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Mahmoud Charr fordert Mike Tyson heraus

Mahmoud Charr fordert Mike Tyson heraus

Meint Charr das wirklich ernst? So wie der „Kölner Express“ berichtet, hat WBA-Schwergewichtsweltmeister Mahmoud Charr sich Mike Tyson als Gegner angeboten. „Egal wann, egal wo“ zitiert der Express den 35-jährigen Wahlkölner: „Am liebsten natürlich in der Lanxess-Arena. Mit Mike fülle ich die Halle und bringe ganz großes Box-Spektakel nach Köln.“

Damit reiht sich Charr in die Schlange prominenter Zeitgenossen ein, die gerne mit dem mittlerweile 53-jährigen Mike Tyson im Ring stehen würden: Evander Holyfield, Shannon Briggs, auch Tyson Furys Vater John hat den Wunsch geäußert, gegen den ehemaligen vierfachen Weltmeister anzutreten. Zwar wollte der „böseste Mann des Planeten“ (Mike Tyson über Mike Tyson) lediglich ein paar Charity-Fights für einen guten Zweck machen, doch vielleicht könnte Charrs Angebot Mike Tyson in Versuchung führen.

Immerhin würde der Kampf die Chance bieten, nicht nur eine gute Börse, sondern auch einen weiteren Rekord einzufahren. Am 22. November 1986 krönte sich der damals erst 20 Jahre alte ‚Iron‘ Mike Tyson zum jüngsten Weltmeister der Geschichte im Profiboxen. Tyson schlug im WBC-Titelkampf Trevor Berbick nach gerade einmal 5:35 Minuten KO. Angeblich – so wird berichtet – habe Tyson nach dem Kampf in einem Interview erklärt: „Ich bin der jüngste Schwergewichtsweltmeister der Geschichte und ich werde auch der älteste sein”. Mit einem Sieg über Mahmoud Charr könnte Tyson also erneut Geschichte schreiben und sich zusätzlich zum ältesten Boxweltmeister krönen.

Wie der Express weiter schreibt, habe US-Anwalt Pat English für die „Diamond Boy Promotion“ und das „Global Sports Management“ bereits das Okay der WBA eingeholt. Mike Tyson würde also demnach als Herausforderer zugelassen. Einziges Problemchen: einen Fight über drei oder vier Runden müsste Tyson sich dann abschminken: ein offizieller WM-Kampf würde auf zwölf Runden angesetzt.

Mike Tyson stand zuletzt im Jahr 2005 im Ring. Nach seiner Niederlage gegen den krassen Außenseiter Kevin McBride, hängte ‚Iron‘ Mike seine Handschuhe an den Nagel. „Das war’s dann wohl.“ erklärte Tyson seinerzeit: „Ich glaube nicht, dass ich noch einmal kämpfen werde.“

Mahmoud Charr holte sich im November 2017 mit einem Sieg über den damals 40-jährigen Russen Alexander Ustinov den regulären WBA-Gürtel. Aufgrund unglücklicher Umstände stand Charr seitdem nicht mehr im Ring. Trotzdem zeigt sich der Wahlkölner siegesgewiss: „Mike kann sich gerne in ein paar Show-Kämpfen gegen seine alten Rivalen auf Temperatur boxen, ich stehe dann bereit“. Man darf gespannt sein.

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17 Kommentare

  1. 22. Mai 2020 at 22:52 —

    Oh weiha jetzt meldet sich auch noch der Pommes-Bomber zu Wort. Er sollte seinen Papiergürtel lieber gegen Opponenten seiner Kragenweite verteidigen. Fres Oquendo wäre da erwähnenswert. Mit ihm hätte MC’Pommes einen Gegner der 3 Jahreü länger nicht im Ring stand und noch immer unter den Top 15 der WBA geführt wird. Mike ist mit seinen 53 Jahren und 15 Jahren Ringabstinenz noch immer 10 Klassen zu gut für Mahmoud Charr Omeirat. Ein Gefecht würde nur einen schweren Knockout MC’Pommes zur Folge haben, der sicherlich sein frühes und unerwartetes Karriereende nach sich zieht.
    Denke auch nicht das der “amtierende” WBA regular ohne eine einzige Titelverteidigungen in 3 Jahren einen 95/5 Pursesplit zu Tysons Gunsten in Kauf nehmen würde.

