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Mikaela Lauren und die Gegnerwahl

Es ist ja nicht die Regel, aber leider immer wieder mal so, dass angesagte Kampfpaarungen dann doch nicht zustande kommen. Von besonderem Pech scheint in dieser Angelegenheit die schwedische WBC-Weltmeisterin im Halbmittelgewicht zu sein. Die 39-jährige Mikaela „Destiny“ Lauren ist dem deutschen Publikum vor allem durch ihre Kuss-Attacke beim „face to face” vor dem Kampf gegen Christina Hammer bekannt. Der Kampf selber war dann weniger spektakulär.

Zuletzt boxte Lauren im März auf Trinidad & Tobago. Schon damals war alles anders angekündigt, als es dann kam. Es ging eigentlich um einen Kampf gegen Lorissa Rivas. Zuvor sollte es am 28. Februar ein kleineres Event geben, bei dem beide Boxerinnen gegen andere Gegnerinnen antreten sollten. Der Kampf zwischen Lauren und Rivas sollte dann am 28. März folgen. Doch letztendlich kam es dann am 21. März zu einer Veranstaltung, wo beide jeweils einen 6-Runden Kampf absolvieren. Rivas brauchte für ihre Gegnerin 3 Runden. Lauren 2 Runden mehr, um einen vorzeitigen Sieg einzufahren. Zu dem Kampf zwischen Lauren und Rivas kam es nicht. Alles in Allem wohl eher ein Gastspiel in der Karibik zum Winterausklang, als der angeblich angedachte WM-Fight.

Neues Spiel, neues Glück: Für den 6. Juni wurde ein Titelvereinigungskampf zwischen Mikaela Lauren (WBC) und Hanna Gabriel (WBO) in Stockholm angekündigt. Vereinigungskämpfe sind selten, bei Frauen erst recht. Doch auch jetzt scheint dieser mit Pauken und Trompeten angekündigte Kampf dahin zu sein. Die schwedische Nachrichtenseite „aftonbladet.se“ berichtet darüber, dass Lauren „einen Alptraum erlitten“ und es die „verdammte Hölle“ für sie ist, dass der Vereinigungskampf nun doch nicht stattfinden kann. Grund: Die Verbände WBO und WBC hätten sich nicht einigen können. Soll man das wirklich glauben?

Im gleichen Atemzug wird dann aber sofort eine „Ersatzgegnerin“ präsentiert: Die Amerikanerin Victoria Cisneros. Die 30-jährige aus Albuquerque / New Mexiko wird am 6. Juni in Stockholm gegen Mikaela Lauren antreten. Dabei geht es um die Verteidigung des WBC-Titels und um den vakanten Titel des Verbandes „Universal Boxing Federation“ (UBF). Cisneros scheiterte zuletzt 3x hintereinander in WM-Kämpfen gegen Rola el Halabi, Chevelle Hallback und Tori Nelson. Sie hat einen Kampfrekord von 11(4)-17(4)-2. Sowohl die Tatsache, dass sie die letzten 3 Kämpfe verloren hat, als auch ihr negativer Kampfrekord scheinen nicht daran zu hindern, erneut um eine Doppel-WM zu boxen. Man stünde unter Zugzwang und es sei für Lauren ein „Traummatch“ gewesen, den Vereinigungskampf in Stockholm zu machen. Man habe rund um die Uhr gearbeitet um diese Gala zu organisieren und nun sei alles wegen Verbandsstreitigkeiten in Gefahr geraten. Deshalb sei man froh darüber, mit Cisneros Ersatz gefunden zu haben.

Es soll wohl der Eindruck entstehen, man habe nun keine andere Wahl gehabt. Doch wenn man richtig darüber nachdenkt, beschleicht einen schon ein mulmiges Gefühl, ob das alles wirklich so gelaufen ist wie es jetzt verkündet wird. Cisneros stand ein halbes Jahr nicht im Ring und soll nun von jetzt auf gleich binnen einer Woche für einen WM-Fight bereit sein? Das klingt schon merkwürdig.

Merkwürdig ist auch, weshalb man der Einfachheit halber nicht das nahe liegendste gemacht hat. In Schweden gibt ganze 2 Halbmittelgewichtlerinnen. Neben Mikaela Lauren kämpft auch Maria Lindberg in dieser Gewichtsklasse. Lindberg ist Weltmeisterin der Verbände WIBF, WIBA und GBU und hat am vergangenen Wochenende in Hamburg einen stay-busy Fight absolviert. Resultat: Sieg durch KO 2. Sie wäre bestimmt nicht abgeneigt gewesen, in Stockholm gegen Lauren um insgesamt 5 Gürtel zu kämpfen, wenn man sie denn gefragt hätte.

