Top News

Murray: „Diesmal setze ich mir die Krone auf und nehme sie Abraham weg!“

Am 21. November findet in Hannover, getreu dem Kampfmotto, „Die Schlacht um die Krone“, die Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht zwischen Arthur Abraham und Herausforderer Martin Murray statt. Der 33-jährige Brite will „King Arthur“ unbedingt seinen Kopfschmuck und den Titel entreißen. Wieso es laut Murray im vierten WM-Anlauf endlich mit dem Sieg klappen wird und wo er Abrahams größte Stärke, aber auch eine Schwäche sieht, verrät der Mann aus St. Helens im folgenden Interview.

Fußball oder Rugby, Herr Murray?

Martin Murray: „Fußball ist etwas für Weicheier – echte Kerle spielen Rugby! Ich bin mit Rugby großgeworden und gehe zu jedem Heimspiel meiner Mannschaft St. Helens RLFC. Meiner Meinung nach, ist es einer der ehrlichsten Sportarten. Da kugelt sich schon einmal wer die Schulter aus und spielt ohne zu Jammern weiter. Außerdem wird nicht ständig reklamiert wie beim Fußball. Es ist eben ein Gentlemen-Sport.“

Genauso wie Boxen?

Martin Murray: „Ähnlich. Wenn das Spiel freigegeben ist bzw. die Glocke läutet dann gibt jeder sein Bestes ohne Rücksicht auf Verluste. Doch wenn alles vorbei ist, reicht man sich freundschaftlich die Hände.“

Egal ob man gewinnt oder verliert?

Martin Murray: „Genau. Es bringt nichts, im Nachhinein nach Entschuldigungen zu suchen. Da musst du einfach fair mit dir und deinem Gegner umgehen. Hinzu kommt, dass beim Boxen alles ganz schnell vorbei sein kann und man es somit immer in den eigenen Händen hat.“

Sie sprechen auf Ihre WM-Kämpfe gegen Felix Sturm und Sergio Martinez an?

Martin Murray: „Ja. Ich war gegen diese beiden Weltklasseboxer der Bessere am jeweiligen Kampfabend – die Entscheidung habe ich aber beide Male aus der Hand gegeben. Gegen Sturm hat mir wahrscheinlich noch die Erfahrung gefehlt. Im Duell mit Martinez wollte ich, nachdem ich ihn in der achten Runde niedergeschlagen hatte, einfach zu viel.“

Und gegen Gennady Golovkin?

Martin Murray: „… stand ich einem der besten Boxer der Welt gegenüber. Niemals hat mich jemand so präzise und hart wie er getroffen.“

Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!

Für den Fight mit WBO-Weltmeister Arthur Abraham sind sie jetzt eine Gewichtsklasse aufgestiegen …

Martin Murray: „… und im Super-Mittelgewicht fühle ich mich deutlich wohler als noch im Mittelgewicht. Schon vor dem Kampf gegen Golovkin habe ich gemerkt, dass ich durch das Abkochen nicht mehr die Substanz habe, wie noch 2-3 Jahre zuvor. Ich merke, dass ich jetzt nicht nur spritziger agiere, sondern Leuten mit meiner Power richtig wehtun kann.“

Abraham wird mit Sicherheit auch versuchen, Ihnen Schmerzen zuzufügen …

Martin Murray: „… was ich auf keinen Fall unterschätzen werde. Ich glaube, dass Abraham mindestens genauso hart wie Golovkin zuschlagen kann. Das ist seine große Stärke. Es gibt da wohl nur einen kleinen, aber feinen Unterschied: GGG ist ein Scharfschütze im Ring, über Abraham würde ich das nicht unbedingt sagen.“

 Was bringt am 21. November die Entscheidung zu Ihren Gunsten?