    • 23. Mai 2020 at 18:26 —

      Ich weiß ja nicht, ob Du das jetzt 100% ernst meinst.. Aber mit 53 Jahren und nicht unbedingt dem gesündesten Lebensstil, glaube ich kaum, dass Iron Mike noch annähernd in der Form ist, um einen (zugegebenermaßen bestenfalls drittklassigen) aktiven Athleten mal so im Vorbeigehen KO zu schlagen..
      Der handlungsschnellste im Kopf dürfte er davon abgesehen auch nicht mehr sein..
      Unter seiner Würde wäre ein Gefecht mit Charr allemal..
      LG

      • 23. Mai 2020 at 18:48 —

        Dikka mittlerweile müsstes du doch wissen wenn ich etwas ernst oder ironisch meine.

        Ich bin ein großer Tyson Fan, das ist auch klar. Aber auch mir ist bewusst das er mit seinen 53 Jahren maximal 1 Runde auf Profinivea mithalten kann.
        Aber das Charr überhaupt ein Gefecht zur Sprache bringt und das auch noch vollkommen ernst meint, verlangt einfach mal nach einem dicken dicken F…. You!!!!!!

        • 24. Mai 2020 at 11:35 —

          Ja ok.. dachts mir schon.. 😛
          Und im Bezug auf Charrs “Herausforderung” seh ich das natürlich ganz genau so.. 😉

  2. 23. Mai 2020 at 08:38 —

    Ein Kampf zwischen Tyson und Charr hat jetzt nicht wirklich einen sportlichen Wert, aber trotzdem würde Charr damit jede Halle füllen. Nicht er persönlich, aber welchen besseren Anreiz gäbe es für Tyson, als der jüngste und älteste Weltmeister im Schwergewicht zu sein?

    Ich habe nichts gegen Charr, er ist ein Maulheld und seine Märchen über den ersten deutschen Schwergewichtsweltmeister nach Schmeling wurden ihm doch quasi in den Mund gelegt. Wilder will eine Leiche im Ring, Joshua soll Angst vor eine zahnlosen Schlange haben, usw. usw. zwecks Promotion ist doch in der verbalen Vorschlacht alles erlaubt, immerhin bringt es viel Kohle.

    Charr ist nur ein Boxer zweite Klasse, dass ist allen klar, aber davon gibt es ganz, ganz viele und Charr ist wenigsten niemandem davon gelaufen. Er hat sich stets seinem Gegner gestellt, selbst dann, wenn ein KO auch für ihn voraus zu sehen war.

    Charr gegen Oquendo halte ich für einen Rohrkrepierer schlechthin. Wer soll das sehen wollen, ein Boxer der zweiten Garde und ein Boxer der dritten Garde kämpfen um einen WM-Titel? Und der Gewinner wird dann WM? Ne, tut mir leid, aber da ist der sportliche Nährwert doch um einiges geringer, als Tyson gegen Charr!

    Das einzige was gegen diesen Kampf spricht, sind gesundheitliche Gründe. Aber mal ehrlich, Tyson schlägt auch nicht härter als Wilder und Wilder könnte auch ein Gegner von Charr sein. Also was soll es!

    Und was die Gesundheit von Tyson betrifft, was soll ihm im Ring gegen Charr schon passieren, ausser das ihm die Kondition ausgeht?

    Nach dem Kampf wären sicherlich die Karrieren beider Boxer beendet, aber auch das spielt keine wirkliche Rolle, denn beide Karrierer sind bereits am Ende. Die eine schon seit 15 Jahren und die andere schon seit 3 Jahren. Tyson würde danach sicherlich nicht mehr verteidigen wollen und den Gürtel zurück geben. Dann wäre auch endlich wieder der WBA-Titel im Spiel, auch wenn er keinen wirklichen Wert mehr hat.

    Tyson vs. Charr? Für mich eher heute als morgen!!

  3. 23. Mai 2020 at 13:00 —

    Der Witz ist nicht, dass einer WM wird, sondern dass er sich schon WM nennen darf.

    Die Erwähnung Oquendos soll nur die Bedeutungslosigkeit des WBA regular und seines Trägers verdeutlichen.

