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Marco Huck bezwingt Herausforderer Dmytro Kucher

Die erste Titelverteidigung des IBO-Titels von Marco Huck gegen Herausforderer Dmytro Kucher ist Geschichte. Huck gelang am Samstag Abend ein Punktsieg in Höhe von 119:109 und 2x 117:111. Also soll Kucher nur eine oder 3 Runden gewonnen haben. Mehr wollten die Punktricher dem Ukainer nicht zugestehen. Ob das wirklich so war, sei mal dahin gestellt. Am Sieg von Huck gibt es keinen Zweifel.

Soweit die nüchternen Zahlen und Tatsachen. Das ist natürlich nicht Alles, was es zu diesem Kampf zu sagen gibt. Huck hat erneut unter Beweis gestellt, was er alles nicht kann. Er kann einfach nicht klassisch sauber boxen. Was er kann ist mit Brechstange kämpfen und sich mit Holzhammermethoden durchsetzen. Zumindest gelingt das gerade noch so gegen einen solchen Gegner wie Dmytro Kucher. Wie das ausgeht wenn er gegen Leute ran muss, die das Boxen etwas besser drauf haben, konnte man gegen den Polen Glowacki sehen.

Die RTL-Kommentierung dieses Kampfes war über weite Strecken neutral und besser, als man das bei manch anderer Übertragung von deutschen und internationalen Boxevents kennt. Trotzdem sollte man es vermeiden, im speziellen Fall von Huck über zukünftige Kämpfe gegen andere Cruiser-Weltmeister zu reden. Es ist einfach nur lächerlich zu verbreiten, er hätte mit seinen brachialen Angriffen gegen Usyk, Bellew oder auch Briedis eine Chance. Dass er gegen Lebedev nur durch Betrug gewonnen hat, weiss auch Jeder, der den Kampf damals gesehen hat.

Schaut man sich den Kampf in voller Länge an, wird einmal mehr bewiesen, was Marco Huck für ein Boxer ist. Es reicht einfach nicht wirklich für die erste Garde im klassischen Boxen. Man mag sagen: „Das ist eben sein Stil“, aber es zeigt sich deutlich, dass das was Huck zeigt eher ins Wrestling gehört als zum klassischen Boxen.

Es dürfte interessant werden, welche Gegner man ihm zukünftig in den Ring stellt. Will man Huck eine Weile bei RTL als Zugpferd behalten, werden es keine wirklich guten Boxer sein. Er kann noch jahrelang seinen IBO-Titel gegen Bum verteidigen. Das würde für ds üblicher RTL-Trashpublikum ausreichen. Bei einem Vereinigungskampf gegen richtige Weltmeister läuft er Gefahr, wieder zu verlieren und wird als Hauptkämpfer uninteressant.

Zwischen Kämpfen gegen schwächere Gegner und der höchstwahrscheinlichen Gefahr gegen gute Boxer zu verlieren, gibt es nur verschwindend wenige Alternativen. Interessant für Boxkenner wäre vielleicht im kommenden Jahr ein Kampf zwischen Marco Huck und dem Sieger aus der Begegnung Rakhim Chakhkiev (Ex-IBO-Champ) vs Maxim Vlasov (IBO Inter-Conti). Aber ob das Klitschko – Team und RTL darauf kommen, muss man erst einmal abwarten.

Hier der Kampf zwischen Huck und Kucher:

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23 Kommentare

  1. 20. November 2016 at 16:04 —

    Hab mir diese Farce gestern Abend als Überbrückung für Kova gegen Ward gegeben.

    Traurig, wenn man bedenkt, wie das alles wieder RTL-Klitschkolike aufgezogen wurde. Tam tam ohne Ende um einen zweitklassigen Hinterhofprügler.

    Sicherlich hat Hukic den Kampf gegen den Ukrainer gewonnen, aber nicht in der Deutlichkeit wie es die Punktrichter gerne gesehen haben. Vor allem die Scorecard von Klitschko war ein Witz. Erst behauptet er, als Experte neutral zu sein und dann votet er bis auf eine Runde immer für den Serben oder auf 10 zu 10, um dann am Ende auf 119 zu 112 zu kommen.

    Was gut war, dass der Fucker als Kommentator versuchte neutral zu sein und das Ergebnis am Ende auch eher als 116:112 für Huck sah, ähnlich hab ich es auch empfunden.

    Bei dessen boxerischen Mitteln, muss sich keiner der aktuellen WM aus den anderen vier Verbänden Sorgen machen.

  2. 20. November 2016 at 16:09 —

    Bezwingt…ein viel zu großes Wort für diese Leistung.
    Mit seinem Mantel sah er aus wie der Eisbären-König.

