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Mahmoud Charr – ‚Rumble in the Jungle‘ geplatzt

Mahmoud Charr – ‚Rumble in the Jungle‘ geplatzt

Wie der ‚Diamond Boy’ jetzt in einer Erklärung veröffentlich hat, wird es nicht zum angekündigten Kampf in Kinshasa kommen. Fast auf den Tag genau 45 Jahre nach dem ersten ‚Rumble in the Jungle‘, bei dem sich am 30. Oktober 1974 Muhammad Ali und George Foreman in Kinshasa den wohl größten Boxkampf aller Zeiten lieferten, wollte Charr am 2. November 2019 dort seinen regulären WBA-Titel gegen Don King-Schützling Trevor Bryan verteidigen.

Daraus scheint nun nichts zu werden, wie Mahmoud Charr seinen Fans heute mitgeteilt hat: „Liebe Boxsportfreunde, leider ist mein Kampf „Rumble in the Jungle“ geplatzt. Don King hat zwar den Kampf angekündigt und mir den Kampfvertrag zukommen lassen, hat dann den Kampfvertrag aber nie unterschrieben. Stattdessen hat er immer wieder mit Versprechungen und weiteren Verträgen die Unterzeichnung des Vertrages hinausgezögert.“ schreibt Charr in seiner Erläuterung.

Fraglich ist jetzt, wie es mit dem Weltmeister weitergeht. Seit der ‚Diamond Boy’ im November 2017 den damals vakanten regulären WM-Titel der WBA im Kampf gegen Alexander Ustinov einstimmig gewinnen konnte, hat der Wahlkölner nicht mehr im Ring gestanden. Nun bleibt abzuwarten, wie die WBA mit dem Umstand umgeht, dass es wohl nicht zur Titelverteidigung gegen den Pflichtherausforderer kommt. Charr scheint sich der Problematik bewusst zu sein: „Ich habe auch ein Angebot an Frank Warren, den Promoter von Joe Joyce rausgeschickt. Ich wollte noch in diesem Jahr einen Eliminator-Kampf gegen Joe Joyce haben, leider hat Frank Warren ganz andere Ziele und Gedanken.“

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Bekanntermaßen wird ‚Juggernaut‘ Joyce gegen Marco Huck um den EBU-EM-Gürtel kämpfen. Die Austragungsrechte für diesen Kampf hatte sich Huck vor kurzem bei einer Purse Bid gesichert. Schlechte Aussichten also für Mahmoud Charr, der auch ein Rematch gegen Alexander Povetkin in Erwägung zieht. Den ersten Kampf gegen den russischen Schwergewichtler hatte Charr 2014 verloren: in Runde 7 schlug Povetkin ihn schwer KO. Pove, wie ihn die Boxfans nennen, ist allerdings auch im Herbst seiner Karriere ein gefragter Mann und wird noch unbestätigten Gerüchten zufolge am 7. Dezember auf der Undercard von Andy Ruiz vs Anthony Joshua gegen den US-Amerikaner Michael Hunter boxen.

Nun ist für Charr guter Rat teuer. Ohnehin ist fraglich, warum die WBA es zugelassen hat, dass der ‚Diamond Boy“ auch ohne Titelverteidigung nach wie vor Weltmeister ist. Den Regeln folgend, hätte Charr mindestens einmal im Jahr zu einem Kampf antreten müssen. Ein geplante Titelverteidigung gegen Fres Oquendo war 2018 nicht zustande gekommen, weil bei einem Dopingtest anabole Steroide bei Charr gefunden worden waren. Wegen eines angeblichen Verfahrensfehlers bei der Öffnung der B-Probe konnte der gebürtige Libanese seinen Titel aber behalten.

