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Maria Lindberg – erste vorzeitige Niederlage

Ihre erste vorzeitige Niederlage musste die Schwedin Maria Lindberg (19(10)-7(1)-2) im Kampf gegen die Britin Savannah Marshall (10(8)-0-0) verkraften. Die beiden Boxerinnen standen sich auf Samstag auf der Card in London gegenüber, wo sich Connor Benn im Hauptkampf gegen Samuel Vargas mit einem TKO1 durchsetzen konnte. Zwischen den Frauen ging es um den WBO-Titel im Mittelgewicht, den Christina Hammer von 2010 bis 2018 ihr Eigentum nennen konnte. Lindberg war als Ersatzgegnerin eingesprungen, weil der Trainer der ursprünglich vorgesehenen Femke Hermans positiv auf Corona getestet wurde.

Kurz nach dem Kampf war Lindberg bereits wieder bereit, den Grund ihrer Niederlage zu beschreiben. Auf der schwedischen Internetseite „svt.se/sport“ gibt es ein kurzes Interview mit ihr zu lesen, das nur 30 Minuten nach dem Kampf per Telefon stattfand. Die 44-jährige meinte, dass sie sich in ihrem ganzen Leben noch nicht so gefühlt hat und würdigte ihre Gegnerin Savannah Marshall mit einem „Wow“. Was bisher in 18 Jahren Profikarriere nie passiert war, hat die Britin in 3 Runden geschafft.

Maria Lindberg: Ich fühle mich gut! Was soll ich sagen? Natürlich bin ich enttäuscht, gleichzeitig habe ich diesen Kampf mit einer Vorbereitungsfrist von fünf Tagen angenommen, sodass in die Berechnung einbezogen wurde, dass dies passieren könnte. Ich war für dieses Match überhaupt nicht in Form, dachte aber immer noch, dass ich mit meiner Erfahrung (sie meinte wohl ihr Alter) keine Zeit mehr haben (auf eine WM-Chance) könnte. Ich muss sagen, dass ich überrascht bin.“

Diese mangelnde Vorbereitung war es dann wohl auch hauptsächlich, weshalb Lindberg bei diesem Kampf nicht gut weg kam. Im krassen Gegensatz zu dem WM-Kampf gegen Ema Kotzin, wo sie gnadenlos um ihren verdienten Punktsieg geprellt wurde, konnte sie gegen Marshall nicht viel ausrichten. Nachdem die Britin in der ersten Runde noch halbwegs vorsichtig zu Werke ging, kassierte Lindberg im zweiten Durchgang einen knallharten Körpertreffer, den sie nicht so einfach wegstecken konnte.

In Runde 3 gab es einen weiteren Niederschlag, der kampfentscheidend war. Maria Lindberg, die mit nur 5 Tagen Vorbereitung in den Kampf ging und 2 Monate zuvor eine Corona-Erkrankung durchgemacht hatte, blieb sitzen und sah ein, dass ein Weitermachen sinnlos war. Unter dem Eindruck dieser Niederlage kam natürlich die Frage nach einem möglichen Karriereende auf. Lindberg: Ich bin für diesen Kampf eine Gewichtsklasse hoch gegangen und war schlecht vorbereitet. Hätte ich in meiner Gewichtsklasse mit guter Vorbereitung geboxt, wäre das vielleicht ein Grund gewesen darüber nachzudenken.

Maria Lindberg wird weiter machen und wir werden sie bestimmt bald wieder im Ring sehen. Sie glaubt, dass es nun zu einem Kampf zwischen Savannah Marshall und Claressa Shields kommen muss, wobei sie die Britin als Favoritin sieht.

Hier der Kampf:

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2 Kommentare

  1. 11. April 2021 at 17:44 —

    Warum sieht Savannah Marshall auf dem Plakat aus wie die Popsängerin Robyn?

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