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Luis Ramos Jr. bekommt Sieg zugesprochen in engem Kampf gegen Beltran

Einen ordentlichen, sehr engen Kampf zwischen dem ungeschlagenen Leichtgewichtler Luis Ramos Jr. und Raymundo Beltran gewann am Freitagabend am Ende Luis Ramos. Den 23-jährigen US-Amerikaner sahen die drei Punktrichter in Kalifornien knapp vorne und bewahrten ihm daher seinen lupenreinen Kampfrekord, obwohl Beltran ihm alles abverlangte und ihm ein starkes Gefecht bot.

Der Kampf begann mit einem gemäßigten Tempo und erinnerte in der ersten Runde an ein Schachspiel mit Fäusten. Beide Boxer wollten kontern, so dass keiner führte und jeder auf den Angriff des anderen wartete. Ein paar Schläge fanden ihr Weg ins Ziel, und Luis Ramos Jr. hatte die etwas bessere Runde, jedoch bekamen die Zuschauer noch nicht sonderlich viel Action geboten. In der zweiten Runde kam Beltran besser mit der Rechtsauslage von Ramos zurecht und sicherte sich die erneut enge Runde, die ein wenig mehr Unterhaltung bot, wohl.

Die dritte Runde hielt dann gemischte Gefühle für Luis Ramos Jr. bereit. Auf der einen Seite hatte er seine beste Runde, da er nun gut in Kombinationen schlug und damit schöne Treffer setzte. Auf der anderen Seite erlitt er nach einem unabsichtlichen Kopfstoß einen Cut über dem rechten Auge, den der Ringrichter vom Ringarzt begutachten ließ. Der Kampf konnte jedoch vorerst fortgeführt werden, und Beltran kam mit einer besseren vierten Runde zurück. Im fünften Durchgang kamen die Köpfe der beiden Boxer erneut zusammen, wobei wieder Luis Ramos der Leidtragende war. Einmal mehr untersuchte der Doktor den 23-Jährigen, und gab dann das OK zur Fortführung des Kampfes.

Der Kampf hatte inzwischen abseits der Kopfstöße deutlich an Tempo gewonnen und sich zu einem ordentlichen Gefecht entwickelt, in dem beide Boxer ihre Momente hatten. Raymundo Beltran punktete immer wieder mit seinem linken Haken, während sich Luis Ramos hauptsächlich auf seine linke Gerade verließ. Die engen Runden waren nicht leicht zu scoren, doch nach sechs Runden schien der Kampf ausgeglichen zu sein. Die siebte Runde fochten beide Boxer im Infight aus, wo sich beide schwer taten bedeutsame Treffer zu erzielen, auch da keiner von ihnen sich wirklich auf die Arbeit zum Körper konzentrierte. Erst als wieder etwas mehr Distanz aufkam, brachte Ramos mit einer linken Hand den besten Treffer der Runde an und sicherte sie sich somit womöglich.

Ramos wollte sich nun auf den Punktzetteln absetzen und versuchte mit einem Kampf aus der Distanz seine überlegenen technischen Fähigkeiten auszuspielen. Beltran legte jedoch einen guten Schlussspurt in der Runde hin mit einem harten linken Haken gefolgt von einer guten rechten Geraden. Eine erneut enge neunte Runde mit leichten Vorteilen für Beltran folgte, so dass die letzte Runde zur Entscheidenden zu werden schien. Diese war noch einmal wild umkämpft, doch es war Raymundo Beltran, der in den letzten Sekunden zwei gute Treffer setzte und sich somit noch einmal leichte Vorteile verschaffte.

Die Punktrichter hatten eine schwierige Aufgabe vor sich um einen Sieger zu bestimmen, und fällten schließlich ihr Urteil mit einem Sieg für Luis Ramos. Zwar war der Sieg für das junge Talent durchaus vertretbar, doch fielen die Karten von den Punktrichtern Jen-Kin und Sandoval mit 97-93 zu deutlich aus, während Fritz Werner ein akzeptables 96-94 für Ramos auf dem Zettel hatte.

In seiner sechsten Profiniederlage konnte Raymundo Beltran durchaus damit ein wenig mit dem Glück hadern, da sich Ramos sicherlich auch nicht hätte beschweren können, wäre das Urteil andersherum ausgefallen. Ein Unentschieden wäre möglicherweise am gerechtesten gewesen, doch so gelang Ramos Jr. der einundzwanzigste Sieg im einundzwanzigsten Profikampf. Zudem gewann er den vakanten NABA USA Gürtel im Leichtgewicht.

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