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Murat schlägt Bösel und wird Europameister

Vor über 3.000 begeisterten Zuschauern musste sich der SES-Halbschwergewichter Dominic Bösel (24-1-0, 9 K.o.) dem Berliner Karo Murat (31-3-1, 20 K.o.) in der Ballsport Arena von Dresden gestern Abend geschlagen geben.

In einem hochklassigen und spannenden Duell um die vakante Europameisterschaft wurde dem bis dahin ungeschlagenen Dominic Bösel, nach Punkten hinten liegend, die elfte Runde zum Verhängnis.

Der 33-jährige Auswärtsboxer setzte den Freyburger durch seinen aggressiven Stil von Anfang an unter Druck und beeindruckte Bösel durch seine Schlaghärte. Der SES-Boxer wirkte mehrfach angeschlagen.

Kurz vor dem Ende er elften Runde kassierte Bösel einen harten linken Haken und ging nicht sofort zu Boden, um sich anzählen zu lassen und zu erholen, sondern steckte aufrechtstehend weitere Treffer ein.

Der Berliner feuerte eine Schlagsalve aus beiden Händen ab, der Bösel nicht entkam. Eine Gegenwehr oder Ausweichbewegungen von Bösel waren nicht zu sehen.

Im Ring sah der geschlagene Schützling von Dirk Dzemski den Abbruch als ungerechtfertigt an: „Wir sind nicht beim Kinderboxen, dass man so schnell abbricht.“ Doch der Ringrichter Terry O’Connor aus Großbritannien hatte keine andere Wahl als den Fight abzubrechen und den angeschlagenen Bösel zu schützen.

So wurde Murat in diesem Boxkampf zum Europameister im Halbschwergewicht gekürt und siegte in Runde elf durch technischen Knockout.

Nun möchte sich der Fighter von der Hamburger EC Boxing-Boxpromotion größeren Herausforderungen stellen: „Ich möchte gegen Kovalev oder Ward boxen!“ Doch der 27-jährige Bösel hofft auf ein Rematch, indem er sich revanchieren kann. Für die deutsche Boxfans wäre eine Neuauflage des engen Gefechts sehenswert, weil beide Boxer jede Runde alles gegeben haben.

Übrigens geht es vom MDR, der die Fighnight übertragen hat, nicht unseriöser als Tochter Sabrina Bramowski ihren eigenen Vater und Murat Coach Georg Bramowski interviewen zu lassen und dies auch noch als besonders “süßes” Highlight verkaufen zu wollen. Ein Beweis für die ekelhafte Klügelwirtschaft im deutschen Boxsport. Vom eitigen Kommentator wollen wir gar nicht erst reden!

Alle Ergebnisse / Results:

EBU-Europameisterschaft im Halbschwergewicht (12 Runden)

Dominic Bösel (79,0 kg / GER) vs. Karo Murat (78,9 kg / GER)

L Tko, Rd. 11, 2‘46

Halbschwergewicht (8 Runden)

Adam Deines (79,3 kg / GER) vs. Phillip Kolodziej (78.5 kg / GER)

W KO, Rd. 1, 2‘19

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Weltergewicht (8 Runden)

Phillip Nsingi (66,2 kg /GER) vs. Josef Zahradnik (66,1 kg / CZE)

L PTS: 74:78, 73:79, 75:77

Federgewicht (8 Runden)

Lucie Sedlackova (56,8 kg / CZE) vs. Karina Kopinska (56,9 kg / POL)

W PTS: 78:75, 77:76, 77:76

Schwergewicht (8 Runden)

Samir Nebo (102,0 kg / GER) vs. Saul Farah (116,1 kg / BOL)

W Ko, Rd. 3, 2‘28

Halbschwergewicht (4 Runden)

Tom Dzemski (78,4 kg / GER) vs. Marko Angermann (78,4 kg / GER)

W Ko, Rd. 2, 1‘53

Schwergewicht (4 Runden)

Tomas Salek (105,5 kg / CZE) vs. Grigol Abuladze (105,0 kg / GEO)

W Ko, Rd. 1, 1’04

Foto: SES Boxing

 

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6 Kommentare

  1. Gott sei Dank hat dieser 18OZ Wattehandschuhträger endlich eine wohlverdiente Niederlage kassiert. Was will jemand mit so wenig Schlagkraft im Halbschwergewicht schon reissen ? Soll Bösel sich runterhungern ins Leichtgewicht. Einfach ein Kacktyp

  2. 3. Juli 2017 at 10:28 —

    Bösel ist ein richtig eingebildeter und undankbarer Wicht. Wie er nach dem Kampf dem Murat nicht mal die Hand geben wollte, und dann noch seine dummen Aussagen nach dem Kampf. Wäre der Kampf nicht abgebrochen worden, würde man Bösel seinen Kopf immer noch in der Halle suchen müssen, das man sich so überschätzen kann ist unglaublich. Glückwunsch an Murat hoffe er erreicht noch mehr als er jetzt schon erreicht hat.

  3. 3. Juli 2017 at 10:43 —

    Glückwunsch an Murat. Bei ihm weis man was man hat. solides mittelmaß. bösel und auch nisingi sind wohl hart auf den boden der tatsachen gelandet. bitter für SES die immer mehr an boden verlieren. aber so ist es nunmal.
    EC Boxing ist weiter auf der erfolgswelle!

  4. 3. Juli 2017 at 11:58 —

    Der Kampf hat wieder mal gezeigt, was diese handverlesenen Kampfrekorde wert sind. Bösel hatte bislang nur Luschen geboxt – und beim ersten halbwegs ernsthaften Gegner war Schluss. Wenn man in den Pausen schon zur Kampfmitte die leeren Augen von Bösel sah, wusste man, was kommen würde. Dass Trainer Dzembski (der ja selbst genau dieses Schicksal durchmachen musste) im Interviewe mit den gewohnt devoten Reportern nicht mal wahrhaben wollte, dass sein Boxer schon viel früher angeklingelt worden war, hat die peinliche Performance nur noch verstärkt. Aber jetzt weiß SES zumindest, wo man mit den Boxern steht: ziemlich weit hinten.

  5. 4. Juli 2017 at 17:27 —

    zeig mal deine mulle adrienne mielke

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