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Lomachenko, Usyk & Co verteidigen ihre Titel souverän

Das beste Event des Wochenendes versprach gute Fights. Diese Erwartung wurde mehr als erfüllt. Den Veranstaltern ist mit dieser Card ein Event gelungen, dass seines Gleichen sucht. Alle Titelverteidigungen gelangen souverän, obwohl gerade Lomachenko und Usyk nicht gearde leichte Gegner hatten.

Vasyl Lomachenko zeigte einmal mehr seine Klasse. Seine Ringdominanz war auch gegen Jason Sosa einzigartig. Mit Sosa hatte Loma einen erstklassigen Gegner vor sich, von dem man erwarten konnte, dass er den Weltmeister zumindest streckenweise in Schwierigkeiten bringen kann. Doch der Ukrainer lies von Beginn an keinen Zweifel daran, wer Chef im Ring ist. Er war ständig im Angriffsmodus und lies Sosa nicht die Chance, sich zu entfalten.

Der Kampf war eigentlich bereits nach 6 Runden entschieden und man hoffte beinahe schon darauf, dass der Ref dieses Gefecht bald abbricht. Es dauerte dann bis zum Ende der 9. Runde, bis Kenny Chevalier den Kampf in der Pause zum 10. Durchgang beendete. Sosa kassierete nur noch und zeigte dabei seine Nehmerfähigkeiten ohne selbst Akzente setzen zu können. Lomachenko hatte bis dahin jede Runde gewonnen. Der Kampf war ab der 7. Runde zunehmend sinnlos.

Zuvor gab es bei dieser Veranstaltung einen weiteren Ukrainer bei seiner WBO-Titelverteidigung zu sehen. Oleksandr Usyk hatte US-Herausforderer Michael Hunter vor sich. Es sah fast so aus, als würde Usyk wieder einmal die ersten Runden wegschenken. Aber das ist wohl sein Stil, seine Marschroute. Er lässt seinen Gegnern in der Anfangsphase etwas ihren Lauf, um dann in den folgenden Runden das Heft des Handelns zu übernehmen. So war es auch gegen Hunter.

Die ersten 3-4 Runden kann man dem Herausforder geben. In Runde 3 hatte Hunter genug Höhe erreicht und Usyk kam langsam ins rollen. In Runde 4 fand Usyk endlich, dass es wohl genug ist und wurde aktiver. Die Taktik des Ukrainers ging auf und der Amerikaner wurde bereits in der Kampfmitte müde. Er zog das Tempo an und wollte ab der 10. Runde einen vorzeitigen Sieg. Besonders in Runde 12 wurde die Ringdominanz von Usyk deutlich. Hunter schluckte dennoch Alles was von Usyk kam. Auch er hatte in diesem Kampf Kraft gelassen. Seine Schläge trafen zwar, waren aber nicht mehr besonders hart. Hunter wurde an den Seilen gestellt fiel nur deshalb nicht um, weil er die Seile im Rücken hatte. Er wurde in Runde 12 angezählt und Usyk bekam einen Niederschlag gutgeschrieben, obwohl Hunter noch auf den Beinen war. Der KO-Sieg gelang Usyk nicht mehr, weil der beherzt kämpfende Hunter Alles nahm, was Usyk ihm gab.

Auch die andern Kämpfe dieses Events endeten mit Favoritensiegen. Gvozdyk und Hart gewannen vorzeitig. Auch dem Litauer Weltergewichtler Kavaliauskas gelang ein KO-Sieg. Es dürfte wohl nicht mehr lange dauern, bis der 28-jährige reif bessere Gegner ist und womöglich um einen kleineren Titel kämpfen kann.

 

 

 

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