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Madison Square Garden – Start ins Boxjahr 2019

Im Madison Square Garden, dem absoluten Mekka des Boxsports in New York, startet das Boxjahr 2019 am Freitag, dem 18. Januar mit mehreren Titelkämpfen und anderen guten Ansetzungen. Veranstalter ist Eddie Hearn, der mit seiner Matchroom Boxing Promotion zusammen mit DAZN.com das Boxsportpublikum in den USA erobern will.

Einen der Hauptkämpfe bestreitet der Amerikaner Demetrius Andrade (26(16)-0-0) gegen den gebürtigen Russen Artur Akavov (19(8)-2-0). Für Andrade ist es die erste Verteidigung des WBO-Gürtels im Mittelgewicht. Der WBO-Champ ist dem Publikum hinreichend bekannt. Der Herausforderer trägt den WBO-International-Gürtel und liegt im WBO-Ranking auf #8. Akavov stand schon einmal gegen den vorherigen WBO-Champ Saunders im Ring und hat dabei gut aussehen können, weil Saunders absolut nix auf Reihe bekam. Er sah sich sogar genötigt, sich nach dem Kampf vor seinem Publikum für seine schlechte Leistung zu entschuldigen. Wie es ist, einen Gegner zu unterschätzen, sollte auch Andrade genau wissen. Als er 2017 im Halbmittel gegen Jack Culcay kämpfte, dachte auch kaum jemand, dass Culcay so stark auftrumpfen kann. Favorit in diesem Kampf ist Andrade. Dennoch dürfte dieser Kampf womöglich recht interessant sein, weil sich 2 Rechtsausleger gegenüber stehen werden. Es dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein, dass auch Rechtsausleger mit „unbequemen Rechtsauslegern“ schlecht klar kommen.

Einen weiteren WM-Kampf gibt es im Superbantamgewicht zwischen dem in Australien lebenden irischen IBF-Weltmeister TJ Doheny (20(14)-0-0) und dem Japaner Ryohei Takahashi (16(6)-3(1)-1, IBF #10). Bereits in seinem vorigen Kampf hat Doheny den besser platzierten Japaner Ryosuke Iwasa (#3) nach Punkten besiegt. Ob sein Landsmann mehr Erfolg gegen Doheny hat, muss man bezweifeln.

Um einen Eliminator-Kampf handelt es sich bei der Begegnung zwischen Jorge Lineares und Pablo Cesar Cano. Der Sieger bekommt die Gelegenheit, WBC-Superleicht-Weltmeister Regis Prograis heraus zu fordern. Linares will nach seiner Niederlage gegen Lomachenko in der nächst höheren Gewichtsklasse an seine Erfolge im Leichtgewicht anknüpfen. Er sollte mit seinem Gegner keine all zu großen Schwierigkeiten haben. Cano hat bisher jeden Kampf gegen halbwegs gute Gegner verloren und holte in seinem letzten Kampf den WBC-International-Silverbelt womöglich auch nur, weil sein Gegner wegen einer Cutverletzung nicht weiter machen konnte.

Auf der Card ist auch „Big Baby“ Jarrell Miller vertreten. Internetspekulationen zufolge soll er gegen WBA-Interim-Champ Trevor Bryan kämpfen. Ob das so kommt, wird man erst sehen, wenn diese Kampfansetzung offiziell bestätigt und bei BoxRec eingetragen wird. Als halbwegs bekannter Undercard-Füller wird Weltergewichtler Chris Algieri vertreten sein, der gegen Daniel Gonzalez kämpfen wird. Algieri hat im November nach 2 Jahren Pause wieder zurück in den Ring gefunden, ist aber wie sein Gegner in allen Rankings unter „ferner liefen“ platziert. Er hat einen Vertrag mit Eddie Hearn ergattert und man muss sehen, ob er sich noch einmal in den Ranglisten nach oben hangeln kann.

Für die Fans des Frauenboxens gibt es im MSG einen Knüller zu sehen. Amanda Serrano, die jüngere der „Serrano-Sisters“, hat ebenfalls einen Vertrag über 3 Kämpfe mit Eddie Hearn ergattert und strebt einen fürstlich bezahlten WM-Fight gegen Katie Taylor an. Taylor hatte zuletzt ihre Schwester Cindy klar nach Punkten besiegt und da Amanda die eigentlich bessere Boxerin ist, glaubt sie nun, dass sie ihre Schwester „rächen“ kann. Eigentlich hatte sich Amanda Serrano in Richtung MMA orientiert und wollte nicht mehr klassisch boxen. Da sie jetzt mit guten Börsen rechnen kann, wird doch weiter geboxt. Dabei verfolgt sie das Ziel, in einer weiteren Gewichtsklasse Weltmeisterin zu werden. In ihrem letzten Kampf holte sie sich im September den WBO-Super-Leichtgewicht-Gürtel. Nur 3 Monate später will sie am Freitag im Super-Fliegengewicht um den vakanten WBO-Gürtel boxen. Das sind immerhin 10 kg Gewichtsunterschied. Wie sie das hinbekommen wird und was sie am Kampftag im Ring wiegen wird, will man am besten gar nicht erst wissen.

