Top News

Michaela Mayer holt sich den zweiten WM-Gürtel

Mit einem Punktsieg über die Französin Maiva Hamadouche konnte sich die Amerikanerin Mikaela Mayer neben ihrem WBO-Gürtel im Super-Federgewîcht auch den Titel den Verbandes IBF holen. Nach 10 Runden entschieden sich die Punktrichter bereits am Freitag Abend bei der Top-Rank-Veranstaltung in Las Vegas mit 98:92, 99:91 und 100:90 recht deutlich für Mayer.

Wenn man zugegebenermaßen bisher vielleicht dachte, Michaela Mayer betreibt den Boxsport nur als Hobby einer gut betuchten jungen Frau, wurde man bei diesem WM-Kampf eines besseren belehrt. Schon bei der Kampfansetzung wusste man, dass diese Gegnerin gewiss nicht leicht zu knacken ist. Immerhin war die Polizistin aus Paris als Weltmeisterin angereist und es war anzunehmen, dass sie mindestens genau so große Chancen hatte, den Ring mit 2 Gürteln zu verlassen, wie die Heimboxerin. Schließlich helfen im Ring keine Millionen auf dem Bankkonto, sondern die bessere boxerische Ausbildung und Kondition.

Als bisheriger Nicht-Fan von Mayer war man skeptisch, ob sie der Französin überhaupt gewachsen ist. Bisher war man vielleicht etwas misstrauisch, was Mayers Gegnerwahl anbelangt. War ihr Erfolgsweg bei Bob Arum vielleicht vorgezeichnet und stand bis zum WM-Titel wie auf Schienen? Welche Rolle spielt dabei ihr finanzieller Backround? Hat sie sich bei Top-Rank nur (r)eingekauft und womöglich bisher nur gegen gekaufte Gegnerinnen gekämpft?

Davon konnte man gegen Hamadouche bestimmt nicht ausgehen. Wer sich den Kampf anschaut, sieht von der ersten bis zur letzten Runde recht deutlich den Siegeswillen beider Boxerinnen. Die Mehrzahl der Runden war knapp, weil beide sich ins Zeug legten und eine gute Performance boten. Allerdings war es komischerweise Mayer, die souveräner boxte und es sah fast so aus, als wäre sie es, die über die größere Erfahrung verfügt. Immerhin hat Sie die Mehrzahl der Runden für sich entschieden und den Kampf verdient gewonnen. Ob man so weit gehen muss und ihr alle Runden zuschreibt, ist wohl etwas übertrieben.

Vielleicht hat Mayers Sieg indirekt doch ein wenig damit zu tun, dass sie wohlhabend ist und keinem Job nachgehen muss. Sie hat genug Zeit, dem Boxsport ausgiebig nachzugehen und kann sich gute Sparringspartnerinnen leisten. Das kann man von einer Hobbyboxerin wie Hamadouche wohl kaum sagen, die dem Sport nur nach Feierabend nachgeht.

Hier der Kampf:

https://youtu.be/LWLvcvzlB_Y
Voriger Artikel

Boxpodcast 322 – Felix Sturm trennt sich nach nur 11 Monaten von Universum!

Nächster Artikel

Ist Zhan Kossobutskiy ein Top 5-Anwärter?

9 Kommentare

  1. 8. November 2021 at 20:05 —

    HamadouCHe heißt die Gute. Es war ein guter, spannender Kampf mit einer verdienten Siegerin. Scores waren zu hoch, keine Frage, aber was das soll, immer wieder auf den finanziellen Background Mayers zu sprechen zu kommen, verstehe ich nicht. Meinst du, sie haben die Französin zum Verlieren eingekauft? Wenn nicht, war es nicht schon immer so, dass finanzielle Unabhängigkeit sportliche Leistung gefördert hat? Dass Hamadouche einen anderen Ansatz wählt, anstatt abhängig von Sponsorengehältern weiter einem Job bei der Polizei nachzugehen, ist ja wohl ihr eigenes Kalkül, da braucht sie kein Mitleid. Mairis Briedis ist auch Kriminalbeamter im Innendienst bei der lettischen Polizei, meines Wissens nach bis zum heutigen Tag. Daran liegt es bestimmt nicht, dass er gegen Usyk verloren hat.