  3. 20. November 2016 at 16:20 —

    Das beste an Huck`s Kämpfen ist immer sein Manager-Bruder. Seine einzige Aufgabe scheint es zu sein, vor dem Kampf den Gürtel zu tragen. Er schafft es sogar, das Ding minutenlang in die Höhe zu halten. Der Bursche hat echt Ahnung von dem was er macht. (y)

  4. 20. November 2016 at 17:49 —

    Wie ich die Sache sehe, ist IBO-Champ Huck auch bei den anderen Verbänden gerankt.
    Es wäre deshalb auch möglich zu einem Titelfight bei einem anderen Verband zu kommen.
    Dies scheint ja seine Absicht zu sein.
    Bei fightnews.com steht er bei der WBC hinter Briedis auf Platz 2.
    Tony Bellew ist Champ, Briedis Pflichtherausforderer. Briedis wird wahrscheinlich Bellew demnächst den Titel abnehmen.
    Fazit: Bellew wäre für Huck machbar gewesen. Briedis jedoch wohl kaum.
    Bei der WBA ist Lebedev Superchamp, Shumenov “normaler ” Champ.
    Shumenov wäre realisierbar, lediglich Dorticos steht auf Platz 1 vor Huck. Ein Ausscheidungsfight gegen Dorticos wäre also ebenfalls im Bereich des Möglichen.
    Gegen Lebedev wäre es der ideale Revanchekampf und würde selbstverständlich eine Menge Zuschauer anlocken, obgleich, wenn es mit rechten Dingen zugeht, meiner Auffassung nach Huck wohl die schlechteren Karten hätte.
    Bei der IBF ist Lebedev ebenfalls Champ. Nummer 1 NOT RATET,Nummer 2 Gassiev, der ja demnächst als Pflichtherausforderer gegen Lebedev antreten muss.
    Auf Platz 3,einen Platz vor Huck, steht Noel Gevor, wäre für Huck eine machbare Aufgabe.
    Bei der WBO ist Huck unter den ersten 15 nicht zu finden.
    Hierbei handelt es sich lediglich um eine persönliche Einschätzung meinerseits.
    Bin offen für jegliche Kritik.
    Übrigens: Wieder guter Artikel von fuchs.

  5. 20. November 2016 at 19:16 —

    Huck wird es nie lernen,er entwickelt sich nicht weiter !er will immer mit Gewalt einen ko erzwingen,aber haut meist nur Löcher in die Luft !Ein intelligenter Gegner nutzt es aus und Feierabend für huck ,kucher ist bei weitem keine Elite aber selbst mit ihm hat sich huck gequält ,jezt heißt es huck habe sich die Hand in der 4 runde gebrochen und 8 runden weiter geboxt ,für mich alles Mist wenn ein Boxer wie ein geistlich behinderter draufknallt Kombination raus haut kann er nicht die Hand gebrochen haben es ist nur ein Versuch die jämmerliche Leistung zu erklären

  6. 20. November 2016 at 20:42 —

    Ivan,
    ich bin kein Huck-Fan.
    Laut ran.de wurde bei der Untersuchung im Krankenhaus bei Huck ein Bruch des Mittelhandknochens diagnostiziert.
    Sollte diese Info stimmen, kann dies wohl weder aus ärztlicher Sicht noch aus Sicht eines Boxexperten angezweifelt werden.
    Tatsachen bleiben einfach Tatsachen.
    Logischerweise kann dies natürlich den Verlauf eines Kampfes beeinflussen.

  7. 20. November 2016 at 22:30 —

    Huck wird gegen arslan kämpfen. das steht doch 100% fest. lässt sich gut vermarkten und RTL macht kohle und ist für Huck machbar!

  8. 20. November 2016 at 23:10 —

    Hallo Brennov,
    möglicherweise hast recht.
    Ich vergaß diesen Aspekt.
    Laut fightnews.com steht Arslan bei der WBO auf Platz 3,
    Huck jedoch nicht mal unter den ersten 15.
    Dennoch könnte natürlich dieser Fight zustande kommen.

  9. 20. November 2016 at 23:18 —

    Bei einem Sieg von Huck über Arslan-was ich persönlich nicht wünsche-würde Huck dann vermutlich in der WBO-Weltrangliste einen weiten Sprung nach vorne machen.

  10. 21. November 2016 at 02:27 —

    Oh Grausen, welch ein unansehnlicher Kampf! Vor dem Kampf dachte ich noch das Huck z.B. gegen Bellew große Chancen hätte zu gewinnen, dieser Meinung bin ich nicht mehr!

    Hukic wollte doch eindrucksvoll gewinnen….unter eindrucksvoll verstehe ich aber etwas anderes!

    Und Kucher schien auch irgendwie das Boxen vergessen zu haben…..Huck stand oft unbeweglich am Seil…Kucher vor ihm….und was ist passiert?….NICHTS!

