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Mike Tyson vs Roy Jones jr – Der Kampf

Nach langem Warten, einem musikalischen Vortrag von Snoop Dog und endlosen Plaudereien auf dem gewählten Streamkanal war es am Sonntagmorgen gegen 5:50 Uhr endlich soweit: Zwei der größten Namen der Boxgeschichte, Roy Jones jr und Mike Tyson stiegen in den Ring.

Die Erwartungen der Fans konnten unterschiedlicher nicht sein. Alles war möglich. Beim zuschauen wurde man dann aber doch recht bald auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Es passierte nichts außergewöhnlich Spektakuläres. Jones jr streute immer wieder mal hauptsächlich mit dem Jab Einzelhände ein und war dann aber sehr darauf bedacht, sich durch eine schnelle Seitwärtsbewegung der rechten Schlaghand Tysons zu entziehen.

Flüssige Aktionen waren allerdings eher die Seltenheit. Jones jr war von Beginn an darauf aus, dass Tyson nicht in seinen Rhythmus kommt und sich entfalten kann. Man sah von den 16 Minuten gesamter Kampfdauer bestimmt 10 davon, wo geklammert wurde. Der Ringrichter musste Tyson und Jones jr – zig Mal trennen. Doch das nützte nicht viel, Sekunden später klebten sie wieder aneinander.

Dabei kam auch zum tragen, dass die Runden auf 2 Minuten begrenzt waren. Immer wenn man glaubte, der Kampf käme jetzt mal so langsam in Fahrt, war die Runde schon wieder vorbei. In Runde 4 und 5 versuchte Tyson etwas mehr und traf Jones jr mehrmals. Jones jr konnte das aber wegstecken und sich auf schnellen Beinen und mit gewohnten Meidbewegungen entziehen.

Tyson war es auch jetzt, der den Kampf bestimmte. Jones jr war erstaunlicherweise nicht gerade der konditionell bessere Boxer. Man muss Tyson Respekt zollen, dass er nach so langer Ringabstinenz, all seinen früheren Eskapaden und Gewichtsproblemen doch so fit in diesem Kampf zu sehen war.

Das Ergebnis war das erwartete Unentschieden, obwohl man den Kampf normalerweise verdient an Tyson hätte geben können. Es war nicht der tollste Kampf, aber es war als Boxfan ein Erlebnis, zwei Boxsportlegenden gegeneinander kämpfen zu sehen. Beide konnten wenigstens noch einmal andeutungsweise vorzeigen, was sie früher mal auszeichnete: Tyson mit seinen unaufhaltsam wirkenden Angriffen und Jones jr mit seiner Reaktionsschnelligkeit und seinen intelligenten Meidbewegungen. Beide verzichteten darauf, mit der Brechstange gewinnen zu wollen. Tyson schlug nicht mit brachialer Gewalt an den Kopf von Jones jr und der verzichtete auf harte Leberhaken, mit denen er früher so manchen Gegner traktiert hat. Tyson und Jones jr mussten niemandem mehr etwas beweisen. Tyson hat laut Internet-Angaben für diesen Kampf 10 Mio Dollar bekommen, die er komplett für soziale Projekte spenden will. Für Jones jr, der nach dem Unentschieden erklärte für ein Rematch bereit zu sein, soll es wenigstens 3 Mio gegeben haben. Es sei ihnen gegönnt.

Hier der ganze Kampf:

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3 Kommentare

  1. 30. November 2020 at 06:25 —

    Es sei ihnen gegönnt…
    Sehr interessanter Bericht.
    Danke .

  2. 30. November 2020 at 09:17 —

    Tyson kann devinitiv WBA Weltmeister werden ,für einen Charr reicht es!
    Dann wäre er nicht nur jüngster Weltmeister sondern auch àltester😁😁😁natürlich nur wunschdenken

  3. Einfach schlimm das ganze

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