    • 8. November 2021 at 20:17 —

      Danke für den Hinweis… Einmal falsch gemerkt – immer falsch geschrieben…

      Ich denke schon, dass es einen Unterschied macht, ob eine/r es sich leisten kann von früh bis spät zu trainieren, einen guten Trainer und Sparringspartner suchen und bezahlen kann oder ob er so ganz nebenbei einen Vollzeitjob nachgehen muss, um seine Brötchen zu verdienen. Dabei hängt es ja auch davon ab, ob es Freistellungen von der Arbeit gibt oder nicht.

  2. 10. November 2021 at 13:48 —

    TOP NEWS:
    Der Prozess gegen Tom Schwarz ist eingestellt worden.
    “Das Gericht sah den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung als nicht erwiesen an.”
    Auch wenn eine Einstellung gegen Geldzahlung von 2500€ eine Art Freispruch 2. Klasse ist so ist doch klar, dass es zu so etwas nur kommt wenn die Staatsanwaltschaft nicht mehr davon ausgeht den Fall zu gewinnen. Kann mich noch erinnern wie er auch hier vorverurteilt wurde. Wie so üblich verläuft sowas nach der Medialen Hinrichtung meist im Sande. Der Schaden für den Betroffenen ist trotzdem immens!

    • 10. November 2021 at 14:15 —

      Wenn Tom Schwarz 2.500 Euro gezahlt hat dann war es ein Strafbefehl den Schwarz besser darstellen lässt wie ein Prozess wo eine Verurteilung droht und der grösste Vorwurf war das er angeblich mit der Faust zugeschlagen haben soll obwohl ein Schubser bei einer Frau ausgereicht hätte

      • 10. November 2021 at 14:22 —

        Nein das war es nicht. Es gibt die Einstellung gegen Geldauflage. Im Prinzip ist das ein Deal mit der Staatsanwantschaft. es ist aber keine verurteilung da es dadurch nicht mehr zu einem urteil kommt. das verfahren ist dann auch vollständig abgeschlossen. ein strafbefehl ist ein urteil gegen das du auch rechtsmittel einlegen kannst. das wurde z.b. auch christian wulff angeboten. er lehnt ab und dann erfolgte erst ein urteil. damals ein freispruch.
        “Nach endgültiger Einstellung erfolgt keine Eintragung in das Bundeszentralregister. Man gilt offiziell also als „nicht vorbestraft“ – es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.”

        • 10. November 2021 at 14:28 —

          Der Richter muss bekifft gewesen sein, das Urteil ist ein Skandal! Es ist ja erwiesen das er zugeschlagen hat und er seiner Ex damit dreimal den Kiefer gebrochen hat.
          Ursprünglich war die Anklage gefährliche Körperverletzung, der Richter erkannte aber nur eine Körperverletzung und somit kommt halt auch eine Geldstrafe in betracht.
          Na mal sehen wie es am 18.11. ausgeht…da hat Schwarz die nächste Gerichtsverhandlung…u.a. auch wieder wegen Körperverletzung!

          • 10. November 2021 at 14:58

            Es ist kein Urteil! Es kam zur Einstellung nach § 153a StPO. Es gibt gar kein Urteil. Tom Schwarz wurde nicht verurteilt. Ob es Körperverletzung war oder nicht wurde damit nicht mehr geklärt. Es hätte auch auf Freispruch hinauslaufen können. Eine Einstellung nach § 153a StPO kommt meist nur zu Stande wenn die Staatsanwaltschaft nicht mehr von einem Schuldspruch ausgeht. Um das Gesicht zu wahren bieten sie dann oft sowas an. Beispiel der Fall Wulff. Er lehte ab und wurde frei gesprochen!

      • 10. November 2021 at 14:24 —

        Nachtrag:
        “Auch strafrechtliche Nebenfolgen, wie beispielsweise berufsrechtliche Konsequenzen, sind im Fall einer Erledigung des Verfahrens gemäß § 153a StPO in aller Regel nicht zu erwarten.”
        D.h. es dürfte auch kein Berufsverbot gegen schwarz geben!

    • 10. November 2021 at 18:22 —

      Und ich dachte schon, es wäre was wichtiges …

Antwort schreiben