“ attestieren wird, bleibt ein negativer Beigeschmack, der die gute Leistung von ‚King Kong‘ Luis Ortiz schmälert.

Nach seinem Sieg hatte Ortiz in einem Interview erklärt: „Ich wollte definitiv mehr arbeiten, um mich auf den Ruiz-Kampf vorzubereiten. Aber ich bin froh, dass ich gewonnen habe. Dieser Typ (Flores) ist drei Runden mit Joseph Parker gegangen und hat sich gewehrt, er ging vier Runden mit Charles Martin und hat sich gewehrt. Jetzt will ich Andy Ruiz.”

Hier noch einmal der „ganze Kampf“

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