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Lomachenko zerstört Crolla in vier Runden

Lomachenko zerstört Crolla in vier Runden

Vasily „Hi-Tech“ Lomachenko hat den Kampf gegen seinen Pflichtherausforderer Anthony Crolla erwartungsgemäß für sich entscheiden können. Dabei ließ es Loma langsam angehen. Doch auch, wenn in der ersten Runde nicht viel passierte, wurde schnell klar, wer der „Chef“ im Ring ist: Loma glänzte wie üblich mit Speed, Präzision und Beinarbeit vom Feinsten. Unterm Strich konnte man den ersten Durchgang wohl als lockeres Sparring für Loma werten.
Auch in der zweiten Runde zeigte sich: selbst, wenn Loma nicht viel schlägt, boxt er in einer anderen Liga als „Million Dollar“ Crolla. Erst gegen Rundenende drehte Loma etwas auf und brachte Crolla in Bedrängnis. In Runde 3 war dann „Schluss mit lustig“, Lomachenko hatte wohl seine Betriebstemperatur erreicht oder war es leid, mit Crolla zu spielen. Gegen Ende der ersten Minute schlug Loma eine Dreierkombination, deren letzter Schlag an Crollas Kopf landete, nur der Anfang vom Ende für Crolla, den Loma an den Seilen stellte und beidhändig bearbeitete.
Ringrichter Jack Reiss ging dazwischen, was nicht nur Lomachenko anfänglich als Ende des Kampfes interpretierte, doch Reiss war der Meinung, dass nur die Seile einen Niederschlag verhindert hätten, zählte Crolla an und gab den Fight Sekunden vor dem Rundenende noch einmal frei.
In Runde 4 ließ Loma seinem Gegner – der einem eigentlich nur leidtun konnte – nicht den Hauch einer Chance und beendete das ungleiche Gefecht mit einem rechten Haken. Verlierer Anthony Crolla zollte seinem Bezwinger  nach dem Kampf Respekt: “Er ist besonders. Er verschwendet keinen einzigen Schlag. Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich so zu Boden gegangen bin. Er ist noch besser, als ich gedacht habe. Seine Balance und seine Füße sind unglaublich und die Winkel, aus denen er attackiert, sind wahnsinnig gut!”

Lomachenko äußerte nach dem Fight im ESPN-Interview, er habe Interesse an einem Kampf gegen Mikey Garcia.

Wie später bekannt wurde, hat Lomachenko sich beim Kampf möglicherweise die rechte Hand gebrochen.

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Wer den Kampf verpasst hat, findet ihn möglicherweise noch hier:

Auf der Undercard konnte Gilberto “Zurdo” Ramirez ebenfalls einen Sieg feiern. In seinem ersten Kampf im Halbschwergewicht gewann Ramirez mit TKO in Runde 4 gegen Tommy Karpency. Nach dem Kampf klagte Karpency, dass Ramirez ihm im Ring die Rippen gebrochen habe. “Wir werden sehen, was als nächstes kommt, aber ich fühle mich großartig.” sagte Ramirez danach im Interview: “Mein neuer Cheftrainer Julian Chua hat mich hervorragend auf diesen Kampf vorbereitet. Karpency war ein harter Kerl.”
Ramirez, der erst kürzlich von Mazatlan in Mexiko nach Los Angeles gezogen ist muss sich allerdings nun darüber Gedanken machen, ob er weiter im Halbschwergewicht kämpfen oder seine Titel im Supermittelgewicht verteidigen will.

In einem weiteren Kampf auf der Undercard musste sich Ex-Weltmeister Mike Alvarado in seinem 45sten Kampf dem 27-jährigen Arnold Barboza Jr. in einem erschreckend einseitigen Kampf  geschlagen geben. Top Rank-Chef Bob Arum hatte dem Sieger der Begegnung einen Fight gegen Junior Weltergewichtweltmeister Jose Ramirez versprochen, der noch im Laufe des Jahres zustandekommen soll.

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