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Mikaela Mayer vs Maiva Hamadouce – 5. November in Las Vegas

Zu einem Top-Frauenkampf kommt es am 5. November in Las Vegas. Die beiden Super-Federgewichtlerinnen Mikaela Mayer (WBO-Weltmeisterin) und Maiva Hamandouce (IBF-Weltmeisterin) wollen zu einem Titelvereinigungskampf antreten. In der Boxrecwertung stehen Mayer und Hamadouce hinter Delfine Persoon auf #2 und #3 des Super-Federgewichts. Man kann getrost davon ausgehen, dass dieser WM-Kampf auf hohem Niveau stattfinden wird.

Es werden sich also zwei Weltmeisterinnen gegenüber stehen, die ihre beiden Gürtel sicher nicht geschenkt bekommen haben. Doch was den Stil anbelangt, könnten die beiden 31-jährigen Boxerinnen kaum unterschiedlicher sein. Michaela Mayer kann auf eine sieben Jahre lange Amateurkarriere verweisen, die allerdings nicht nur von Erfolgen gezeichnet war. Von 87 Kämpfen gewann sie 62. Sie wechselte 2017 zu den Profis und wurde gleich von Bob Arum unter Vertrag genommen. Seit 2020 ist sie WBO-Weltmeisterin im Super-Federgewicht und verteidigte diesen Titel bisher nur einmal. Ihr Boxstil ist auf Punktsiege ausgerichtet. Sie boxt zwar technisch einigermaßen gut, aber ihr fehlt die Schlagkraft, um Kämpfe vorzeitig zu gewinnen. Mayer absolvierte bisher 15 Profikämpfe, von denen sie 5 vorzeitig gewinnen konnte. Sie ist „von Haus aus“ sehr vermögend und konzentriert sich voll auf den Boxsport.

Hier der letzte Kampf von Mikaela Mayer gegen die Argentiniereín Erica Farias:

Etwas anders sieht es bei Maiva Hamadouce aus. Sie kommt nur auf 23 Amateurkämpfe, von denen sie 15 gewann. Die Französin wechselte bereits 2013 zu den Profis, wurde 2016 IBF-Weltmeisterin und verteidigte ihren Gürtel bisher sechs Mal. Seit 2018 wird sie vom ehemaligen WBA-Weltmeister und Olympiasieger (2000) Brahim Asloum promotet. Sie hat bisher 23 Profikämpfe bestritten, von denen sie nur einen nach Punkten verlor. 18 ihrer Kämpfe konnte sie vorzeitig beenden. Das macht deutlich, wo ihre hauptsächliche Stärke liegt. Hamadouce hat die Power, jederzeit für ein schnelles Kampfende zu sorgen. Sie ist voll berufstätig und arbeitet als Polizistin in Paris.

Hier der letzte Kampf von Maiva Hamadouce gegen Mina Pavlovic:

Was kann man unter diesen Voraussetzungen am 5. November erwarten? Jede Logik spricht dafür, dass die Französin die besseren Voraussetzungen mitbringt, um mit 2 Gürteln den Ring zu verlassen. Aber was, wenn der Kampf doch gegen jede Erwartung über die Runden gehen sollte und die Punktrichter über Sieg und Niederlage zu entscheiden haben? Die Antwort kann man mal getrost offen lassen.

Über die weitere Card ist noch nichts bekannt gegeben worden. Wie üblich wird dieses Freitags-Event von Bob Arum über ESPN vermarktet.

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