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Miguel Berchelt zerstört Jonathan Barros in 3 Runden

Beitragsbild: WBC

Der Kampf konnte ungleicher kaum sein. Berchelt lies von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass er vor seinen heimischen Fans eine Glanzleistung hinlegen wollte. Er drückte den Gastboxer aus dem Land der Gauchos in die Defensive und lies ihn gar nicht erst richtig in den Kampf kommen. Barros versuchte sich mutig zu wehren, was ihm allerdings nur mäßig bis schlecht gelang.

Wenige Sekunden vor dem Ende der 2. Runde musste Barros nach einer Schlagkombination zum Kopf in einer Ringecke runter. Die Pausenglocke rettete den nun mittlerweile „gebrochenen“ Herausforderer. In der 3. Runde machte Berchelt weiter Tempo. Er deckte Barros pausenlos mit Schlägen ein. Die Runde war zur Hälfte vorbei, als der Argentinier wieder runter musste. Zum Anzählen kam es nicht mehr.

Die Ecke des Argentiniers hatte genug gesehen. Der Trainer zeigte Verantwortung und nahm seinen Schützling offensichtlich gegen dessen Willen aus dem nicht zu gewinnenden Kampf. So ein konsequentes Vorgehen der Ecke sollte man sich öfter wünschen. Dem Ringrichter blieb Nichts weiter übrig als die Arme zu heben und den Kampf zu beenden. Berchelt, sein Promoter und das Publikum hatten bekommen, was sie wollten.

Berchelt hatte den WBC-Gürtel Anfang 2017 in einem harten Fight von Francisco Vargas durch ein KO 11 geholt und ein halbes Jahr später gegen Ex-Champ Takashi Miura klar nach Punkten verteidigt. In diesem Jahr gab es bereits eine Titelverteidigung in Cancun gegen den Ghanaer Maxwell Awuku, den Berchelt mit einem TKO 3 abfertigen konnte. Das gleiche Ergebnis gab es am Samstag bei seiner Heimvorstellung. Nach diesen zwei etwas leichteren Kämpfen, wird sich Berchelt wohl demnächst wieder einem etwas stärken Gegner stellen. Interessant wäre auf jeden Fall ein Rematch gegen Francisco Vargas (WBC #2) oder ein Spitzenfight gegen WBC #1 Miguel Roman.

Berchelt nach dem Kampf: „Ich fühlte mich stark. Der argentinische Boxer konnte mich auf keinen Fall vor meinem yucatanischem Volk schlagen. Gott sei Dank konnte ich ihnen diesen Triumph geben.“

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