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Marco Huck bleibt WBO-Champion: Einstimmiger Punktsieg gegen Afolabi

Marco Huck konnte gestern Abend in Ludwigsburg seinen WBO-Cruisergewichtstitel mit einem Punktsieg gegen Ola Afolabi zum ersten Mal erfolgreich verteidigen. Das Urteil war mit 115:113, 115:113 und 116:112 zwar überraschend knapp, dennoch kann man bei Sauerland mit seinem Boxer zufrieden sein.

Huck begann stark und sicherte sich die meisten der frühen Runden. Soweit keine Überraschung, denn Afolabi ist nicht gerade als Frühstarter bekannt. Man wusste aber, dass der Engländer früher oder später kommen würde. Das geschah in der fünften Runde auch: nach einem unabsichtlichen Kopfstoß attackierte Afolabi Huck mit einer Reihe von Schlägen. Ein Aufhärtshaken erzielte sichtbare Wirkung, Huck war kurzzeitig auf wackeligen Beinen. Doch Huck zeigte, dass er mittlerweile an Erfahrung gewonnen hatte und rettete sich über die restliche Zeit der Runde hinweg.

Danach nahm er das Heft wieder in die Hand, kontrollierte das Gefecht mit der höheren Schlagfrequenz und den häufigeren Kombinationen. Afolabi bäumte sich im letzten Kampfdrittel zwar teilweise auf, als der Erfolg aber ausblieb, schien er ein wenig zu resignieren. Der unorthodoxe Boxstil von Afolabi, der sich oft wegdrehte und so nur wenig Zielfläche bot, machte es Huck zwar nicht leicht, dennoch gab es an dem Punktsieg nichts zu rütteln.

Da Afolabi der Pflichtherausforderer der WBO war, wartet auf Huck nun eine freiwillige Titelverteidigung. Vermutlich wird man sich bei Sauerland also einen etwas weniger unangenehmen Gegner holen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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