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Mike Tyson vs Roy Jones jr – Streit ums Geld?

Nachdem es zuerst hieß, die Lager beider Boxer hätten sich einvernehmlich über die Verschiebung des Kampfes vom 12. September auf den 28. November geeinigt, sorgt Roy Jones jr nun für Unruhe. Der 51-jährige hat angeblich hat gedroht, sich aus dem Kampf zurückzuziehen.

Jones’ Argument: durch die Verschiebung würden ihm Einnahmen entgehen. Aus diesem Grund müsse er entsprechend entschädigt werden. Im Interview mit der britischen Boulevardzeitung „Daily Mail“ hat Jones jr erklärt, dass er bereits seine Anwälte eingeschaltet hat. Sinngemäß sagte Jones jr: „Warum sollte ich das Datum ändern und den Rest meines Jahres durcheinander bringen? Ich habe dem 12. September zugestimmt.”

Weiter äußerte Jones: „Ich musste andere Sachen absagen. Es hat meinen Kalender durcheinander gebracht. Ich bin kein Vollzeitboxer mehr, also mache ich andere Dinge, um ein Einkommen zu erzielen. Und wenn ich andere Dinge nicht tun kann, sollte ich dafür entschädigt werden! Wenn sie es nicht machen, ist es das gewesen!“

Klingt – zumindest für meine Ohren – nicht sonderlich glaubwürdig, sondern eher so, also ob Roy Jones jr noch ein wenig Kasse machen möchte. Möglicherweise befürchtet der Ex-Weltmeister auch, dass Mike Tyson ihn im Ring schlagen könnte. Immerhin hat ‚Iron‘ Mike bereits angekündigt, er würde die Regeln der California State Athletic Commission ignorieren. Denen zufolge solle das Ganze eher eine Art Sparringskampf werden. Andy Foster, Executive Director der CSAC, hat dazu gesagt: „Sie können hart sparren, aber sie sollten keinen Knockout anstreben! Ich habe ihnen gesagt: Verletzt sich jemand dabei, ist das Ganze vorbei!“ Tyson erklärte im Gegenzug: „Wenn sich die Möglichkeit (für einen KO) ergibt, versuche ich immer, sie zu nutzen!“

Wie dem auch sei, die Aktion wirft kein gutes Licht auf Roy Jones jr. Zwar gibt es Gerüchte, wonach Mike Tyson wieder in den Ring steigt, weil er Geld braucht, Tyson behauptet aber, er würde seine Börse komplett für wohltätige Zwecke spenden. Der 54-jährige dürfte zudem mit seiner rund 16 Hektar großen Marihuana-Plantage „Tyson Ranch“ finanziell gut abgesichert sein.

Nun bleibt abzuwarten, ob die skeptischen Boxfans, die schon bei den ersten Berichten über den Fight zwischen Mike Tyson und Roy Jones jr befürchteten: „Ich wittere schon, dass der Kampf nicht stattfinden wird, man wird es zwei-, dreimal verschieben und irgendwann im nächsten Jahr kommt dann die profane Absage von einem der beiden, dass man sich doch irgendwo nicht einigen konnte.“ Recht haben.

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1 Kommentar

  1. 19. August 2020 at 15:23 —

    Naja, Tyson’s Aussage bezüglich des angestrebten KO’s würde ich jetzt nicht mehr Aufmerksamkeit schenken als nötig und diese mal als legitimes Marketing abtun. Gibt da draussen genug Teilzeit Neandertaler, die beim Anblick von zwei schwitzenden Mit-50ern, die sich KO prügeln, einen halbsteiffen bekommen. Wer will schon einen Kampf sehen, der unter dem Motto “Dabei sein ist alles” vermarktet wird? Ich bin gespannt ob der Kampf kommt und falls nicht….. Eeeegal…

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