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Mohammad Ali vs Joe Frazier – Ein bedeutender Kampf der Boxsportgeschichte

Am 8. März 1971 wurde Boxsportgeschichte geschrieben. Zum 50. Jahrestag dieses historischen Ereignisses sei es erlaubt, eine kurze Rückschau zu halten. Viele der älteren Boxsportfans haben diesen Kampf damals live im Fernsehen verfolgt und haben zum Teil (wie ich selbst) die Erinnerung daran, dieses Ereignis zusammen mit ihren Vätern angeschaut zu haben. Es war schon etwas Besonderes und bis dahin einmaliges, Boxen aus den USA nachts live im Fernsehen zu schauen.

Zum ersten Mal in der Boxsportgeschichte standen sich zwei ungeschlagene Weltmeister gegenüber. Ali war Weltmeister, verlor seinen Titel aber durch eine 3-jährige Sperre, die er wegen fehlender Boxlizenz zwischen 1967 und 1970 erdulden musste. Ali hatte den Wehrdienst verweigert und wurde deshalb zu 5 Jahren Haft und 10 000 Dollar Strafe verurteilt. Er zahlte eine Kaution und musste nicht in Haft. In dieser Zeit tingelte er durch amerikanische TV-Shows und arbeitete an seinem Bekanntheitsgrad. Es war die Zeit der schwarzen Bürgerrechtler, auf deren Seite Ali stand. Joe Frazier war das ganze Gegenteil und bei der weißen Bevölkerung sehr beliebt.

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Joe Frazier erkämpfte in der Zwischenzeit den Weltmeistertitel. Bis 1967 gab es nur einen Schwergewichtsweltmeister, obwohl es zwei Boxverbände gab: Die „National Boxing Association“ (später WBA) und die „New York State Athletic Commission“ (später WBC) vergaben seit 1938 einen gemeinsamen Weltmeistertitel. Diese Zusammenarbeit endete 1967. Frazier holte sich auch den 1970 erstmals vergebenen WBC-Titel, nachdem er bereits 1968 NBA (WBA) Weltmeister geworden war.

Als Mohammad Ali im Jahr 1970 wieder eine Boxlizenz bekam, absolvierte er zwei Aufbaukämpfe. Ali galt als der „wahre Weltmeister“ und es war nur eine Frage der Zeit, bis es zum Kampf gegen Joe Frazier kommen musste. Am 8. März 1971 sollte es dann soweit sein. Ort des Geschehens war der Madison Square Garden in New York. Das Haus war natürlich ausverkauft und an den Bildschirmen rund um den Globus waren ca. 300 Millionen Zuschauer live dabei.

Dieser Kampf ging als „Fight of the Century“ in die Boxsportgeschichte ein. Den besseren Start erwischte Ali. Beide Boxer deckten sich 15 Runden lang mit harten und zermürbenden Schlägen ein, wobei Ali mehr abbaute als Frazier. Je länger der Kampf dauerte, um so mehr machte Frazier Boden gut. In der letzten Runde hätte er nur noch durch KO gewinnen können. Er selbst war es aber, der nach einer harten Linken zum Kopf auf die Bretter ging. Ali wurde angezählt, konnte den Kampf aber zu Ende bringen. Joe Frazier gewann den Kampf nach Punkten. In den Jahren 1974 und 1975 standen sich beide Boxer noch zwei Mal gegenüber, wobei Mohammad Ali in beiden Kämpfen gewann.

Hier der legendäre Kampf:

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