Martin Murray: „Ich musste in meinem Leben schon genügend Rückschläge hinnehmen. Sportlich wie privat waren viele davon selbstverschuldet. Für mich ist jetzt die Zeit reif, diese negativen Erfahrungen in Erfolg umzuwandeln. Ich weiß, was ich in der Vergangenheit falsch gemacht habe. Dreimal bin ich auf dem Weg zum WM-Thron gescheitert, dieses Mal setze ich mir endlich die Krone auf – und nehme sie Abraham weg!“

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 21. November in Hannover sind über die telefonische Ticket-Hotline 01806-570044, im Internet unter www.tickethall.de und www.eventim.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Quelle: Sauerland Event

Foto: Facebook Fanpage Martin Murray Boxing

 

 

Voriger Artikel

Karo Murat vor neuer WM-Chance

Nächster Artikel

Premiere für Neuzugang Jurgen Uldedaj bei SES-Gala in Dessau

5 Kommentare

  1. 13. November 2015 at 13:30 —

    Sympathischer Typ, ich würde es ihm ja von Herzen gönnen, aber die Überzeugung fehlt mir dennoch. Mit dem Vergleich GGG vs. AA liegt er ziemlich genau richtig. Der Schlumpf schlägt brutal, aber nicht unbedingt präzise. Trifft er jedoch so wie bspw. gegen Stieglitz im letzten Kampf, kann es immer schnell zu Ende sein. Murray hat jedoch eine gute Defensive und muss sich darüber weniger Sorgen machen. Was er falsch einschätzt ist imho seine eigene Power – mit der ist es leider, trotz beeindruckender Physis, nicht so weit her. War es nicht im MW, und warum sollte es ausgerechnet eine GK höher besser sein? Das ergibt keinen Sinn, auch wenn er sich subjektiv weniger „weight-drained“ fühlt, objektiv mehr Schlagkraft hat er dadurch nicht oder nur in sehr geringem Maß, was dadurch egalisiert wird, dass er auch körperlich stärkere Gegnerschaft hat.

    Der Weg zum Erfolg muss daher für ihn sein: Workrate, Workrate und nochmals Workrate. Schlagen bis zum Abwinken, so dass selbst dem korruptesten PR nichts anderes übrigbleibt, als vor der schieren Aktivität des Briten kapitulieren zu MÜSSEN und ihm Runde für Runde den „Zehner“ auf den Zettel zu schreiben.

  2. 13. November 2015 at 13:44 —

    So,so…..Murray ist also davon überzeugt gegen F.Sturm der Bessere gewesen zu sein, also ich sehe das etwas anders. Das Unentschieden war für Murray ein Geschenk.

    Zum Thema, ich glaube nicht das Murray jemals WM wird, nichts desto Trotz muss Abraham auf der Hut sein.
    Wenn Abraham,wie schon so oft die ersten Runden verschläft, könnte es am Ende eng werden.

  3. 13. November 2015 at 14:50 —

    Murray ist ein guter Junge, ein waschechter Brite, mit dem Herz auf der Zunge. Dennoch befürchte ich das er Abraham nicht wirklich gefährlich werden kann. Das Gefecht wird sicher unterhaltsam, aber leider fehlen Murray die nötigen Waffen um Abraham, der aus seiner Doppeldekung .heraus agiert, die nötie Parolie bieten zu können. Der Kampf dient jediglich dazu, Abrahams unendlich großes Ego, noch gewaltiger ansteigen zu lassen und ihn auf einen eventullen Titelvereinigungskamp gegen Badu Jack vorzubereiten.

  4. 13. November 2015 at 16:19 —

    dann kann man nur hoffen, daß MM gute trainer hat.aktiver als AA zu sein ist wohl kein problem, der kennt ja nur die letzten 10 sekunden, aber ihn da abkontern, so daß er gleich wieder in DD geht, das holt die punkte. würde es ihm gönnen, wenn er alles richtig macht, aber da sind ja auch die PR, und einen ko schafft er sicher nicht.
    also verloren.

  5. 16. November 2015 at 01:14 —

    Fett und Muskeln wenn es um den AA früherer Tage ging würde ich zustimmen das er nicht so präzise trifft.Aber seit seinen Niederlagen ist er reifer geworden.Die letzten Kämpfe von Ihnen haben ihn auch boxerisch weiter gebracht und die Schläge wurden Präziser.Ich befürchte das Murray schwer ko geht so ca Runde 8-12.Abraham braucht nur abzukontern in Murrays schläge dann passiert ihn das gleiche wie Stieglitz.Und es stimmt AA schlägt brutal hart.Vielleicht hat er sogar mehr Schlagkraft als ein Golovkin.Bei 3 G ist es eher die Rate auch.

Antwort schreiben