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Mouhamed Ali Ndiaye stoppt Jose Maria Guerrero nach neun Runden

Am Samstagabend verteidigte Mouhamed Ali Ndiaye in Italien zum ersten Mal seinen Gürtel der europäischen Union im Supermittelgewicht. Der 32-jährige aus Senegal stammende Italiener besiegte den 35-jährigen Spanier Jose Maria Guerrero, dessen Ecke nach neun von zwölf angesetzten Runden das Handtuch warf.

Jose Maria Guerrero ergriff von Anfang an den Vorwärtsgang, zeigte sich dabei aber anfangs zu behäbig und folgte Ndiaye nur durch den Ring. Dieser agierte viel mit dem Jab und brachte nach einer kurzen Abtastphase auch einige gute rechten Geraden ins Ziel. In der zweiten Runde kam Guerrero dann schon etwas besser durch Ndiayes Deckung durch, doch der Titelverteidiger setzte weiterhin die besseren Treffer, wenn er präzise konterte. Guerrero ließ sich jedoch nicht beirren und suchte sein Heil weiter in der Offensive. Ndiaye ließ sich auch in der dritten und vierten Runde zunehmend öfter an den Seilen stellen, doch landete auch zunehmend härtere Konter. Insbesondere erwischte er Guerrero nun häufig mit seinem Aufwärtshaken, den er mit beiden Händen zu Kopf und Körper schlug.

Doch völlig überzeugend war Ndiayes Vorstellung nicht, auch wenn er sich Runde für Runde sicherte. Er behauptete zu keinem Zeitpunkt die Ringmitte und ließ sich von einem deutlich schwächeren Gegner durch den Ring treiben. Am Ende der fünften Runde fühlte er sich dann auch zu sicher und musste einige gute Treffer von Guerrero hinnehmen. Dieser war jedoch von den vorherigen Runden bereits deutlich gezeichnet und wurde wegen seiner Schwellungen im Gesicht in der sechsten Runde das erste Mal vom Ringarzt untersucht. Dieser ließ ihn aber weiter machen, und Ndiaye boxte souverän seinen Stiefel weiter herunter.

In der siebten Runde fühlte sich Ndiaye dann endlich dazu angehalten das Tempo zu erhöhen und ein vorzeitiges Ende etwas mehr zu forcieren. Als er Guerrero dabei ertappte, wie dieser seinen rechten Ellenbogen zu hoch hatte, schlug er einen ansehnlichen linken Haken zum Körper, der Guerrero leicht verzögert zu Boden sinken ließ. Dem Spanier waren die Schmerzen anzusehen, doch als er wieder aufgestanden war, rettete ihn der Gong vor einem weiteren Ansturm von Ndiaye. Im achten Durchgang versuchte Ndiaye den Erfolg zu wiederholen und suchte immer wieder Guerreros Leber mit seinem linken Haken, doch kam nicht noch einmal so sauber durch wie noch in der Runde zuvor.

Guerrero versuchte vier Runden vor Schluss noch einmal alles um den Kampf zu drehen und bestimmte auch die neunte Runde, in der Ndiaye sich zu sehr durch den Ring treiben und an den Seilen stellen ließ ohne dabei weiterhin so gut zu kontern wie noch anfangs. Der Ringarzt betrachtete erneut Guerreros beschädigte Nase, doch ließ den Kampf erneut weiter laufen. Als Ndiaye sich am Schluss der Runde jedoch noch einmal wehrte und es offensichtlich wurde, dass Guerrero Ndiaye insgesamt klar unterlegen war, entschied sich dessen Ecke nach der Runde dazu den Kampf abzubrechen.

Damit wurde Mouhamed Ali Ndiaye zum Sieger durch technischen KO zu Beginn der zehnten Runde gekürt und verteidigte damit seinen Titel der europäischen Union erfolgreich. Diesen hatte er im November letzten Jahres durch einen starken Sieg über Andrea Di Luisa gewonnen. Jose Maria Guerrero kassierte seine vierte Niederlage in seinem vierunddreißigsten Kampf, zeigte aber viel Kampfgeist und Siegeswillen.

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1 Kommentar

  1. Matten
    29. Mai 2012 at 08:13 —

    Brähmer hat Jose das Gesichtskotlett in 4 Runden weichgekloppt 🙂 anschließend hat der jose geheult….. 🙁

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