    Huckis labert doch ständig von einer Titelvereinigung…..die anerkannten WM brauchen den IBO-Titel nicht wirklich und werden wohl auch recht amüsiert sein sollten sie den Kampf mal sehen…..
    Er kann ja seinen kleinen WM-Titel mit dem WBFed.-Titel vereinigen..gegen Zine Eddine Benmakhlouf…..der ist schon 39 Jahre alt, hat nicht die beste Schlagkraft, hat gegen den alten Roy Jones Jr. nur nach Punkten verloren und hat einen Rekord von 22-4-1, da können RTL und Klitschko doch bestimmt etwas daraus machen und den Algerier als Top-Boxer anpreisen!?
    Im übrigen ist doch RTL bestimmt froh das Hukic nur den IBO-Titel hält, bei dem Verband gibt es keine Pflichtverteidigungen, da kann man schön handverlesene Boxer präsentieren!

    @ globuli

    Shumenov muss demnächst gegen Dorticos antreten!

    • 21. November 2016 at 09:56 —

      titel sind doch ohnehin schall und rauch.
      RTL will Huck vermarkten. Und das werden sie auch tun.
      Wie gesagt Arslan lässt sich in Deutschland super vermarkten. Da ist noch ne Rechnung offen blabla.
      Danach kann er dann ja nochmal einen Handverlesenen Gegner weghauen. Ob es je zu einem Kampf gegen einen anderen WM kommt? Ich denke erstmal nicht. RTL und auch Klitschko werden sicher wissen, dass es da schwer wird. Chancenlos sehe ich ihn gegen keinen aber er ist auch gegen keinen WM Favorit.

  11. 21. November 2016 at 12:20 —

    Eines darf man nicht vergessen, auch wenn man kein Huck-Fan ist:
    Marco Huck war von 2009-2015 WBO-Weltmeister bis er seinen Titel am 14.08.15 gegen Glowacki verlor.
    Meines Wissens war er damit der am längsten amtierende Cruisergewichtsweltmeister.
    Vielleicht gibt es unter uns einen Statistiker der diese Aussage widerlegt.
    Lasse mich gerne belehren.

    • 21. November 2016 at 19:46 —

      Ja das stimmt,aber nur mit Sauerland hinter rücken er wäre niemals so lange WM wenn alles mit rechten Dingen zu gegangen wãre!!!!eigentlich wäre 2010 Feierabend für huck klare Niederlage gegen lebedev!dann gab es noch andere die ihn eigentlich klar besiegt haben firat zB daher war er für mich gerade mal 1 Jahr WM

    • 21. November 2016 at 20:28 —

      Johnny Nelson 1999-2005 mit 15 Titelverteidigungen auch bei der WBO.

      Der Witz ist ja:
      Hätte Marco Huck gegen Glowacki gewonnen, hätte er Nelsons 15 Titelverteidigungen egalisiert.
      So bleibt er bei 14…

      • 22. November 2016 at 09:31 —

        nelson hatte “nur” 13 erfolgreiche TV des WBO Titels!
        Im Kampf gegen Alexander Vasiliev ging es damals nicht um den WBO Titel. aber auch so wären es nur 14 gewesen!

  12. 21. November 2016 at 12:58 —

    Mit RTL im Rücken und ein paar Ellenbogenschlägen hat er es mal wieder geschafft einen guten Boxer zu frustrieren und mir die Wette zu versauen!!! 8 Runden mit gebrochener Schlaghand geboxt, die er ja nicht oft einsetzen musste weil der Ellenbogen prima getroffen hat!! Du bist einfach der beste Käpt’n Huck und Wladimir findet das auch.. Willkommen in der großen RTL Hartz 4 Familie!!!!

    • 21. November 2016 at 20:34 —

      So schlecht und unfair Huck auch sein mag:
      Wer schon gegen einen Huck keinen Stich sieht und auch keinerlei Ambitionen zeigt wie Kucher im und nach dem gesamten Kampf, sich am Ende sogar noch in die RTL-Klitschko-Show miteinbeziehen lässt, hat in der Weltspitze nichts zu suchen.

  13. 21. November 2016 at 20:55 —

    Kucher war bestochen worden den Kampf zu verlieren.Eigenartigerweise durfte er sein Europa-Titel behalten.Er hatte also nichts zu verlieren.Eher was zu gewinnen.Die Schmiergelder
    von Klitschko und Co.

  14. 22. November 2016 at 00:32 —

    @ Carlos2012

    Beweise???

    • 22. November 2016 at 13:43 —

      @ Carlos2012

      Es könnte aber auch sein das Kucher den EM-Titel nicht nieder legen musste weil es nur um den kleinen WM-Titel der IBO ging.
      Als IBO-WM wirst du ja auch in den Ranglisten der vier großen Verbände gerankt, was ja sonst auch nicht der Fall ist!

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