Eva Voraberger ist zu Recht stolz darauf, dass sie in New York boxen kann. Immerhin ist sie die erste Österreicherin, die in den USA einen WM-Kampf bestreitet. Dann auch noch ihren Namen auf Leuchtplakaten zu lesen und im „Garden“ zu kämpfen, dürfte sowohl für sie, als auch für ihren Trainer Dominik Junge ein absolutes „high-light“ sein.

Der Plan war, dass Amanda Serrano gegen Raja Amasheh aus Deutschland kämpfen wird. Aus dieser Ansetzung wurde nichts, weil Amasheh gegenwärtig wegen einer noch nicht ausgeheilten Handverletzung im Trainingsrückstand ist und zu diesem Termin nicht antreten konnte. Sie hat den Titel frei gegeben und nun ist ihre Freundin und Teamkollegin Eva Voraberger diejenige, die den Gürtel wieder mit nach Europa bringen soll. Die Österreicherin trainiert wie Amasheh beim Karlsruher Mach1 Team von Dominik Junge. Eva Voraberger und Dominik Junge sind bereits am Sonntag nach New York gereist. Raja Amasheh wird im Laufe der Woche ebenfalls in New York einfliegen und in der Ecke von Eva Voraberger zu finden sein. Es wird gewiss nicht leicht, in New York gegen Amanda Serrano zu gewinnen. Sollte Serrano sich den vakanten Gürtel schnappen, kann man getrost davon ausgehen, dass ihr die äußerst couragierte Amasheh noch im Ring „den Krieg erklärt“ und sie medienwirksam herausfordert.

Die Veranstaltung wird in Europa von DAZN.com (kostenpflichtig) in der Nacht von Freitag auf Samstag ab 3:00 Uhr und auch auf SKY übertragen.

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11 Kommentare

  1. 16. Januar 2019 at 10:19 —

    Serrano-Sisters…….!?!?
    Ist der Name echt oder liegt das an ihren herrlich geformten Hinterschinken 😉

  2. 16. Januar 2019 at 11:21 —

    Miller ist von der card gestrichen

  3. 16. Januar 2019 at 12:30 —

    DAZN wird Pacquiao vs Broner hier in Deutschland übertragen!

  4. 16. Januar 2019 at 15:15 —

    Linares vs Cano ist nun laut BoxRec auch kein Eliminator mehr. Es soll um den WBC-International-Silver geboxt werden. Ein Titel aus der 3. Reihe, kaum der Rede wert.

    • 17. Januar 2019 at 07:36 —

      Mittlerweile sind diese Mickey Mouse Titel Headliner einer PPV Veranstaltung, siehe Pac vs Broner.

      • 17. Januar 2019 at 10:22 —

        naja der wbc int. silver titel ist schon nochmal 2 stufen unter dem wba reg. der wbc silver titel entsprich ihn eher (direkt unter dem wm titel).
        schwiriger ist es da schon den neuen wba gold titel einzuordnen.

        • 17. Januar 2019 at 12:34 —

          jetzt reden wir schon über Stufen. Diese Gürtel fallen alle in eine Kategorie und zwar Arsch abwischen.

          • 17. Januar 2019 at 17:04

            naja regionale und überregionale titel sollte es schon geben. es kann nicht jeder weltmeister sein. es gibt landesmeister, regionalmeister und auch interkontinental meister. alle haben ihre berechtigung.
            man kann z.b. wie beim silver titel einen titel haben der einen z.b. zum PH macht! und um den und den silver titel träger kann der interconti/international titelträger herausfordern usw. usw. dann macht das ganze schon sinn!

          • 18. Januar 2019 at 08:52

            Es kann nicht jeder Weltmeister sein. 😀 😀 😀

        • 17. Januar 2019 at 13:12 —

          wba gold titel? ist der nun besser als der Reguläre oder der Superchamp der WBA?

          Milanista82 Guuter Kommentar 😀

          • 17. Januar 2019 at 17:01

            nein er soll wohl den interims titel aufwerten und ersetzten. bisher sind soro und Goulamirian titelträger. bryant und die anderne interims weltmeister sind weiter interims weltmeister. siehe wbaboxing.com/wba-ranking#.XECmoarQZaQ.

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