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Miguel Angel Garcia nach KO-Sieg über Barros heiß auf Duell mit Salido

Der ungeschlagene Federgewichtler Miguel Angel Garcia ließ am Samstagabend in Las Vegas auch seinem dreißigsten und bis dato wohl stärksten Profigegner keine Chance. Der 24-jährige US-Amerikaner entledigte sich des Ex-Weltmeisters Jonathan Victor Barros innerhalb von acht Runden und zeigte eine imposante Leistung. Nun hofft „Mikey“ Garcia auf eine Chance gegen WBO-Weltmeister Orlando Salido, der ursprünglich schon gestern gegen Garcia hätte antreten sollen bis ihn jedoch eine Verletzung daran hinderte und Barros für ihn einsprang.

In einer relativ ereignisarmen ersten Runde tasteten sich beide Boxer noch etwas ab, wobei Garcia durchaus gute Jabs abfeuerte und das Tempo diktierte. Der 24-Jährige ist als Langsamstarter bekannt und legte auch im zweiten Durchgang kaum an Tempo zu. Aus der Distanz heraus agierte er abwartend und benutzte hauptsächlich seinen Jab. Es sah so aus als vermied er es hauptsächlich Fehler zu begehen, während er auf Fehler bei Barros wartete, welcher allerdings auch nur damit beschäftigt war seinen Jab zu etablieren. Erst als Barros sich in der letzten Minute der Runde kurz an den Seilen stellen ließ, ließ Garcia erstmals sein komplettes Arsenal ein wenig aufblitzen.

Nach einer weiteren ruhigen dritten Runde genoss Jonathan Barros in Runde Vier erstmals ein wenig mehr Erfolg. Er wurde aktiver, doppelte seinen Jab und variierte zwischen Körper und Kopf, während Garcia sich eine kleinere Auszeit nahm. Auch in der fünften Runde blieb Barros aggressiv und suchte sein Glück in der Offensive, als der Kampf etwas an Fahrt aufnahm und von beiden Boxern mehr Treffer durchkamen. Es wirkte jedoch weiterhin zu fast jedem Zeitpunkt so als hätte Garcia die volle Kontrolle über den Kampf und warte lediglich geduldig auf sich ergebende Lücken. Da diese allerdings noch nicht so offensichtlich waren, plätscherte der Kampf in den Runden Sechs und Sieben ein wenig vor sich hin. Zwar waren beide weiterhin aktiv und vor allem Miguel Angel Garcia brachte seine Schläge ins Ziel, jedoch hinterließen noch keine Treffer wirkliche Spuren beim Gegner. Auch ein harter linker Haken von Barros in der siebten Runde schüttelte Garcia nur kurz durch.

Erst in der achten Runde änderte sich das, als Garcia plötzlich Barros mit einem unvorbereiteten harten linken Haken zum Kopf erwischte. Der 28-jährige Argentinier sackte zu Boden und fand erst wieder auf die Beine, als der Ringrichter bei Acht angekommen war. Dieser fragte ihn daraufhin ob er weiter machen wolle, und Barros schüttelte mit dem Kopf. Ringrichter Robert Byrd vergewisserte sich noch einmal, und der Argentinier winkte mit „No mas“ ab.

Durch den Abbruch feierte „Mikey“ Garcia seinen dreißigsten Sieg seiner sechsjährigen Profikarriere in ebenso vielen Kämpfen. Zum sechsundzwanzigsten Mal fiel dieser dabei vorzeitig aus. Für Barros hingegen, der zum ersten Mal gestoppt wurde, war es die vierte Profiniederlage im neununddreißigsten Kampf. Während der Argentinier damit aus der Weltspitze im gut besetzten Federgewicht ein wenig wegfällt, untermauert Garcia nicht nur seinen Ruf als eines der größten Talente des Sports, sondern bleibt auch an einem Titelkampf mit Weltmeister Orlando Salido dran, den nur eine Verletzung im Training daran gehindert hatte statt Barros gegen Garcia anzutreten. Als möglicher Termin für den Kampf steht der 13. Februar im Raum.

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1 Kommentar

  1. johnny l.
    11. November 2012 at 22:35 —

    mikey ist schon eine macht, ein chirurg im ring. nicht dass ich das besonders attraktiv finde, was er macht, aber seine präzision ist schon beeindruckend. salido dagegen ist einer meiner heros, bin mal gespannt

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