Trotzdem dürfte es nun langsam „eng“ in Sachen Titelverteidigung werden. Wie Charr weiter schreibt: „Ich boxe morgen wenn es sein muss auch gegen einen T-Rex. Jeden Kampfvertrag, den man mir vorlegt, werde ich unterschreiben, ganz gleich gegen wen der Weltklasseboxer auch immer. Ich würde auch jederzeit gegen Tyson Fury, Deontay Wilder und jeden anderen Schwergewichtler der top 5 boxen. Jeder von euch weiß, dass ich niemals einem Gegner ausweiche. Hiermit fordere ich Alexander Povetkin, Joe Joyce, Trevor Bryan zu einem WM-Kampf heraus. Ich hoffe, dass der Kampf jetzt in diesem Jahr noch zustande kommt.“

Man darf gespannt sein.

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28 Kommentare

  1. 20. Oktober 2019 at 23:48 —

    Über 2 Jahre nicht geboxt und jetzt kein Gegner in Aussicht 🤣🤣🤣
    Womit verdient Charr sein Geld eigentlich. Mit irgendwas muss er doch sein Lebensunterhalt verdienen. 🤔🤔🤔

    • 21. Oktober 2019 at 00:20 —

      ich kann mich dran erinnern das er oder allgemein gesagt wurde das er vor dem klitschko kampf schwer verschuldet war

      und mich würde es nicht wundern wenn er mittlerweile wieder ein berg von schulden hat.

      nachdem klitschko kampf hat er wohl ausserdem povetkin kampf, keinen kampf bestritten der ihm eine gute börse gebracht hat.

      zudem hat er ja auch ein team das bezahlt werden muss, und er gönnt sich wenn man mal auf seine facebook seite geht auch manchmal etwas, zudem war er doch teilweise eine art promi stalker, der sich auf events von promis geschlichen hat um kurze bilder oder video clips machen zu können und sich damit in facebook zu präsentieren 😀

      auch die besuche und reisen zu solchen events wollen bezahlt werden.

      also ich könnte mir durchaus vorstellen das es bei ihm finanziell sehr schlecht aussieht, aber wer weiß das schon 😀

  2. 21. Oktober 2019 at 00:25 —

    ich verstehe das ganze getue dennoch nicht

    die wba setzte eine versteigerung des kampfes bryan charr an, diese konnten sich vor einem halben jahr einigen
    da hätte die wba ein klares datum nennen müssen bis wann der kampf stattfinden muss.

    und das trevor bryan/ don king jetzt anscheinend keinerlei interesse an den kampf zeigen?

    natürlich ist das ein 2t rangiger gürtel aber dennoch n gürtel
    das die da so garkeinbock drauf haben?

    ranking der wba

    1. Trevor Bryan
    2. Oleksandr Usyk
    3. Anthony Joshua
    4. Adam Kownacki
    5. Alexander Povetkin
    6. Michael Hunter
    7. Filip Hrgovic
    8. David Price
    9. Otto Wallin
    10. Christopher Lovejoy
    11. Sergey Kuzmin
    12. Kyotaro Fujimoto
    13. Mladen Miljas
    14. Ivan Dychko
    15. Fres Oquendo

    da bryan anscheinend kein interesse hat, ich mir nicht vorstellen kann das usyk diesen kampf gerne hätte, joshua gegen ruiz kämpft.

    wäre kownacki der nächste. 😀

    würde mich freuen wenn es zufallsbedingt zum kampf charr vs kownacki kommt, und es den ersten polnischen schwergewichtsweltmeister gibt.

    wuhaha 😀

  3. 21. Oktober 2019 at 07:55 —

    erst mal sollte die WBA Bryan und evtl. auch joyce die titel aberkennen und einen neuen PH bennnen. dann muss es einen pruse bid geben und der sieger muss den kampf auf die beine stellen.
    Charr kann man nicht die schuld geben. Ihm wurde versagt einen freiwilligen kampf zu machen nur haben die benannten PH immer gekniffen.

    • 21. Oktober 2019 at 08:02 —

      Wenn man die Sache angegangen wäre, hätte man Charr schon vor einem Jahr wegen seines Dopingvergehens den “Alibititel” entzogen.

      Er ist auch glaub ich der einzige “Weltmeister”, der es schafft mit seinem Gürtel keinen einzigen Cent zu verdienen.

