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Mogens Palle ist tot

Mogens Palle ist tot

Mogens Palle ist am Samstag im Alter 88 Jahre gestorben. Der legendäre dänische Boxpromoter ist ruhig im Kreis seiner engsten Familie eingeschlafen.

Obwohl Mogens Palle sein Leben lang keinen Alkohol angerührt und auch nie geraucht hat, wurde im vergangenen Februar Krebs bei ihm diagnostiziert, Ärzte fanden gleich zwei Tumore in der Lunge. Wie es heißt, lehnte Palle aber jede Behandlung ab, wollte weder Chemo- noch Strahlentherapie. Schon in der Vergangenheit hatte Mogens Palle mit Hautkrebs gekämpft, seit 2020 war er jedoch symptomfrei und galt als geheilt.

„Der härteste Mann den ich kenne ist verstorben! Trotz seiner fragilen Gesundheit kämpfte er – willensstark, scharfsinnig und hartnäckig – bis zum letzten Gong. Er war so brillant, kreativ und mutig wie nur wenige! Einer allein, keiner über und keiner neben meinem Vater! Ich hoffe, du bist jetzt wieder mit Mama vereint. Ich liebe dich für immer und ewig!“ schrieb Palles Tochter Bettina in einem Nachruf bei Facebook.

65 Jahre lang arbeitete Mogens Palle als Boxpromoter, 1957 war er im Alter von 23 Jahren als Nachfolger seines Vaters Thorskild erstmals an der Organisation einer Boxveranstaltung in Dänemark beteiligt.

An mehr als 200 Kämpfen alleine um Europa- und Weltmeistertitel war der rührige Promoter beteiligt. Er arbeitete unter anderem mit Ayub Kalule, Tom Bogs, Jimmy Bredahl, Brian Nielsen und Mikkel Kessler zusammen.

Mitte der 1960er Jahre war er Europatrainer von Sonny Listen und organisierte im Jahr  2001 das Match zwischen Mike Tyson und Brian Nielsen in Dänemark. Darüber hinaus holte er auch Boxstars wie Lazlo Papp, Carlos Monzon, Larry Holmes und Emile Griffith nach Dänemark. Mogens Palle war es auch, der 1986 Steffen Tangstad zu einem WM-Schwergewichtskampf gegen Michael Spinks führte. 2008 wurde Palle in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen. Viele sagen, er sei der Mann, der Dänemark auf die Weltkarte des Boxens gebracht hätte,  Mogens Palle selbst ging davon aus, dass er im Ausland mehr Anerkennung fände, als zuhause. Schon zu Jahresbeginn hatte sich Mogens Palle wohl mit dem Tod auseinandergesetzt:  „Ich habe darüber nachgedacht, und wissen Sie was, zum Teufel, es ist nur das Schließen der Augen, wie wenn Sie einschlafen. Man wacht nur nicht mehr auf!“ sagte der seinerzeit 87-jährige in einem Interview.

Erst im April dieses Jahres beendete Mogens Palle sein Engagement für den Boxsport, nun hat er sich endgültig verabschiedet.

Seine Tochter Bettina will die Projekte ihres Vaters fortführen.

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