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Mike Tyson wird 50 Jahre alt

 

Heute, am 30. Juni, hat Mike Tyson Geburtstag. Es ist in diesem Jahr der runde Geburtstag schlechthin, sein 50. Der Ex-Boxer kann auf ein sehr bewegtes Leben zurückschauen. Die einzelnen Stationen sind mehr als hinreichend bekannt. Hier ein kurzer Abriss:

Geboren in Brooklyn / New York, wuchs er mit Geschwistern und Halbgeschwistern auf. Die Familie wechselte aus finanziellen Gründen ihren Wohnsitz nach außerhalb. Bereits im Alter von 13 Jahren war er 38 mal wegen kleinkrimineller Delikte festgenommen worden. Tyson kam auf eine besondere Schule für „wilde Kinder“. Dort wurden seine boxerischen Fähigkeiten entdeckt. Als Mike Tyson 16 Jahre alt war, starb seine Mutter. Er war ein Kind der Straße, kam dann in die Obhut von Cus D Amato, der ihn sogar adopierte. Er bekam seine Boxausbildung von Cus D Amato, Kevin Rooney und gelegentlich auch Teddy Atlas. Als Amateur gewann Tyson Goldmedaillien bei olympischen Jugendspielen, wobei er jeden Kampf durch KO gewann. Er hält den olympischen Jugendrekord für das schnellste KO (8 Sekunden).

Mit 18 Jahren wurde Tyson Profiboxer. Er hatte bereits 27 Siege auf seinem Konto, als er am 22. November 1986 gegen Trevor Berbick antrat. Tyson besiegte den WBC-Champ durch TKO 2 und wurde so jüngster Schwergewichtsweltmeister aller Zeiten. Im darauf folgenden Jahr kamen die Titel der Verbände WBA und IBF dazu. Die Siegesserie von Tyson hielt bis 1990 an. In seinem 38. Kampf unterlag er in Tokyo James Tucker. Er hatte Tucker in Runde 8 am Boden, der erholte sich allerdings von dem Niederschlag und schickte Tyson in Runde 10 mit einem schweren Aufwärtshaken und einer 4er-Kombi schwer auf die Bretter. Das war Tysons erster Bodenbesuch überhaupt. Resultat: KO 10 Sieg für Tucker und Ende des Höhenfluges von Mike Tyson.

In dieser Zeit kam auch außerhalb des Rings der Absturz für Tyson. Der selbsternannte „Bad Boy“ wurde schließlich von einer 18-jährigen wegen Vergewaltigung angezeigt und trotz widersprüchlicher Aussagen zu 6 Jahren Haft verurteilt. Davon saß er 3 Jahre ab und konvertierte in dieser Zeit zum Islam. Sein Comeback entwickelte sich zu einer regelrechten Geldmaschine. Sein erster Kampf nach der Haft spielte weltweit fast 100 Millionen Dollar ein. Tyson holte sich die Titel der Verbände WBA und WBC zurück. Endgültig scheitern sollte er an Evander Holyfield, den er 2x nicht bezwingen konnte. Im ersten Kampf gegen Holyfeld ging er in Runde 11 TKO und im zweiten wurde er diqualifiziert. Dieser Kampf ging in die Geschichte ein, weil er Holyfield ein Stück seines Ohrs abbiss. Darauf hin gab es eine Strafe von 3 Millionen Dollar und den vorläufigen Entzug der Boxlizenz.

Ab 1999 stand Tyson wieder im Ring und besiegte bei seinem erneuten Comeback den Südafrikaner Francois Botha durch TKO 5. Er arbeitete sich langsam wieder nach oben und trat 2002 gegen Lennox Lewis an. Dabei ging es um 3 Titel. Lewis schlug Tyson in Runde 8 KO. In den Jahren 2003-05 absolvierte er noch 3 Kämpfe, von denen er nur einen gewann. Im Jahr 2005 beendete Mike Tyson seine aktive Karriere.

Seither ist Tyson in verschiedenen Bereichen Tätig gewesen. Er versucht sich als Promoter, ist bei diversen Veranstaltungen ein gern gesehener Gast und gibt als Boxexperte seine Kommentare ab.

Fraglich ist, wie ein Mike Tyson mit der heutigen Elite des Schwergewichts klar kommen würde. Die Ausrede, dass man als körperlich kleinerer Boxer immer unterlegen ist, hat er gründlich wiederlegt. Mit seinen gerade mal 1,78 m Körpergröße und 1,80 m Reichweite hat er bewiesen, dass es möglich ist auch große Boxer auszuknocken.

Wir wünschen als boxen.de Redaktion Mike Tyson alles Gute zu runden Geburtstag. Seine Figfhts und seine Karriere sind Bestandteil der ewigen Gechichte des Boxsports. Im Jahr 2011 wurde Mike Tyson zusammen mit den Boxern Julio Cesar Chavez  und Kostya Tszyu in die “International Boxing Hall of Fame” aufgenommen.

Hier die Top 10 der Tyson – Knockouts: (klick)

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6 Kommentare

  1. Fraglich ist, wie ein Mike Tyson mit der heutigen Elite des Schwergewichts klar kommen würde. Die Ausrede, dass man als körperlich kleinerer Boxer immer unterlegen ist, hat er gründlich wiederlegt.
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    Damals ja. Heute würde das nicht mehr so leicht klappen. Das HW boxen hat sich durch die Mutanten dahin entwickelt, den gegner auf distanz zu halten und zu tode zu jabben. Gut es gibt paar ausnahmen und den einen oder anderen HWler würde Tyson sicher trotzdem ausknocken, aber man sieht es heute oft genug das bessere Boxer trotzdem nicht gewinnen, weil ihre Physis nicht ausreicht. Bestes beispiel Pove.

    Meine schönsten Erinnerungen an Tyson sind die niederlagen gegen Buster Douglas und Lennox Lewis. Einfach herrlich wie er KO gegangen ist.

  2. 30. Juni 2016 at 13:58 —

    tyson hat in einer zeit dominiert wo es einfach keine Gegner gab,genau so wie die klits alles plattmachten weil keiner an sie herankam.

  3. 30. Juni 2016 at 14:29 —

    Happy Birthday, Iron Mike.
    Ich bin mir sicher, er kann sich an die Niederlage gegen James Tucker genauso wenig erinnern wie ich.
    Chris Tucker hätte aber sicher Spaß daran…

    Tyson hätte natürlich auch in heutiger Zeit trotz der nur knapp 1,80 m Chancen, aber Fantasy Match Ups sind immer schwer zu prognostizieren…

    • 30. Juni 2016 at 14:49 —

      Es war natürlich James Douglas, der Tyson in Tokyo entzauberte.

      Du hast den Quotenfehler gefunden. Das gibt ne Freikarte für Tysons nächsten Kampf … 😉

  4. 30. Juni 2016 at 21:28 —

    wer ist james tucker???
    ach fuchsi….quotenfehler nr. 1004…..
    bleib lieber bei deinen girlie-fights..da haste mehr ahnung von…

    happy birthday champ…
    hättest du nicht so viele dämonen ihn dir,was wäre da noch gekommen….die prime im knast vergeudet….

  5. 2. Juli 2016 at 13:04 —

    Tyson hat doch 2002 gegen Lennox Holyfield durch Ko in Runde 16 verloren!!! Aus heutiger Sicht würde Tyson wohl alle derzeitigen Weltmeister nach 3 Runden aus dem Ring bomben…

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