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Lucas Matthysse schlägt Humberto Soto in fünf Runden KO

Am Samstagabend besiegte Lucas Martin Matthysse den Mexikaner Humberto Soto. In einem sehr zuschauerfreundlichen Kampf gelang Matthysse der KO plötzlich am Ende der fünften Runde, nachdem sich beide Boxer zuvor ausgeglichen bekämpft hatten.

Humberto Soto erwischte den besseren Start und landete in der ersten Runde die klareren Treffer. Nicht nur war er aktiver als Matthysse, der zwar den Votwärtsgang antrat, aber dabei die Fäuste zu wenig fliegen ließ, sondern er kam auch immer wieder gut durch mit harten Treffern, vor allem wenn er Kombinationen schlug. Auch in der zweiten Runde bewegte sich Soto weiter stark durch den Ring und nutzte seine schnelleren Hände um zu punkten. Die erwartete Schlacht entwickelte sich zunächst noch nicht, da Matthysse Probleme hatte seine beste Waffe, die rechte Gerade, anzubringen. Ließ sich Soto ausnahmsweise mal an den Seilen stellen, fand er schnell einen Weg wieder in die Ringmitte zu kommen und Matthysse so kein statisches Ziel zu bieten. Trotzdem kam der Argentinier ganz zu Ende der zweiten Runde plötzlich voll durch mit seiner rechten Geraden und Soto, dessen Balance nicht ganz stimmte, ging zu Boden. Der Ringrichter entschied jedoch wohl zu Recht nicht auf Niederschlag, da Soto gleichzeitig ausrutschte, und der gute Schlag nicht unbedingt der Grund für den Bodenbesuch war.

In der dritten Runde bemühte sich Matthysse nun zunehmend darum zum Körper zu arbeiten und genoss direkt mehr Erfolg. Humberto Soto reagierte auf die Treffer des Argentiniers angestachelt und versuchte stets direkt seinerseits mit Kombinationen zurück zu kommen. So entwickelte sich nun ein actionreicher Kampf, in denen beide Boxer zwei Treffer hinnahmen um einen zu landen. Weder Soto noch Matthysse zeigten sich bereit einen Schritt zurück zu machen und droschen bis zu den letzten Sekunden der Runde brutal aufeinander ein. Zu Beginn der Vierten versuchte Soto wieder ein wenig mehr zu boxen und die Distanz zu halten, doch schon bald entwickelten sich wieder offene Schlagabtausche. Jeder einzelne Schlag schien mit der Intention abgefeuert zu sein den Gegner auszuknocken, doch die beiden eisenharten Krieger zuckten kaum mit der Wimper.

Zu diesem Zeitpunkt schien der Kampf völig ausgeglichen, auch wenn Soto Matthysses Kampf zu boxen schien. Kaum einmal hielt der Mexikaner nun die Distanz, sondern legte sich stattdessen in der von Matthysse bevorzugten Haldbistanz mit seinem hart punchenden Kontrahenten an. Und am Ende der fünften Runde rächte sich das für Soto. Nachdem Matthysse eine gute rechte Gerade gelandet hatte, hielt Soto sich an seinem Gegner fest. Im Clinch landete Matthysse einen linken Haken gefolgt von einer weiteren rechten Geraden, die Soto rückwärts in die Seile stolpern ließ. Matthysse setzte nach, landete eine harte rechte Gerade, und Soto ging hart zu Boden. Das Ende der Runde rettete Soto, der kaum gerade stehen konnte, als er auf die Beine fand kurz bevor der Ringrichter bei Zehn angekommen war. Er stolperte in seine Ecke und wurde dort von seinem Team schnell behandelt. Sein Trainer erkannte jedoch schnell, dass Soto immer noch sehr stark mitgenommen war. Er entschloss sich dazu Soto gar nicht wieder zur nächsten Runde heraus kommen zu lassen und den Kampf sofort abzubrechen.

Damit wurde Lucas Martin Matthysse zum Sieger durch TKO in der sechsten Runde erklärt und feierte seinen einunddreißigsten Profisieg. Zum Zeitpunkt des Abbruchs hatten zwei der drei Punktrichter Matthysse vorne, während der dritte es unentschieden sah. Humerto Soto erlitt seine erste Niederlage seit sechzehn Kämpfen und ging das erste Mal seit mehr als zwölf Jahren KO. Matthysse hat damit sich das Recht erarbeitet den Sieger des Kampfes zwischen Danny Garcia und Amir Khan um den WBC-Gürtel herauszufordern.

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