      • 21. Oktober 2019 at 09:00 —

        naja da es kein dopingvergehen gab. sorry doping im boxen ist sowieso ein witz. fury dürfte nach seinem doping sieg gegen hammer und alle wm titel boxen. yildirim darf jetzt auch boxen. auch whyte passiert wohl nix. charr wurde freigesprochen und daher dürften ihm daraus keine nachteile entstehen.
        bei der wba gibts das aber doch häufiger. man dneke nur an guillermo jones oder denis lebedev. der ohne kampf einfach wieder zum super champ wurde zwischenzeitlich. nein charr soll jetzt endlich seinen titel verteidigen dürfen. gegen wen weis ich nicht. Lovejoy wäre sicher ein relevanter name.

        • 21. Oktober 2019 at 12:08 —

          Dass sich Charr gerne mal einen von der Palme lügt, ist ja allseits bekannt, da fällt sein “Dopingvergehen” nicht mal primär ins Gewicht.

          Wir erinnern uns nach seinem letzten Kampf ja noch, wie er stolz in die Kamera gelogen hat, er sei Deutscher und hat einen deutschen Pass, später hieß es, der Pass liegt auf dem Amt und muss noch abgeholt werden. Am Ende kam raus, dass nicht mal das der Fall ist und er aufgrund eines laufenden Verfahrens überhaupt nicht klar ist, ob er überhaupt einen bekommt. Es sollten ja auch seine Anwälte für ihn dann klären, aber eigentlich nichts großes. Das ganze Thema ist bereits zwei Jahre alt und von Charr hat man dazu nie wieder was gehört, der reist wahrscheinlich immer noch mit seiner “Permanentduldung” durch die Welt.

          Charr ist das was man auf gut deutsch einen “Blender” nennt, irgendwelche Sachen behaupten und sich irgendwo billig durchs Leben “wieseln”. Da passt das doch noch besser, dass er bei so einem Ganovenverband wie der WBA untergekommen ist.

          Er kann ja gern gegen Lovejoy boxen, aber wie bereits erwähnt, wird er da keine 100 Leute ins Zirkuszelt bekommen, weil sich boxerisch kein Schwanz für ihn und seine Belange interessiert.

          • 21. Oktober 2019 at 19:26

            Sehr guter Kommentar, ich bin ganz Deiner Meinung!

      • 21. Oktober 2019 at 10:40 —

        Dem Mann geht es nicht um die Kohle, sondern um sein Ego. Auf diesem Weg kann er nämlich gaaaanz lange von sich behaupten, dass er Weltmeister wäre. Denn hätte er bereits gekämpft, dann könnte er das nicht mehr 😀

        • 21. Oktober 2019 at 10:52 —

          Eben und Charr weiß auch, dass er gegen jeden Top 20 Boxer eigentlich chancenlos ist und zudem so uninteressant ist, dass er selbst im Kirmeszelt keine 100 Zuschauer zusammenkriegen würde.

          Das sieht man ja auch, wie verlogen er dann immer behauptet, “eigentlich liegt alles immer an den anderen”.

          Einen großen Payday kriegt er auch nicht, weil er einfach als Boxer nicht zieht, deswegen haben die anderen Top HWs kein Bock mit ihm nen Kampf zu bestreiten, weil das finanziell für alle nur ein Fiasko wäre.

  4. 21. Oktober 2019 at 10:22 —

    Ein seriöser Boxverband, ok ist ein Widerspruch in sich, hätte ein bestimmtes Datum gesetzt wann Kampf X spätestens über die Bühne gegangen sein muss und ein ambitionierter Boxer hätte, wenn es mit der Pflichtverteidigung nicht klappt, schon längst eine Anfrage an den zuständigen Boxverband geschickt zwecks freiwilliger Titelverteidigung.

    • 21. Oktober 2019 at 17:07 —

      ich denke mittlerweile weiß die wba was für ein lachhafter titel der reguläre wba champion ist und lassen ihn mal machen. frei nach dem motto: “ja das ist unser besonderer mahmoud. es ist so als ob man nem äffchen dabei zu guckt wie es fahrrad fährt. einfach goldig und unterhaltsam.”

