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Mahmoud Charr – erst Whyte, dann Joshua

Mahmoud Charr – erst Whyte, dann Joshua

Nachdem Schwergewichtschampion Mahmoud Charr im vergangenen Oktober öffentlich verkündet hatte, er sei nicht an einem Kampf gegen Dereck Chisora interessiert, weil der „noch nicht mal unter den top 15 der Rangliste gelistet“ sei (KLICK), hat nun wohl ein anderes Heavyweight die Begehrlichkeiten von Charr geweckt.

Wie „Sky Sports“ berichtet, hat der 35-jährige angekündigt, er sei bereit, in Großbritannien gegen Dillian Whyte anzutreten. Im Januar hatte Charr verlauten lassen, dass es bald eine Ankündigung in Bezug auf die Verteidigung seines regulären WBA-Titels geben würde: „Wir stehen kurz davor euch endlich zu berichten, wo mein nächster Kampf stattfinden wird!“ Selbst Termin und Austragungsort soll Charr mittlerweile schon genannt haben: 11. April, Dubai. Findet nun also doch noch der Kampf gegen Pflichtherausforderer Trevor Bryan statt?

Schon im Mai vergangenen Jahres hieß es: beide Lager hätten sich geeinigt, ein für November 2019 geplanter Kampf in Kinshasa fand jedoch nicht statt. „Liebe Boxsportfreunde, leider ist mein Kampf „Rumble in the Jungle“ geplatzt. Don King hat zwar den Kampf angekündigt und mir den Kampfvertrag zukommen lassen, hat dann den Kampfvertrag aber nie unterschrieben. Stattdessen hat er immer wieder mit Versprechungen und weiteren Verträgen die Unterzeichnung des Vertrages hinausgezögert.“ beklagte sich der ‚Diamondboy’ im Herbst vergangenen Jahres.

Nun könnte es wohl doch zu einem Aufeinandertreffen zwischen Mahmoud Charr und Trevor Bryan kommen. Charr scheint sich allerdings darüber noch nicht ganz sicher zu sein: „Wenn die WBA Trevor Bryan nicht akzeptiert, möchte ich gegen (einen Gegner) aus den Top 15 kämpfen”, sagte Charr gegenüber „Sky Sports“.  Fraglich ist, warum die World Boxing Association den Pflichtherausforderer nicht als Gegner akzeptieren sollte.

Laut eigenem Bekunden würde der ‚Diamond Boy‘ auch gerne gegen ‚Body Snatcher‘ Dillian Whyte boxen. Der – das steht schon so gut wie fest – steht erstmal im April oder Mai mit Alexander Povetkin im Ring, hatte aber im Interview bei „Sky Sports“ ebenfalls Interesse an einer Begegnung mit Charr: „Ein großartiger Kampf, Charr wäre ein guter Kampf.”

Für den Wahlkölner wäre Whyte nicht nur ein echter Prüfstein, sondern – im Falle eines Sieges – auch ein Sprungbrett, so sieht es zumindest der ‚Diamondboy‘: „Ich will nach Großbritannien kommen, gegen Dillian Whyte kämpfen und diesen Kerl KO schlagen, weil ich Joshua will. Ich will das beste Schwergewicht auf dem Planeten, das ist Joshua im Moment. Ich weiß, wenn ich in Großbritannien kämpfe, kann ich der nächste Prince Naseem werden. Alle Leute werden es lieben, weil ich ein großes Herz habe. Ich bin ein Kämpfer, ich fürchte niemanden und ich kämpfe gegen jeden. Wenn ich Dillian Whyte in Großbritannien schlage, werde ich der nächste große Herausforderer für Anthony Joshua. Ich hoffe, dass ich in Zukunft in England einen großen Kampf machen kann, weil ich England einfach liebe, ich liebe die englischen Fans. Die besten Boxfans kommen aus England.“

Nun bleibt also abzuwarten, ob der ‚Diamond Boy“ auf seinem Weg „von der Straße zu den Sternen“ nach über zwei Jahren Ringabstinenz auch Zwischenstationen in Dubai und Großbritannien einlegt.

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10 Kommentare

  1. 14. Februar 2020 at 07:36 —

    Wie? Bryan ist WBA-Pflichtherausforderer von Charr und Pommespanzer sagt “Wenn die WBA Bryan nicht akzeptiert (…)?.
    Mit viel Blabla für ein paar Minuten ins Rampenlicht…

  2. 14. Februar 2020 at 08:37 —

    Wäre gut wenn der kampf endlich kommt. Wenn es wieder nicht klapp sollte man den schuldigen den titel aberkennen und für den anderen einen neuen gegner benennen. huck oder lovejoy wären gut

  3. 14. Februar 2020 at 10:45 —

    Ufff, 2.5 Jahre kein Gefecht bestritten, keine einzige Verteidigung des Papiergürtels der WBA, weiß der Geier warum noch immer Inhaber des Jenigen angesprochenen und will trotzdem immer noch mehr als er vertragen kann. Gibt eh keinen Payday für Charr. Keiner will diesen mittlerweile bedeutungslosen Titel. Wenn das nehmlich der Fall wäre, hätte jede Promotion schon lange Alarm geschlagen und die Aberkennung des Titels gefordert.

    • 14. Februar 2020 at 11:22 —

      2,5 Jahre keine Verteidigung oder sonst was und nach dem Dubiosen Doping “Skandal”, kam ja auch nix von der WBA. Ich finde das Spricht dafür das die WBA sich null für den Titel des Regulären Champions Interessiert.
      Das mit Charrs Titel erinnert mich an meinen alten Hund und sein schmuse Kissen. Keiner will das Ding haben, ist schon ziemlich ranzig und kaput, aber er ist so Stolz drauf und muss es jedem Zeigen der zu besuch kommt.

  4. 14. Februar 2020 at 11:57 —

    Einfach nur geil Bubba…
    Hab nun ein fettes Grinsen im Gesicht, danke.

  5. 14. Februar 2020 at 12:17 —

    Wie der sich bei den Engländern einschleimt, bestimmt ist er jetzt englischer Staatsbürger und muß lediglich noch seinen Pass abholen der im Rathaus in der Schublade neben seinem deutschen Pass liegt😂

  6. 14. Februar 2020 at 13:16 —

    Ich schmeiß mich weg, Größenwahn hat einen Namen…Mahmoud Charr!!!

    Also erstmal bin ich der Meinung wenn der Kampf zwischen Charr vs Bryan wieder nicht zustande kommt, sollte man beiden ihre jeweiligen Titel entziehen!

    Kommt der Kampf zustande, kann man wohl davon ausgehen das es Charr´s erste und letzte Titelverteidigung war!?

    Wie kommt er eigentlich darauf, das wenn er Whyte besiegen würde dann einen Kampf gegen Joshua bekommt????
    Bei einen Sieg, so abwegig das auch klingt, wäre er Interim-WM der WBC und würde doch eher auf Wilder treffen und das wiederum käme einen Todschlag gleich!

    • 15. Februar 2020 at 13:35 —

      Naja abwarten ob Charr bei einem Sieg gegen Whyte auf Wilder trifft. Noch hat er den Gypsi nicht geschlagen.

  7. 15. Februar 2020 at 17:03 —

    Charr sollte weniger träumen,sondern zusehen das er überhaupt einen Kampf auf die Beine stellt !!!
    Und diesen Titel WBA regulär haben die bestimmt schon abgeschafft,nur leider vergessen es Mahmoud mitzuteilen 😁😁

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