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Murat Gassiev bezwingt Krzysztof Wlodarczyk

Mit einer von Beginn an souveränen Vorstellung konnte der Russe Murat Gassiev den Polen Krzysztof Wlodarczyk aus dem Turnier um die Muhammad Ali Trophy werfen. Gassiev verteidigte damit auch seinen IBF-Gürtel im Cruisergewicht.

Bereits in Runde 1 machte der amtierende IBF-Weltmeister dem Ex-WBC-Weltmeister klar, wer Chef im Ring ist. Gassiev behauptete die Ringmitte, während es Wlodarczyk dabei belassen musste, sich rück- und seitwärts zu bewegen. Dem 36-jährigen nutzte all seine Ringerfahrung gegen seinen 12 Jahre jüngeren Gegner nichts. Gassiev drückte Wlodarczyk mit jeder Aktion in die Defensive.

Man konnte bereits ab Mitte der 2. Runde darauf warten, wann der „Abschuss“ kommt. Der Kampf ähnelte immer mehr dem Beutezug einer Schlange, die darauf aus ist ein Kaninchen zu erlegen. Auch wenn das übertrieben klingen mag, aber Wlodarczyk war einfach nicht in der Lage, Gassiev zu beeindrucken oder auch nur irgend etwas entgegen zu setzen. Bis auf ein paar Alibi-Aktionen mit dem Jab brachte der Pole nichts Wesentliches zu Stande.

Etwa eine Minute vor Schluss der 3. Runde kam dann auch schon, was kommen musste. Gassiev landete erst en paar harte Kopftreffer und legte zum Körper nach. Ein Schlag davon war ein Volltreffer auf die Leber, der Wlodarczyk auf den Boden zwang. Er wurde angezählt, war aber absolut nicht mehr in der Lage sich zu erheben und weiter zu kämpfen.

Das Wlodarczyk in dieses Turnier gerutscht ist, hatt er seinem knappen Sieg gegen Noel Gevor, seinem IBF-Interconti und seinem Ranglistenplatz 1 bei der IBF zu verdanken. Gassiev hätte auf jeden Fall demnächst gegen Wlodarczyk verteidigen müssen. Das er nicht mehr in die erste Liga des Cruisergewichts gehört, wurde gestern Abend mehr als deutlich.

Für Gassiev war dieser Kampf die erste Titelverteidigung seit seinem Punktsieg gegen Denis Lebedev im Dezember 2016. Er konnte unter Beweis stellen, dass er zu den Besten seiner Gewichtsklasse zählt und bestätigte eindrucksvoll seine Berechtigung, Teilnehmer dieses Turniers zu sein. Im Halbfinale trifft Murat Gassiev auf den Kubaner Yunier Dorticos. Die Glanzleistung gegen Wlodarczyk reicht als Referenz, ihn getrost als Favoriten für das Turnier-Finale zu sehen.

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5 Kommentare

  1. 22. Oktober 2017 at 17:17 —

    War abzusehen…. Wloda hätte gar nicht ins Turnier gehört….. Auch Kudryashov und Huck nicht…Sie alle wären mehr Ersatz sein sollen…seis drum

    Jetzt kommt Gassiev vs Dorticos…..für mich spannender als Usyk vs Briedis….bin gespannt wer gewinnt….Gassiev ist ein Höllenhund, hat aber bei Lebedev gezeigt dass er Probleme hat wenn das Niveau steigt, und Lebedev ist Past Prime,,,,, Dorticos ist dagegen ein unbeschriebenes Blatt,,,, könnte für die Überraschung sorgen und Gass ausknocken….da kann man nur spekulieren…. Spontan tippe ich auf KO Sieg von Gass

  2. 22. Oktober 2017 at 17:21 —

    Also für mich reicht das nicht, um als Favorit zu gelten..
    Gassiev ja Dorticos ist mMn absolut 50:50..
    Ebenso wäre es vs. Briedis..
    Einzig Usyk hebt sich da etwas von den anderen Dreien ab..!

  3. 22. Oktober 2017 at 22:13 —

    Hätte Wlodarczyk einen Sieg gegönnt.
    Doch man hat gesehen das da einiges gefehlt hat. Bin aber der Meinung daß der junge Gevor da nicht besser ausgesehen hätte.
    Wlodarczyk hätte mehr schlagen müssen, evtl mehr Kombinationen bringen müssen gleich vom Anfang an. Gassiev kocht auch nur mit Wasser.

  4. 23. Oktober 2017 at 14:55 —

    Der Favorit des Kampfes hat klar gewonnen, mehr aber auch nicht!
    Gegen Dorticos werden die Karten neu gemischt und da sehe ich Gassiev nicht als Favoriten!
    Der Kampf wird dann vermutlich auch nicht über die Runden gehen…..wird wohl darauf ankommen wer das härtere Kinn hat!?

  5. 23. Oktober 2017 at 19:30 —

    Es war ein dominanter Auftritt von Gassiev. Hohe Schlaghärte und starker Jab. Wloda hatte meiner Meinung nach nichts im Turnier zu suchen. Gegen Dorticos sehe ich den Kampf 50/50. Es wird drauf ankommen, wer zuerst den anderen Knockout schlägt und wer mehr einstecken kann.

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