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Matthysse und Linares siegten erwartungsgemäß

Die beiden „Golden Boy Promotions“ Boxer Lucas Matthysse und Jorge Linares siegten bei einer Veranstaltung am Samstag in Inglewood. Während Matthysse ein KO 8 erzielte, musste Lianares überraschend über die volle Distanz gehen. Beide Gegner waren nicht unbedingt wirklich die erste Wahl und die Siege der beiden Favoriten vorhersehbar.

Für Lucas Matthysse sollte es mit diesem Kampf endlich zu dem lang ersehnten WM-Titel kommen. Der Argentinier steht zwar schon lange in der erweiterten Spitze, doch es sollte fast 15 Jahre dauern, bis er sich erstmalig einen WM-Gürtel umschnallen kann. Er schlug den bis dahin in 38 Kämpfen unbesiegten Thai Tewa Kiram in der 8. Runde KO und holte den vakanten WM-Gürtel. Schaut man allerdings etwas genauer hin, dann ist es genau so ein Gürtel der Preisklasse wie ihn Manuel Charr und Tyron Zeuge tragen. Es ist der „reguläre“ Titel der WBA. Der „richtige“ Weltmeister, also der Superchamp, ist Keith Thurman.

Bei Tewa Kiram fiel auf, dass er in der Pause in Runde 6 in seiner Ecke an einem kleinen Glas schnüffelte. Wie sich heraus stellte, war es harmloses „Tiger Balm“, was wohl seiner Atmung gut tun sollte. Doch das half alles nicht mehr. In Runde 8 war er bereits beim einem ersten Niederschlag schwer angeknockt und ging das zweite mal runter, ohne das es einen harten Treffer gab. Er blieb liegen und der Fight war vorbei. Nach dem Kampf wurde der Thai in ein Krankenhaus gebracht. Ob es zu einem Routinecheck ging oder ein größeres Problem vorlag, war bisher noch nicht zu erfahren.

Man mag der WBA vorhalten, dass sie ja eigentlich diese Titelvielfalt abschaffen will. Das ist soweit richtig. Warum wird dann nochmals ein „regulärer“ Titel ausgeboxt? Die Antwort liegt auf der Hand: Man verfolgt in allen Gewichtsklassen das gleiche Prozedere und will Highlights setzen. In allen Gewichtsklassen soll es zu einem Spitzenkampf zwischen dem regulären Champ und dem Superchamp kommen. Das Gleiche gilt auch für „unsere“ Weltmeister Charr und Zeuge. Auch sie werden sich irgendwann dem jeweiligen Superchamp stellen müssen. Voraus gesetzt sie bleiben reguläre Weltmeister und verlieren ihre Titel nicht schon vorher.

Beim zweiten WBA-WM-Kampf ging es im Leichtgewicht um die Titelverteidigung von Jorge Linares gegen Mercito Gesta. Hier tat sich Linares schwerer als in vielen seiner vorherigen Kämpfe. Der in Kalifornien lebende Philippino verlangte Linares einiges ab und blieb bis zum Ende der 12. Runde ein zäher Gegner. Das Urteil: 117:111 und 2x 118:110 war zwar eindeutig, aber schwer erkämpft. Gesta braucht sich seiner Leistung nicht zu schämen und konnte erhobenen Hauptes den Ring verlassen. Neben dem WBA-Gürtel verteidigte Linares bei diesem Kampf auch den WBC-Diamond-Belt und den „The Ring“ Gürtel.

Mit dieser Veranstaltung in Kalifornien ist die Winterpause bei Golden Boy Promotions beendet. In den nächsten Wochen stehen bereits 6 weitere Veranstaltungen (3x USA, 3x Puerto Rico) von Oscar de la Hoya an. Dazu kommt das Event mit dem Rematch zwischen GGG und Canelo, das aller Wahrscheinlichkeit nach im Mai stattfinden soll.

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1 Kommentar

  1. 29. Januar 2018 at 22:21 —

    Bin immer noch Matthysse Fan… aber Weltmeister ist er für mich immer noch nicht….. er muss Thurman oder Spence fighten… allerdings sehe ich ihn gegen beide als krassen Außenseiter

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