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Marco Huck vs Dmytro Kucher – 19. November Hannover

Am kommenden Samstag will Marco „Käpt`n“ Huck (39(27)-3(2)-1) in der Tui-Arena Hannover zum ersten mal seinen IBO-Gürtel verteidigen. Sein Gegner ist der Ukrainer Dmytro Kucher (24(18)-1-1). Kucher ist EBU-Europameister im Cruisergewicht. Diesen Titel holte er sich im Kampf gegen Enzo Maccarinelli durch ein TKO 1.

Kucher ist als Huck-Gegner schwer einzuschätzen. Auf jeden Fall ist er ein würdiger WM-Herausforder auf den IBO-Titel. Schaut man in seinen Kampfrekord, sucht man allerdings bisher vergebens nach großen Namen aus Reihe 1 des Cruisergewichts. Er konnte zwar den Franzosen Steve Herelius durch TKO 2 bezwingen, unterlag aber gegen den Kongolesen Ilunga Makabu knapp nach Punkten. Fazit: Er kann fighten und hart treffen, ist aber kein „Überboxer“, der bereits in der ersten Liga des Cruisergewichts zuhause wäre. Ein Sieg gegen Marco Huck würde das ändern.

Huck wollte seinen Titel eigentlich am 24. September in der Festhalle Frankfurt gegen Ovill McKenzie verteidigen. Dieser Kampf wurde wegen angeblicher „Schwindelanfälle“ des Briten abgesagt. Ersatzgegner boten sich zwar an, aber es kam kein Kampf mit Huck zustande. So gesehen ist Dmytro Kucher ein vielleicht sogar besserer Ersatz, als es McKenzie als Herausforderer war.

Es wird darauf ankommen, wer wem seinen Kampf oder seine Linie aufzwingen kann. Man kann davon ausgehen, dass Huck keine wesentlichen Änderungen in seinem Kampfstil vorgenommen hat. Er wird versuchen zu punkten und seinen Gegner sturmreif zu klopfen. Wenn er die richtige Situation sieht, wird er in gewohnter Manier versuchen, Kucher überfallmäßig mit wilden Schwingern zu „brechen“. Also wieder einmal solange auf sein Gegenüber einprügeln, bis der entweder aus der Situation entkommt oder (T)KO geht. Im Gegensatz dazu ist Kucher kaum auszurechnen. Entweder er kann Huck gleich zu Beginn des Kampfes kalt zu erwischen oder er verlegt sich auf Verteidigung und gezielte Konter um Runden zu sammeln. Für Huck geht es in diesem Kampf um Alles. Er muss gewinnen, wenn er sich im Cruisergewicht und natürlich bei RTL oben halten und für weitere lukrative Fights gegen andere „Gürtelträger“ empfehlen will. Auch für Kucher ist deser Kampf wichtig: Entweder es gelingt ihm der Schritt in die erste Liga oder er bleibt einer von vielen halbwegs Guten.

Der Privatsender RTL konnte in diesem Jahr wegen der fehlenden Klitschko-Kämpfe nicht viel Boxsport zeigen. Der Huck-Kampf ist also scheinbar das Boxsport-Highlight 2016. Wer allerdings erwartet, es gäbe bei diesem Anlass eine gut bzw. hochkarätig besetzte Undercard zu sehen, sieht sich getäuscht. Es ist auch kaum anzunehmen, dass RTL mehr als den Hauptkampf live zeigen wird.

Man hat es sogar bisher noch nicht einmal für nötig gehalten, die Undercard auf Boxrec zu veröffentlichen. Vielleicht gibt es die Highlights der Vorkämpfe nach dem Hauptkampf als Aufzeichnung. Vielleicht lohnt es sich aber eher, rechtzeitig einen guten Stream für den Megakampf zwischen Andrè Ward und Sergey Kovalev zu suchen.

Zumindest das Hallenpublikum in Hannover bekommt folgende Vorkämpfe zu sehen:

Besir Ay (Debüt) vs Grzegorz Sikorski (2-12(2)-0) Mittelgewicht

Hussein Muhamed (4(4)-0-0) vs David Gegeshidze (19(5)-17(13)-1) Schwergewicht

Shefat Isufi (21(16)-3(1)-2) vs Daniel Urbanski (21(5)-17(4)-3) Halbschwergewicht

Darüber hinaus werden Marcel Hassler und Roman Balaev (beide Weltergewicht) und Emil Markic (Halbschwergewicht) gegen noch nicht namentlich bekannte Gegner antreten.

