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Lukas Konecny überzeugt bei Titelgewinn gegen Larbi – TKO in Runde 7

Im Kampf um den Interimsgürtel der WBO im Halbmittelgewicht setzte sich am Donnerstagabend in Tschechen der Lokalfavorit Lukas Konecny souverän gegen den Franzosen Salim Larbi durch. Der 33-Jährige dominierte den guten Kampf deutlich und stoppte den vor allem körperlich überforderten Larbi in der siebten Runde, nachdem er ihn besonders mit einer Unzahl von Körpertreffern niedergerungen hatte.

Wie zu erwarten trat Lukas Konecny von Beginn an den Vorwärtsgang an ohne dabei jedoch anfangs seine Fäuste fliegen zu lassen. Auf seine dichte Deckung prasselten dabei vereinzelte Jabs vom zurück weichenden Larbi ein, die aber kaum durch kamen. Das heimische tschechische Publikum fing schnell an jeden einzelnen Treffer des Favoriten zu bejubeln, doch auch Larbi fand in der zweiten Hälfte der ersten Runde überraschend häufig mit guten Schlägen das Ziel. Allerdings wurde schon früh deutlich, dass dem Franzosen wohl die Schlagkraft fehlte um Konecny auch nur annähernd zu beeindrucken, während Konecnys Treffer um einiges härter wirkten. Auch in der zweiten Runde bestimmte der Tscheche Tempo und Geschehen und schubste ihn nach Belieben durch den Ring. Dabei wechselte er clever zwischen Körper- und Kopftreffern und wirkte Larbi körperlich um Klassen überlegen.

Auch in der dritten Runde war es Konecny, der die besseren Treffer setzte, obwohl sich Larbi teuer verkaufte und vor allem auch mit dem Aufwärtshaken einigen Erfolg hatte. So genoss der Franzose anderthalb Minuten in die Runde hinein seinen bis dato größten Erfolg, als er zehn Sekunden lang Kombinationen schlug und dabei einige gute Treffer unterbrachte. Dadurch angestachelt revanchierte sich Konecny allerdings direkt darauf und ließ seinerseits die Fäuste spektakulär fliegen. Dabei wirkte Larbi leicht angeschlagen und stolperte leich durch den Ring. Doch der Franzose kam auch wieder gut zurück, so dass sich eine exzellente Runde entwickelte, die zwar wohl an Konecny ging, in der allerdings beider Boxer starke Aktionen vorzuweisen hatten. Als Erinnerung an die Runde blieb dem Tschechen zudem ein Cut an der Nase und einer an der linken Augebraue, die seine Ecke allerdings beide umgehend gut verarztete.

Unbeeindruckt von den Verletzungen leistete Konecny in der vierten Runde wieder sehr gute Arbeit gegen den tapfer kämpfenden Larbi. Als sich gegen Ende ein Cut wieder öffnete, erhöhte er deutlich das Tempo und schien bereits auf den KO zu gehen. Doch Salim Larbi bewies seine Zähigkeit und blieb unbeeindruckt von brutalen Körpertreffern und linken Haken zum Kopf. Das Muster setzte sich in der fünften Runde fort, die sich zunehmend einseitiger entwickelte, da Larbi sich nun schwächer durch den Ring bewegte und weniger zurück schlug.

Der Kräfte zerrende Stil, den Konecny dem Kampf aufzwang, hinterließ langsam sichtbare Spuren bei Larbi, der inzwischen weniger darauf aus zu sein schien die Runden zu gewinnen, als bloß zu überleben. Die vielen Körpertreffer, die Konecny in den ersten fünf Runden hatte anbringen können zahlten jetzt ihre Dividenden, und so dominierte der Tscheche die sechste Runde klar. Besonders zum Ende der Runde hin drehte er noch einmal auf und raubte dem erschöpften Larbi so die letzten Kraftreserven. So bereitete er den KO vor, der eine Runde später kommen sollte. In der siebten Runde nagelte er einmal mehr Larbi an den Seilen fest und landete harte Treffer zu Kopf und Körper. Am Ende ging der Franzose wegen der Vielzahl der Treffer und wohl auch einer Rechten zum Schluss, die ihn an den Rippen traf zu Boden. Er fand zwar wieder auf die Beine, doch der Ringrichter entschied sich dazu den Kampf vertretbarerweise abzubrechen.

Lukas Konecny gewann dadurch in seinem einundfünfzigsten Kampf seinen ersten WM-Titel, nachdem er in seinem ersten Versuch 2008 an Sergei Dzinziruk gescheitert war. Seitdem ist der unangenehm boxende Tscheche nun ungeschlagen und nach seinem achtundvierzigsten Profisieg steht ihm nun sicherlich die Chance ins Haus einen der ganz großen Namen des Halbmittelgewichts vor die Fäuste zu kriegen. Der 24-jährige Salim Larbi hingegen kassierte seine zweite Profiniederlage im zwanzigsten Kampf.

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7 Kommentare

  1. Tom
    6. April 2012 at 00:45 —

    @ Benjamin

    Guter Bericht,aber zwei Berichte über Ein und das Selbe Thema bringen halt nicht viel!

  2. Pitt
    6. April 2012 at 07:25 —

    Offensichtlich zwei verschiedene Berichte von zwei verschieden adrivo-Autoren.
    Dadurch werden diese Berichte aus unterschiedlichen Perspektiven gezeigt.

    Warum eigentlich nicht?

    Journalistische Meinungsvielfalt.

  3. Pitt
    6. April 2012 at 08:01 —

    Berichtigung:
    Es muss heißen:Dadurch werden die Kämpfe aus unterschiedlichen Perspektiven gezeigt.

  4. kevin22
    6. April 2012 at 08:06 —

    Ich glaube Benjamin sollte ursprünglich mal unter der Rubrik “Gastkommentare” posten und nun bringt er seine Berichte immer in den News!?
    War ja beim Lebedev Kampf ebenso und vor zig Monaten gab es das Problem auch schon.

  5. Baron
    6. April 2012 at 08:32 —

    War ein guter Kampf,weiter so, aber die scheiß Werbung muß nicht sein.

  6. Pitt
    6. April 2012 at 09:21 —

    @Baron
    Ohne die Werbung wäre die ganze Übertragung gar nicht finanzierbar.

  7. Boxer44
    6. April 2012 at 20:08 —

    Gegen ein schlagstarken Gegner bricht Lukas ein wie die ehemalige Ostmauer. Der schlägt zu wild, unkontroliert und viel zu offen. Das war auch der Grund, weshalb er es nie bis ganz nach oben geschafft hat.

    Macht aber spass dem zuzuschauen 🙂

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