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Matthew Hatton schießt überforderten Belge durch Leberhaken in Runde 3 ab

In einem schwachen Kampf, der zum Glück für die Zuschauer schnell vorbei war, verteidigte Matthew Hatton seinen europäischen Weltergewichtstitel erfolgreich in drei Runden. Gegner dabei war der bis dahin ungeschlagene Schweizer Roberto Belge, der aber seinen Kampfrekord gegen extrem schwache Gegner aufgebaut hatte und gegen Hatton völlig überfordert war.

Der Klassenunterschied war von der ersten Sekunde an zu sehen, als Belge technisch unbeholfen versuchte rechte Hände ins Ziel zu bringen, während Hatton trotz seiner höchstens europäischen Klasse schneller, beweglicher, schlagstärker und technisch versierter agierte. Bereits früh legte der Mann aus Manchester einen speziellen Fokus auf Körperarbeit und schlug einige linken Haken zum Körper, die durchkamen. Keiner der beiden boxte einen Stil, der Boxpuristen zur Verzückung bringen würde, und auch an Action war eher wenig geboten. Hatton hatte jedoch mehr vom Kampf und kam immerhin immer mal wieder gut durch. Landete eine wilde Rechte von Belge doch mal am Kinn von Hatton so zeigte die Power von dem Mann mit gerade mal vier KOs in 26 Kämpfen überhaupt keine Wirkung beim Briten.

Ein wenig Klasse zeigte sich dann doch noch in der dritten Runde als Hatton vorbildlich zwei linke Haken in Folge schlug, den Ersten zum Kopf, den zweiten zum Körper. Der Körpertreffer schlug ideal ein, und Belge fiel mit nur leicht verzögerter Wirkung zu Boden, spuckte seinen Mundschutz aus, und hatte sichtbare Schmerzen. Der Ringrichter zählte bis Zehn, und der Schweizer war weit davon entfernt wieder aufzustehen. Er blieb noch weiterhin am Boden, während Hatton bereits abdrehte um seinen KO-Sieg zu feiern.

Der jüngere Bruder von Ricky Hatton hat damit nun einige gute Leistungen in Folge gebracht und hofft auf einen WM-Titelkampf, der jedoch für ihn wohl kaum zu gewinnen wäre, solange kein ganz schwacher Weltmeister am Horizont erscheinen würde. Ein leichter zu gewinnender Kampf wäre wohl ein Aufeinandertreffen mit Ex-Weltmeister und Landsmann Junior Witter, der in der Arena in Bolton anwesend war, und im Anschluss über einen möglichen Kampf gegen Hatton sprach.

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3 Kommentare

  1. Mike
    27. November 2010 at 17:09 —

    was für eine lachnummer dieser Belge !!

    in der schweiz wird er als grosser boxer verkauft, doch dieser kampf zeige den unterschied zwischen einem (guten) boxer wie hatton, und einem boxer der gerne gut wäre wie dieser niemannt Belge

  2. liston
    28. November 2010 at 15:29 —

    in der schweiz haben wir nur solche boxer wie der belge. möglichst lange ungeschlagen bleibe ist das schweizer credo. ist man dann bei 20 kämpfen und eben ungeschlagen, haben alle das gefühl, wir hätten den neuen weltmeister oder zumindest einen wahnsinnsboxer unter uns.
    die vorstellung von belge gegen den limitierten hatton war einfach peinlich.

  3. darko vrataric
    17. Dezember 2010 at 17:26 —

    .Huck ist Blitzschnel dadursch ist er ein Schläger !
    Lebedew ist ein guter Boxer,stark und erfahren! Wen es über die Runden geht der sieger
    wird Lebedew heisen !

    Darko Vrataric

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