  5. 21. Oktober 2019 at 10:42 —

    Das Ranking der WBA ist einfach nur lächerlich, kriminell, ein Witz. Auf Position 10 ein völlig unbekannter Name, der bei Boxrec auf Rang 433 ist!! Und auf 15 Fres Oquendo, der vor bald 6 Jahren seinen letzten Kampf hatte.

    Charr wird auf seinem Titel sitzen bleiben, selbser schuld.

  6. Mein allergrößten Respekt an die Grafikdesigner die jedesmal Charrs Bilder bearbeiten. Da werden mit Photoshop absolute Höchstleistungen gebracht, um seinen Körper auf Vordermann zu bringen.

  7. 21. Oktober 2019 at 16:42 —

    so wie charr auf dem foto aussieht könnte er locker mit ruiz und AJ gleichzeitig aufnehmen. ein echter Arier dieser Mahmoud

    • 21. Oktober 2019 at 18:20 —

      Tja das ist harte Arbeit, hartes Training, und durch die neuen Hüften kann er beim Training alles geben!
      Hätte er sich die neuen Hüften schon vor Jahren machen lassen, wäre er viel früher Weltmeister geworden !

      von wegen doping oder photoshop

    • 23. Oktober 2019 at 10:29 —

      hahahahahahahaha

  8. 23. Oktober 2019 at 10:37 —

    Denke mal, dass Charr komplett von irgendeinem Libanesen-Clan finanziert und gefördert wird.
    Schon seine früher mitunter offensichtlich gekaufen Siege haben nicht zu seinen “mittellos”-Aussagen gepasst, sodass man sich schon damals denken konnte, dass jemand Gegner wie Airich für den “Blitz-KO ohne Schlagwirkung” bezahlt (oder unter Druck gesetzt) hat, und allerspätestens der geschenkte WM-Titel und das “Gratis-Jahr” als Doping-Belohnung dürften diesen Verdacht mehr als eindeutig belegen…

    • 23. Oktober 2019 at 15:11 —

      Wie sagt es sich so schön: “Das Internet vergisst nie.” Auch heute keule ich mich mich regelmäßig hart, wenn ich auf Youtube die KOs von Mahmoud gegen Povetkin und Briedis ansehe.

      Wobei ich zugeben muss, ich konnte mich jetzt nicht entscheiden, was geiler ist, sein Stagediving Rückwärts gegen Povetkin oder sein Kopfüber gegen Briedis durch die Seile. Unterhaltsam sind beide zumindest immer wieder.

      • 24. Oktober 2019 at 21:25 —

        …tatsächlich war in beiden Kämpfen sein “Abdanken” eine wahre Freude, wobei die krachende KO-Niederlage gegen Briedis wohl schon noch etwas erniedrigender (und lustiger) war, zumal Briedis ja Cruiser-Gewichtler und zur damaligen Zeit auch noch nicht wirklich sooo bekannt war, sodass es für Charr(-fans) schon etwas überraschend gekommen sein dürfte, als der kolossale Ausnahme-Athlet aus dem Ring geprügelt wurde… 😉 😉 😉

  9. 24. Oktober 2019 at 16:44 —

    Er wird uns lehren was es heisst über ihn zu lästern. Der Koloß von Colonia ist der Beweis für die Existenz der Reptiloiden. Zumindest deren Anfangsversuche menschenähnlich zu sein. Eigentlich steckt hinter der Kunsthaut Christian Anders, und der macht bald seinen Deal mit Amir Khan auf den Cook-Inseln klar und öffentlich. Werdet sehen.

  10. 25. Oktober 2019 at 11:26 —

    Aber mal zu dem Bild das ist doch aus Predator und nur charrs kopf drauf modelliert.

    • 25. Oktober 2019 at 16:29 —

      Zumindest hatte der Photoshopbearbeiter Humor und hat ihm noch ein paar Schimmelflecken verpasst. Vllt. als kleiner Seitenschwenk zu verstehen, weil er seit zwei Jahren kampflos vor sich hingammelt. Who knows? Möglicherweise irren wir uns auch alle und der Vorzeigedeutsche hat Humor und kann über sich selber lachen.

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