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Matthew Hatton übersteht frühen Niederschlag und schlägt Yuriy Nuzhnenko nach Punkten

Am Freitagabend hat Matthew Hatton erfolgreich seinen europäischen Weltergewichtstitel verteidigt, den er in seinem letzten Kampf gegen Gianluca Branco gewonnen hatte. Dem jüngeren Bruder von Ex-Weltmeister Ricky gelang ein zu deutlich ausgefallener Punktsieg gegen den Ukrainer Yuriy Nuzhnenko, nachdem er in der ersten Runde zu Boden musste.

Yuriy Nuzhnenko wird sich vermutlich darüber ärgern, dass es ihm in der ersten Runde nicht gelang den Kampf frühzeitig zu entscheiden, denn die Möglichkeit dazu war da. Nachdem der ehemalige WBA-Weltmeister eine rechte Gerade antäuschte, schlug er einen linken Haken um Matthew Hattons Deckung herum, der hart einschlug. Hatton ging zu Boden und war deutlich angeschlagen. Dafür, dass er die Runde überstand, konnte er sich auf bei Ringrichter Massimo Barrovecchio bedanken, der, bevor er den Kampf wieder freigab, Nuzhnenko mehrmals zurück schickte und Matthew Hatton somit mehr Zeit gab den Kopf wieder klar zu bekommen.

Auch in der zweiten Runde war der Ukrainer der bessere Mann, aber danach begann das Blatt sich zu wenden. Hatton fand langsam ein Rezept gegen Nuzhnenko, der ununterbrochen nach vorne ging und ein hohes Tempo vorlegte. Hatton bewegte sich viel und boxte im Rückwärtsgang aus der Distanz immer erfolgreicher. Der Jab und besonders die rechte Gerade fanden häufiger ihr Ziel, während Nuzhnenko vor allem mit dem linken Haken, den er auch sehr viel zum Körper schlug, Erfolg hatte. Spätestens ab der vierten Runde gelang es Matthew Hatton gut sich Nuzhnenko fern zu halten, und wenn der Ukrainer mal nahe heran kam, wusste sich Matthew Hatton, ähnlich wie sein Bruder Ricky, mit Klammern zu helfen.

Eine schwächere fünfte Runde ausgenommen, befand sich Hatton nun am Drücker und hatte den Kampf nach Punkten inzwischen gedreht. Nach acht Runden schien er auf dem besten Weg zu einem Sieg zu sein, aber das hohe Tempo von Nuzhnenko schien doch seinen Tribut zu fordern, und Hatton brach ein wenig ein, so dass der Ukrainer zum Schluss noch einmal die Kontrolle übernehmen konnte und die letzten vier Runden zumindest ausgeglichener gestalten konnte und wohl auch teilweise gewinnen konnte.

So schien die zwölfte und letzte Runde möglicherweise entscheidend zu sein, und Matthew Hatton steigerte sich noch mal im Vergleich zu den vorherigen drei Runden und lieferte sich eine schwer zu wertende letzte Runde. Im Endeffekt musste Hatton aber lediglich die letzte Runde auf den Beinen überstehen um das Urteil zu bekommen, da die drei Punktrichter den Kampf vorher unverständlich deutlich für den Engländer gesehen hatten. Während ein knapper Punktsieg für Hatton oder unter Umständen sogar ein Unentschieden gerecht gewesen wäre, waren die Punktstände der Offiziellen 117-110, 116-111 und 116-111.

Für Matthew Hatton bedeutet der Sieg neben einer erfolgreichen Titelverteidigung seines europäischen Titels, dass er in die Top 10 der WBA vordringt und auf einen Titelkampf in naher Zukunft hoffen darf.

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