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Marco Huck vs Mairis Briedis – Erste Pressekonferenz

PK-Clip: Klaus Frevert (“Boxfotograf”)

Promoclip: Philipp Assanov (“Boxing Trailer”)

Bis zum 1. April geht zwar noch etwas Zeit ins Land, aber der Kampf zwischen Marco Huck (40(27)-3(2)-1) und Mairis Briedis (21(18)-0-0) um den WBC-Interim-Titel im Cruisergewicht ist bereits „in aller Munde“. Am 6. Februar gab es in Dortmund die erste Pressekonferenz zu diesem mit Spannung erwartetem Fight.

Hauptaussage bei dieser PK war von Bridis, dass er weiss wie „dreckig“ Huck boxt und das er, falls es dazu kommt, ihn dafür strafen wird.

Mairis Briedis: „Wenn Marco dreckig boxt und der Kampfrichter nicht eingreift, muss ich zehn Mal dreckiger boxen. (…) Ich erinnere nur an den Clinch zwischen Mike Tyson und Evander Holyfield und verspreche, dass ich Marco, wenn er unsauber boxt, gleich das ganze Ohr abbeißen werde.“

Huck sieht dem Kampf ruhig entgegen. Man mag Huck mögen oder nicht, aber mit seiner Aussage hat er nun mal Recht: Boxen ist kein Schachspiel.

Marco Huck: “Ich bin ein sehr gelassener Boxer. Ich gehe aber auch nicht in den Ring, um Schach zu spielen, sondern um mit meiner körperlichen Robustheit zu gewinnen. (…) Ich weiß, wenn ich gut trainiert bin, dann kann mich keiner auf der Welt schlagen, außer ich mich selber.”

Es ist sicher nicht leicht, eine solide Prognose für diesen Kampf abzugeben. Erst einmal ist zu hoffen, dass der Kampf am 1. April auch tatsächlich stattfinden wird. Beide Boxer sind 32 Jahre alt. Marco Huck geht mit der größeren Erfahrung in diesen Kampf, allerdings auch mit der Erfahrung, Kämpfe zu verlieren. Mairis Briedis bestätigt die Ausnahme von der Regel: Nicht alle lettischen Boxer sind „Taxifahrer“. Spätestens als er bei seinem Ausflug ins Schwergewicht Manuel Charr abservierte, war bewiesen, dass er kein künstlich hochgepushter Boxer ist.

Der Fight zwischen Huck und Briedis ist eine 1A Ansetzung, auf die man sich als Boxsportfan nur freuen kann. Mit dem Kampftitel “Gnadenlos” soll scheinbar bei den  “normalen” RTL-Zuschauern noch etwas mehr Dramatik erzeugt werden. Der Sieger dieses Kampfes wird WBC-Interim-Champ. Tony Bellew, bisheriger Weltmeister, hat die Pflicht als Nächstes gegen den Sieger aus Briedis vs Huck anzutreten. Tut er das nicht oder entschließt er sich im Schwergewicht zu bleiben, wird der Sieger aus Briedis vs Huck automatisch der “richtige” WBC-Weltmeister.

Was sagen die boxen.de Fans zu diesem Kampf? Schafft es Huck mit seiner bekannten “Brechstangen-Methode” Briedis zu bezwingen? Oder gelingt dem Letten ein “Lucky Punch”, mit dem er Huck genau so fällen kann wie Charr?

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4 Kommentare

  1. 7. Februar 2017 at 01:47 —

    Ein sehr guter Kampf….Denke das Huck früher oder später KO geht..er ist einer von den Boxern die nicht erkennen wann sie aufhören sollten

  2. 7. Februar 2017 at 09:15 —

    Erstmal war der KO Briedis’ gegen Charr kein „Lucky Punch“, sondern das Ergebnis eines überlegen geführten Kampfes. Briedis war in jeder Hinsicht besser als Charr, der sich dazu noch taktisch dermaßen dämlich angestellt hat, dass es nur eine Frage der Zeit war, dass er bestraft würde.

    Man kann ja sagen, was man möchte über Huck, aber ganz so blöd wie Charr ist er (im Ring) nicht. Ich kann mir schon vorstellen, dass man Briedis von außen mit einem permanenten Jab und gelegentlichem Gekeile inkl. Ellenbogen, Innenhände, Wegschieben usw., wie es eben Hucks Art ist, vor Probleme stellen kann. Normalerweise sollte sich aber Briedis’ bessere Boxschule durchsetzen und er durch einen späten TKO gewinnen. Wenn es Huck aber schafft, stehen zu bleiben und zumindest ab und zu mal durchzukommen beim Letten, könnte ich mir auch eine „kontroverse“ SD, sprich Robbery der übelsten Sorte vorstellen. Auf jeden Fall eine klasse Ansetzung, Briedis muss man sich erstmal zutrauen.

  3. 7. Februar 2017 at 11:48 —

    …..ich weiß wenn ich gut trainiert bin, kann mich keiner auf der Welt schlagen, außer ich mich selbst……..

    Wenn ich solch eine Frechheit von Huck lese, könnte ich kotzen! Der Satz hätte lauten müssen…..als ich noch bei Sauerland war konnte ich boxen wie ich wollte, ob gut trainiert oder nicht, ich habe gewonnen, Sauerland hat es schon gerichtet!

    Die Ansetzung gegen Briedis ist top, sehe den Kampf 50/50. Die Frage die sich mir stellt ist, wer kann sich mit seinem Boxstil durch setzen?
    Mit der Art wie Huck boxt, oder sollte man eher sagen wie er ringt…….macht er jeden guten Kampf zunichte!
    Briedis darf sich dabei nicht aus der Ruhe bringen lassen, muss mit Aufwärtshaken und Körperschlägen (Leber) arbeiten, er darf dabei nicht das Boxen vergessen wie Huck´s letzter Gegner Kucher!
    Huck kann keine 12 Runden maschieren, er nimmt sich auch seine Ruhephasen, steht auch gerne mal am Seil, da muss Briedis zur Stelle sein und ihn mit Schlägen eindecken, dann kann er es schaffen!

    Ohne Frage, Briedis ist der bessere Boxer, aber ich denke er ist auch etwas überbewertet auf Grund des Sieges über Charr, denn der Rest seiner Gegner war nicht gerade die Creme de la Creme, aber er hat Bumms in den Fäusten!

    Ich wollte mir eigentlich keinen der Huckringkämpfe mehr antun, aber bei Briedis als Gegner mache ich noch mal eine Ausnahme!

  4. 7. Februar 2017 at 16:26 —

    @ Marvin Hagler

    Guter Kommentar, allerdings möchte ich noch anmerken das Briedis mit O.Durodola auch einen recht guten Mann im Cruiser durch Ko besiegt hat und dieser Sieg hat ihm den WBC-Silver-Titel beschert.

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