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Malignaggi gelingt die Revanche: Klarer Punktsieg nach zuvor umstrittenen Urteil

Paulie Malignaggi ©Jesse Perez

Paulie Malignaggi © Jesse Perez.

Über kaum ein Punkturteil ist 2009 so viel diskutiert worden, wie über den Kampf im August von Paulie Malignaggi gegen Juan Diaz. Die einen hatten Malignaggi knapp vorne, die anderen Diaz. Doch dass der Punktrichter Gale Van Hoy Diaz den Kampf mit 118:110 gab, stieß überall auf Unverständnis. Malignaggis Schimpftirade nach Ende des Fights war nichts für empfindliche Gemüter.

Nun wurde das vielersehnte Rematch auf neutralem Boden, nämlich in Chicago, ausgetragen. Dieses Mal konnte sich der Ex-Halbweltergewichtsweltmeister Malignaggi relativ klar (116:111) durchsetzen, wodurch ein Titelkampf in nächster Zeit wahrscheinlich ist.

Malignaggi begann stark und arbeitete sich auf den Punktzetteln ein kleines Polster heraus. Da Malignaggi nicht gerade für seine Schlaghärte bekannt ist (nur 5 KOs in 26 Siegen), war es umso überraschender, dass er Diaz mit einem Uppercut in der Fünften zum Wackeln brachte. Diaz kam aber zurück, die mittleren Runden waren insgesamt ausgeglichen.

In der zehnten Runde kam es zu einer umstrittenen Szene: Malignaggi erwischte Diaz mit einem Stoß in den Nacken, wodurch dieser fast zu Boden ging. Obwohl die Handschuhe nicht den Boden berührt hatten, zählte Schiedsrichter Genaro Rodriguez ihn an. Damit lag Diaz uneinholbar hinten, eine starke elfte und zwölfte Runde waren nicht genug.

Für Malignaggi ist die Boxwelt nun wieder in Ordnung, nach dem Kampf kündigte er an, sich bei Ricky Hatton für seine Niederlage revanchieren zu wollen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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