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Milan Melindo gewinnt gegen Juan Esquer durch TKO in Runde 7 – ungewöhnliches Ende

Am Samstagabend verteidigte der 23-jährige ungeschlagene Philippine Milan Melindo seinen interkontinentalen WBO-Fliegengewichtstitel auf den Philippinen und bleibt damit weiterhin ungeschlagen. Er gewann durch Abbruch in der siebten Runde gegen den Mexikaner Juan Esquer.

Wie erwartet war es von Anfang an der Außenseiter Esquer der den Weg nach vorne setzte, doch Melindo, der mit einem überragenden Jab aus der Distanz im Rückwärtsgang den Kampf beherrschte. Esquer versuchte es mit weiten Schwingern, die den über seine Jahre reif wirkenden Melindo nicht mal ansatzweise gefährden konnten. Melindo dominierte nach Belieben, was Esquer schon bald sichtlich frustrierte. Dieser begann zunehmend sich über Tiefschläge zu beschweren, auch wenn die Treffer an der Gürtellinie und nicht darunter waren. In der vierten Runde landete Melindo dann tatsächlich einen Schlag tief, und der Ringrichter verwarnte ihn dafür, doch Esquer suchte diese Gelegenheit auszunutzen und fiel scheinbar schwer getroffen zu Boden. Einige Minuten lang machte der Mexikaner Anstalten aufzustehen nur um wieder runter zu gehen, doch der Ringrichter ließ sich von Esquers Possen nicht beeindrucken und beließ es bei einer Verwarnung für Melindo.

Als der Kampf wieder fortgeführt werden konnte, nutzte Melindo wieder seine deutlich überlegenen boxerischen Fähigkeiten aus und boxte den hart punchenden Esquer eindrucksvoll aus. In der siebten Runde kam dann schließlich das unerwartete und merkwürdige Ende. Juan Esquer drängte Melindo in die Ecke und feuerte dort harte Schläge ab, von denen zwei wohl unter der Gürtellinie trafen. Ringrichter Danrex Tapdasan griff ein um Esquer zu verwarnen, als dieser urplötzlich wie vom Blitz getroffen zusammen brach. Er deutete an ebenfalls Opfer eines Tiefschlages geworden zu sein, doch Ringrichter Tapdasan berichtete im Anschluss, dass er zwei Tiefschläge von Esquer gesehen habe, woraufhin Melindo einen leichten Treffer zum Brustkorb untergebracht habe. Esquer jedoch blieb am Boden liegen und hielt sich unter der Gürtellinie. In diesem Moment enterte das Team von Esquer den Ring und signalisierte einen Kampfabbruch, so dass Melindo zum Sieger durch TKO gemacht wurde.

Zwar war das Kampfende in gewisser Hinsicht unzufrieden stellend, doch es war in den sieben Runden mehr als deutlich geworden, dass Melindo der bessere Mann im Ring war, und es schien eher Juan Esquer zu sein, der nachlassen würde. Möglicherweise wäre Melindo sogar sowieso noch der Abbruch gelungen, und Esquers Aktion sowie die seiner Ecke muss auch als Resultat sieben für ihn sehr frustrierender Runden gesehen werden. Esquer kassierte damit in seinem neununddreißigsten Profikampf seine zehnte Niederlage und verpasste die Sensation. Melindo verbesserte durch den erwarteten Sieg seinen Kampfrekord auf 26-0 (10 KOs). Der 23-Jährige, der auf Rang 1 der WBO gelistet ist, wird wohl, wenn es so wie geplant läuft, dieses Jahr noch einen finalen Ausscheidungskampf bestreiten ehe er seinen Landsmann und WBO-Weltmeister Brian Viloria herausfordern will.

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