RTL wird am Samstag Abend ab 22:30 Uhr live berichten.

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15 Kommentare

  1. 17. November 2016 at 10:10 —

    Weiterhin von Huck zu lesen ist ein Trauerspiel, aber fassen wir das Ganze nochmal zusammen.

    Hucks Plan war ja perfekt, Vertrag bei Sauerland nicht verlängert.. Klar, Sauerland hatte in der Vergangenheit jeden zweiten Kampf für Huck verschoben.. Aber nun man hatte dem alten Knacker genug Geld / Provision in den Rachen geworfen. Promoter kann ja genauso gut der Bruder sein, dann bleibt die Kohle wenigstens in der Familie.
    Das ohne Sauerland auch kein Trainer, der einem in der Vergangenheit verzweifelt („Marco! Hör mir bitte zu!!“) versucht hat ein wenig Boxen beizubringen, mehr da ist, interessiert einen auch nicht. Das man den neuen Trainer nicht versteht, weil man irgendwie kein Englisch kann, ist auch egal, dann hat man während des Trainings wenigstens Zeit sich an den Black Jack Tisch zu setzen.

    Der polnische Hooligan wird aus dem Weg geräumt, danach ein Kampf gegen die Ringlegende Roy Jones Jr. und Zack Huck ist im amerikanischen Markt etabliert, dann wird „richtiges“ Geld verdient!

    Nach Punkten führend holt Huck die Faust von Glowacki dann auf den Boden der Tatsache zurück, er steht vor den Scherben seiner Karriere.
    Aber Huck wäre nicht das Glückssch*wein, so dass er, nachdem er zum 4 Mal den invaliden Afolabi vermöbelt hat (wobei er das bisschen Boxen, was ihm so mühsam beigebracht wurde, wieder vergessen hatte, er keilte, schlug nach dem Trennkommando, zog den Ellenbogen nach, etc.) er einen Vertrag bei K2 und RTL bekommt.. Was für mich schlicht die Ehrlosigkeit aller 3 Beteiligten zeigt, immerhin hatte Huck die Brüder aufs äußerste beleidigt, als er einen Kampf von ihnen erzwingen wollte.

    Zurückblickend hoffe ich daher auf einen schweren K.o. von Huck, so dass es das letzte Mal ist, dass ich etwas zu ihm schreibe.

  2. 17. November 2016 at 14:57 —

    Auf Twitter habe ich gerade gelesen, dass er sich für den stärksten Cruiser der Welt hält…

    • 17. November 2016 at 15:09 —

      naja was soll er da auch sonst schreiben. jeder behauptet doch sowas. am samstag hat er einen starken gegner und kann zeigen was er kann. wenn er ihn schlägt am besten überzeugend dann kann vielleicht bald ein kampf gegen ballew, usyk oder den sieger aus shumenov – dorticos kommen.
      Ich hoffe er gewinnt. HUCK HUCK HUCK

  3. 17. November 2016 at 15:07 —

    facebook.com/TopRankMannyPacquiao/photos/a.208966475887.131535.207150970887/10154157882940888/?type=3

  4. 17. November 2016 at 18:29 —

    Es besteht auch die Möglichkeit,das die Klitschkos Kucher bestochen haben um zu verlieren.RTL braucht ja einen neuen Helden.Wundern würde es mich nicht.

  5. 17. November 2016 at 19:14 —

    Fuchs
    Diese ” Unter” Undercard würde ja nicht einmal Tele 5 zeigen! Wer will sowas sehen? Dann doch eher einen Kung-Fu Film!

    • 17. November 2016 at 22:23 —

      Das musst du mir nicht erzählen. Ich habe die Undercard nicht zu verantworten. Ein paar von den Leuten wohnen in Hannover und man will sie als “Lokalmatadoren” verkaufen. K2-Veranstaltungen waren doch noch nie anders. Alles konzentriert auf den Hauptkampf und der Rest sind Statisten, die sich für ein bisschen Kleingeld zeigen dürfen.

  6. 19. November 2016 at 23:28 —

    Was ein unsaberer Kampf…

    • 20. November 2016 at 11:37 —

      Huck ist ein Scvhläger, mit Boxen hat das wenig zu tun – deshalb würde er auch gegen jeden anderen wirklichen Top-Boxer untergehen.

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