Dieses rein schwedische Duell würde in Stockholm großes Aufsehen hervorrufen. Man kann gespannt sein, ob es jemals dazu kommen wird. Oder geht Lauren etwa starken Gegnerinnen aus dem Weg? Sie wäre damit sicher nicht die einzige Boxerin, die große Kämpfe ankündigen um dann doch nur kleine zu machen. Man kennt so etwas auch in Deutschland.

von Johannes Passehl

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13 Kommentare

  1. 4. Juni 2015 at 02:43 —

    @ Johannes

    Was schreibst du eigentlich immer so überflüssige Berichte? Das will sich doch keiner lesen……gibs doch einfach auf und mach Platz für jemanden der den Job ernst nimmt…..

    • 4. Juni 2015 at 15:53 —

      klasse Idee !!! – bewirb dich am besten gleich unter der im Impressum angegebenen mailadresse.

      Ich kann nichts daür, wenn dein Boxsport-Horizont sehr schmal ausgeprägt ist und du nur an Themen interessiert bist, die eh durch alle Mainstream-Medien jagen.

  2. 4. Juni 2015 at 11:27 —

    Generell habe ich ja nichts gegen das Frauenboxen,auch wenn ich der Meinung bin das Frauen im Boxring nichts zu suchen haben.
    Bei den Männern wird oft bei einer freiwilligen TV über die Gegnerwahl geschimpft/diskutiert,aber bei den Frauen ist das ja oft noch viel grenzwertiger,so wie jetzt auch in diesem Bericht zu lesen ist.
    Dazu kommt das bei den Frauen oft um Titel geboxt wird,die bei den Männern nicht wirklich eine Rolle spielen,z.B. GBU,GBC,IBA,UBF,etc……
    Somit wird das Frauenboxen,von einigen wirklich guten Kampfpaarungen mal abgesehen, nie den Stellenwert haben wie es bei den Männern der Fall ist!

  3. 4. Juni 2015 at 16:38 —

    Frauen sollten generell keinen professionellen Sport betreiben außer von mir aus Tanz, Eiskunstlauf oder Ballett.
    Sie sollten ihre Kräfte lieber dazu benutzen den Mann zu versorgen.

    • 4. Juni 2015 at 21:17 —

      Hopfen und Malz …

    • 5. Juni 2015 at 10:33 —

      Ich geh jede Wette ein das jede drittklassige Boxerin, mit dir Internethelden den Ringboden wischt. Dann kann deine imaginäre Frau ihre Kräfte bündeln um deine Wehwechen zu versorgen.

      • 5. Juni 2015 at 10:47 —

        Ich gehe jede Wette, dass du bei dem Gedanken eine kleine aber immerhin harte Latte bekommen hast du fieser Sachse.
        Zum Glück schreibst du nicht wie du sprichst.

        Frauenboxen ist genau so wie Behindertensport…..keinen interessiert es

        • 5. Juni 2015 at 11:17 —

          Woher willst du wissen wie ich spreche du Nacktmull??? Ich interessiere mich auch nicht für Frauenboxen, finde aber die Aussage das sie generell keinen Profi-Sport betreiben sollen und den folgenden Dünnschiss von dir, schon recht Hinterwäldlerisch. Aber es spiegelt deine geistige Reife wider und leider zeigt es auch auf, wie sehr deine Eltern in der Erziehung versagt haben und aus welchen mittelalterlichen traditionsverankerten, dümmlichen Familienverhältnissen du entstammst. Du bist bemitleidungsdürftig, aber kannst eigentlich gar nichts für deinen beschränkten Horizont, dadurch das dir die Tradionsrolle vorgelebt wurde. Also schweig du kleiner Maulheld.

          • 5. Juni 2015 at 11:18

            Traditionsrolle sollte da hin.

    • 5. Juni 2015 at 17:18 —

      CB
      frage mich echt, wo du lebst!
      sieh dir fußball, handball, hockey usw der frauen an, so schlecht sind die doch gar nicht.
      schätze mal,,einen siebenkampf bekommst du auch nicht hin, wo ist das problem?

      • 5. Juni 2015 at 22:01 —

        “So schlecht sind die doch gar nicht ” reicht vollkommen.
        Wenn ich mir Sport anschaue möchte ich die Fähigkeiten eines Menschen bewundern und da Männer halt mehr Muskelmasse besitzen sind männliche SpirtleSSportler vergleichsweise besser als Frauen in allen Sportarten.
        Warum sollte ich mir das zweit Beste antuen ?

        • 6. Juni 2015 at 00:48 —

          @ CantplayBoxing
          Du musst es dir ja nicht angucken, aber zumindest mal akzeptieren dass alle den Sport betreiben den sie betreiben wollen und wenn es Leute gibt die sich die professionellen Sportlerinnen angucken dann hat es auch seine Berechtigung. Kein Grund zu sagen dass Frauen keinen Sport professionell betreiben sollten nur weil du es dir nicht anguckst.

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