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Miguel Vazquez verteidigt IBF-Titel erfolgreich – Dominanter Sieg gegen Ameth Diaz

IBF-Leichtgewichtsweltmeister Miguel Vazquez gewann am Samstagabend in Mexiko auch seine dritte Titelverteidigung einstimmig nach Punkten. Der 25-jährige Mexikaner dominierte seinen Pflichtherausforderer Ameth Diaz mühelos zwölf Runden lang und schickte den Panamesen dabei zudem einmal zu Boden. Zwei der drei Punktrichter gaben dem Titelverteidiger am Ende verdientermaßen alle Runden.

Ameth Diaz agierte direkt vom ersten Gong weg als Aggressor. Er stürmte nach vorne und schlug wilde und weite, aber auch harte Haken, denen Vazquez gut auswich. Dieser konterte gekonnt mit dem Jab und hielt den Kampf auf der von ihm bevorzugten Distanz indem er sich gut bewegte und immer wieder seinen sehr guten Jab herausstreckte. In der ersten Runde landete er zudem die beiden besten und härtesten Schläge, als er zuerst einen linken Haken als Konter ins Ziel brachte und später per Jab eine starke rechte Gerade vorbereitete. Auch in der zweiten Runde behielt der Titelverteidiger die Oberhand, obwohl der Kampf etwas infightlastiger wurde. Doch auch in der Nahdistanz brachte Vazquez eine gute Rechte an den Mann bevor er Diaz wieder auf langem Arm hielt. Vazquez konterte weiter geschickt und präsentierte sich vor allem sehr effektiv, wenn er den Jab von Diaz mit seinem eigenen deutlich besseren Jab abkonterte. Diaz war bereits zu diesem Zeitpunkt etwas ratlos und wechselte in dieser Runde in die Rechtsauslage, was ihm jedoch auch nicht mehr Erfolg bescherte.

Nach einem linken Haken von Vazquez war Diaz im dritten Durchgang dann plötzlich angeschlagen, und Vazquez setzte energisch nach. Eine harte rechte Gerade folgte wenige Sekunden später und nach einer längeren Kombination wankte Diaz sichtlich und fiel rücklings in die Ringecke ohne jedoch zu Boden zu gehen. Er clinchte geistesgegenwärtig und zeigte sich schnell danach auch wieder erholt. Doch bereits in der nächsten Runde sah er sich wieder den Angriffen von Vazquez ein wenig hilflos ausgesetzt. Eine Rechte zur Schläfe verschaffte Diaz erneut wacklige Beine und Vazquez sprang wieder an den Mann heran um dort Kombinationen auf Diaz einprasseln zu lassen. Wie in der Runde zuvor erholte sich Diaz jedoch wieder recht schnell, was dieses Mal jedoch von nicht so langer Dauer war. Vazquez dominierte das Geschehen problemlos und landete eine Minute später den nächsten Treffer, der Diaz beeindruckte. Nach einem linken Haken gefolgt von einer Rechten stolperte der Herausforderer durch den Ring und war kurz davor zumindest mit den Händen den Boden zu berühren, doch konnte sich gerade noch aufrecht halten.

Vazquez hatte alles im Griff und brauchte sich schon längst nicht mehr nur auf Konter zu verlassen, sondern ergriff auch immer wieder die Initiative mit seinen schnelleren Händen und besserem Timing. Defensiv wirkte Ameth Diaz regelmäßig unsicher auf den Beinen, was sicherlich auch an seiner schlechten Beinarbeit lag, und offensiv verpassten seine Schläge zumeist ihr Ziel deutlich. Auch wenn sich Miguel Vazquez eine kleine Auszeit gönnte wie in der fünften Runde, konnte Diaz dies nicht nutzen und gab die Runde trotzdem ab. Vazquez nutzte jeden Fehler von Diaz aus, und der Herausforderer machte nicht wenige. In der sechsten Runde stürmte er ungestüm heran um eine telegrafierte Rechte zu landen, doch Vazquez konterte diese mit einer kürzeren und schnelleren Rechten ab, die schneller ihren Weg ins Ziel fand, und Diaz, dessen Balance zu wünschen übrig ließ, zu Boden schlug. Nicht wirklich angeschlagen stand dieser schnell wieder auf, doch änderte seine Taktik nicht und lief so in weitere Konter des souverän boxenden Titelverteidigers.

Die Einseitigkeit des Kampfes änderte sich auch in der zweiten Kampfeshälfte nicht mehr, da Vazquez so wie er boxte den Kampf komplett kontrollierte und nichts zu ändern brauchte, und Diaz anscheinend nichts anderes einfiel um den Kampfverlauf zu drehen. Vazquez blieb in allen Belangen haushoch überlegen ohne dabei jedoch noch einmal nahe an einen KO heran zu kommen, und so war es nach zwölf Runden die einfache Aufgabe der drei amerikanischen Punktrichter den Sieger zu bestimmen. Diese waren sich grundsätzlich einig und sahen Miguel Vazquez mit 120-107, 119-108 und 120-107 auch in der Höhe vollkommen verdient als Sieger. Nach Siegen gegen Ricardo Dominguez und Leonardo Zappavigna war es für den 25-Jährigen die dritte erfolgreiche Titelverteidigung seitdem er den vakanten Gürtel im August 2010 gegen Ji Hoon Kim gewonnen hatte. Der 28-jährige Ameth Diaz hingegen scheiterte in seinem bisher einzigen Titelkampf und musste bereits seine elfte Profiniederlage einstecken.

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