Top News

Lomachenko vor Kampf gegen Lopez verletzt?

Lomachenko vor Kampf gegen Lopez verletzt?

Zumindest behauptet das sein Manager Egis Klimas. Angeblich hatten er und Vasiliy Lomachenkos Vater und Trainer Anatolij ‚Hi-Tech‘ geraten, den Kampf gegen Teofimo Lopez abzusagen. Der Grund: der Ukrainer hatte Probleme mit der Schulter.

„Wir haben dadurch eine Woche nicht trainieren können.“ hat Klimas im Interview bei ESPN erklärt: „Eine Woche kein Sparring, weil der Arzt ihm nach einer Spritze eine Pause verordnet hat!“ Zwei Mal bekam ‚Loma‘ eine Injektion. Wie jetzt bekannt wurde, ist der 32-jährige zwei Tage nach dem Kampf gegen Teofimo Lopez an der Schulter operiert worden.

Nicht die erste Schulter-OP für den Ukrainer: bereits 2018 musste sich Lomachenko nach einer Schulterverrenkung im Kampf gegen Jorge Linares einem Eingriff unterziehen.

Lomachenkos Chirurg Dr. Neal ElAttrache hat in einem Interview Einzelheiten über die aktuelle Verletzung verraten: „Ungefähr sechs Wochen vor dem Kampf gab es Probleme und wir haben ihn dahin gebracht, dass er wieder trainieren konnte. Er sagte, er könne gut trainieren, aber es während des Kampfes bekam er Schmerzen. Wir haben ihn Montagnacht operiert, er hatte eine sogenannte hämorrhagische Schleimbeutelentzündung. Und an der Schulter, die er sich (2018) ausgerenkt hatte, war der Knorpel an der Innenseite der Pfanne abgebrochen.“

Für Teofimo Lopez nur eine Ausrede, mit der Vasiliy Lomachenko seine Niederlage „schön reden” möchte. Bei ESPN sagte der 23-jährige: „Ich bin auch verletzt in diesen Kampf gekommen (…), aber ich benutze keine Ausreden. Wenn jemand, der als bester P4P-Boxer der Welt gilt, solche Ausreden benutzt, ist das das Schlechteste, was er machen kann!“

Wird es einen Rückkampf geben? Lomachenkos Manager Egis Klimas hätte gerne ein Rematch, doch Teofimo Lopez hat das bisher abgelehnt: „Wofür? Ich habe fair und ehrlich gewonnen” sagte ,The Takeover‘ im Interview mit „TMZ Sports“. Russ Anber aus Lomachenkos Team, der während des Kampfes in Lomas Ecke stand, geht allerdings davon aus, dass das „Kapitel Vasiliy Lomachenko“ noch nicht zu Ende geschrieben ist: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass Loma stark zurückkommen kann. Sein Ego ist verletzt, seine Schulter muss sich erholen. Aber er ist geistig und körperlich ein sehr harter Kerl. Ich glaube an ihn und wenn er zurückkommen will, bin ich sicher, dass er es kann und ich bin sicher, dass er es tun wird. Nennen Sie es wie Sie wollen, aber ich glaube, er wird wieder Weltmeister im Leichtgewicht!“

Voriger Artikel

IBF Final Eliminator in Wolfsburg: Patrick Wojcicki vs. Patrice Volny

Nächster Artikel

Tyson Fury: Kabayel oder Takam?

2 Kommentare

  1. 22. Oktober 2020 at 09:30 —

    Ja ja natürlich jetzt werden wieder Geschichten erfunden,nur komisch das loma zum Ende ziemlich gut in den Kampf fand !
    Auf diesem Level braucht keiner sowas bringen ,und erst recht vor so einen wichtigen Kampf !!

  2. 22. Oktober 2020 at 22:18 —

    Also, womit Lopez zu 100 % Recht hat, ist, dass kein Top-Athlet jemals absolut unverletzt ist. Ich trainiere fünf mal die Woche auf Hobbyniveau und habe ständig irgendwelche Verletzungen. Cristiano Ronaldo hat mal gesagt, bei ihm verginge „kein Tag ohne Schmerzen“. Allerdings ist eben eine Schulterverletzung im Boxen schon etwas heftiger als, sagen wir mal die Zehverletzung von David „Ain’t toe stopping us now“ Haye gegen Klitschko oder das „schwere Kostüm“ von Deontay Wilder gegen Fury. Ich bin zum Teofimo-Fan geworden, aber der Kampf war schon deutlich enger als es die Scores anzeigen, insofern wäre ein zweiter Kampf genau das Richtige, vielleicht in einem Jahr oder so – damit würde Lopez wenig Risiko eingehen, da er sich imo auf jeden Fall noch steigern wird/kann und Loma im Alter auf jeden Fall an Schnelligkeit einbüßen wird, aber es wäre dennoch fair genug.

Antwort schreiben