    Ein Titel, der seit drei Jahren nicht verteidigt werden muss und dessen Verteidigung weder von dem dazugehörigen Verband, noch von irgendwelchen Promotions und deren Athleten eingefordert wird, u
    ist die Materialien nicht wert, aus denen der dazugehörige Gürtel besteht.

    Tyson vs. Charr wäre einfach nur eine dramatische Herabwürdigung der Leistung Mike Tysons im Boxsport. Wenn Tyson noch mal Lust hat auf ein paar 4,5 oder 6 Ründer viel Geld für die Jenigen zu sammeln, soll er es tun. Geld hat Tyson schon lange nicht mehr nötig. Seine finanziellen Probleme aus den Mitte der 2000er Jahre sind überwunden. Er Inhaber einer der größten Marihuana Plantagen der Welt und gehört weltweit zu den größten Produzenten von CBD.

    Es gibt genug andere Größen im Boxsport die als Opponenten in Frage kommen würden, als ein abgehalfterter Boxer aus der 4. Reihe.

    • 23. Mai 2020 at 15:21 —

      Ich glaube nicht, dass man die Leistung eines 53 Jährigen Boxers überhaupt herabwürdigen kann. Schon gar nicht glaube ich, dass Charr das könnte!

      Und die vollen Hallen würden das beweisen, denn niemand käme wegen Charr dorthin!

  4. 23. Mai 2020 at 21:37 —

    Jeder Weltmeister Boxer hat noch einen guten Kampf in den Fäusten auch mit 60

  5. 24. Mai 2020 at 15:49 —

    Oh man, wenn will er als nächstes herausfordern? Foreman oder Michael Spinks? Vielleicht möchte er danach auch noch gegen Beckenbauer Fußball spielen 🙈
    Einfach nur noch peinlich das Gesülze. Soll sich einem aus der ersten Reihe stellen, dann sieht er was kann. Hat Povetkin ihm ja schon gezeigt. Andererseits möchte Iron Mike ja nur 3-4 Runden Boxen, das sollte reichen um den palästinensischen syrischen 2.Deutschen Schergewichtsweltmeister mit libanesischen Wurzeln und einem drittklassigen Gürtel, aus der Halle zu hauen.

  6. 24. Mai 2020 at 16:47 —

    Andererseits möchte Iron Mike ja nur 3-4 Runden Boxen, das sollte reichen um den palästinensischen syrischen 2.Deutschen Schergewichtsweltmeister mit libanesischen Wurzeln und einem drittklassigen Gürtel, aus der Halle zu hauen.

    —–

    Und wer würde sich das entgehen lassen wollen?

    Peinlich hin, peinlich her, Charr hat mit seinen beinahe nicht vorhanden Skills bessere Kämpfe zustande gebracht, als so manch ein Boxer mit besseren Skills. Und falls es tatsächlich zum Kampf zwischen Tyson kommt, dann holt er sich ein volles Haus nach Köln und kassiert nochmals richtig ab, bevor er als Boxer abdankt. Ist das peinlich?

    Wenn es peinlich wäre, würde die Halle leer bleiben, daher hat es Charr aus finanzieller Sicht eigentlich ganz gut gemacht. Hätte er zwischenzeitlich gekämpft, wäre er bereits seinen Titel los, ohne viel Geld zu verdienen. Ich gönne ihm nochmals einen großen Zahltag, wenn er dafür Tyson nach Deutschland holt!

    Und der sportliche Wert?
    Den gibt es mit Charr so oder so nicht, aber auch mit vielen anderen auch nicht. So what?

    • 24. Mai 2020 at 17:19 —

      Abgesehen davon das Tyson hier zulande nie eine Linzens bekommt wer soll das bezahlen? Tyson würde nie unter umgerechnet eine Million Dollar in den Ring steigen und das nach dem Lockdown und in den USA würde das auch keiner kaufen, bleibt also nur ein Showkampf gegen Holyfield wenn überhaupt

      • 24. Mai 2020 at 18:51 —

        Der Kampf müsste ja nicht zwangsläufig in Deutschland stattfinden und einen WM-Kampf mit Tyson lässt sich zu 100% finanzieren. Mal ganz davon abgesehen wäre es wohl einer der billigsten Schwergewicht-WM überhaupt.

        Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Tyson dazu bereit wäre, sich den Titel auch ohne Börse zu holen. Er wäre wieder WM und wahrscheinlich würde er für immer als jüngster und ältester Schwergewichtler aller Zeiten Geschichte schreiben. Mit den 3-4 Runden Showkämpfen könnte Tyson das nicht erreichen!

        Ob der Kampf kommt oder nicht, ist mir ganz egal, ich bin weder ein Charr noch ein Tyson Fan, aber die WBA ist ein Misthaufen und das Charr den WBA-WM-Titel hält ist ein Witz. Solche Dinge führen den Boxsport ad absurdum und so wie es aussieht, wird Charr den Titel noch ein paar Jahre behalten, weil er auf einen großen Zahltag wartet. Sein Marktwert ist aber zu gering, also muss er auf so jemanden wie Tyson hoffen, denn dessen Marktwert ist immer noch sehr hoch. Erst recht wenn er boxt!

        Pulev könnte ja z.B. auch gegen Charr ran, aber dieser WM-Kampf lässt sich wirklich nur schwer finanzieren. Dazu zieht Pulev ebenso wie Charr zu wenig Publikum.

  7. Würde passen, 2 Hohlbirnen im kampf um die Ultimative Krone der World Bum Asssociation.

    Und nachdem Pommespanzer Charr mit dem Junkie Tyson den Boden aufgewischt hat, wird er bestimmt Muhammed Ali herausfordern 😀

    • 25. Mai 2020 at 08:14 —

      Das Mike nicht das Zeug zum Raketenwissenschaftler hat, weiß jeder.
      Du hättest ihm trotzdem lieber dann und wann zuhören sollen. Vielleicht solltest du das grundsätzlich tun. Zuhören, meine ich. In seiner Einfachheit hatte er durchaus gute Gedanken.

  8. 26. September 2020 at 10:23 —

    Ich wäre auch heiß auf ein Comeback von Mike Tyson ,
    wenn dann aber gegen Tyson Fury.
    Manuell Charr ist ja nun wirklich kein Maßstab.
    Es ist nur wirklich so , daß man mir 54 Jahren einfach nicht mehr diese Energie hat. Ich spreche aus Erfahrung . habe aber auch gesundheitliche Probleme. Seit einiger Zeit mache ich Gewichtweben und da gibt es 80 jährige , die einigen jungen etwas vormachen.
    Die Psyche von “Iron Mike” sollte wohl auch gelitten haben. Aber man weiß ja nie. Ich habe den Kampf Zack Page (ein kleiner schneller Mann , allerdings ohne Schlagkraft) gegen Manuel Charr in Schwerin live gesehen und mir auch den Kampf Tyson Fury gegen Zack Page angesehen.
    Ich weiß nicht wie man die Qualität dieser Leute einschätzen soll.
    Mike Tyson ist natürlich um Welten kleiner als z.B. Tyson Fury (natürlich nur von der Körpergröße , damit hier keine Missverständnisse aufkommen)
    Vielleicht ist Mike Tyson auch schon wieder zu klein und kann sich auch noch kleiner machen,
    Wenn er in der 1. oder 2. Runde mal hart trifft , dann ist es vorbei auch mit 54.
    Ich erinnere nur an George Foreman,
    Das ist aber nur Theorie. Ich kann es nicht beurteilen und nicht in Mike Tyson reinschauen,
    Freuen würde ich mich , weiß aber nicht , ob es vernünftig ist.

    • 26. September 2020 at 12:32 —

      Das glaubst Du doch nicht im Ernst..!??

      Selbst in seiner Prime hätte Mike mit Sicherheit massive Probleme mit Fury gehabt..
      Das was Du da pantasierst wäre vorsätzliche Körperverletzung..

  9. 26. September 2020 at 13:39 —

    So hat jeder seine Meinung.
    Ich habe ja geschrieben “wenn er hart trifft”. Das wird er wohl aber vielleicht nicht , weil er nicht ran kommt. Ich weiß es nicht.
    Du hast wohl recht. Danke für die freundliche Antwort.
    Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben , weil ich nur komische Antworten bekomme , hatte aber die Hoffnung , daß es auch Leute mit Argumenten gibt. Da habe ich mich ja wohl geirrt.

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