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Lolenga Mock neuer IBA-Weltmeister

Lolenga Mock neuer IBA-Weltmeister

Am Samstag konnte sich der 47-jährige in Zaire geborene „Lumumba Boy“ in seiner Wahlheimat Dänemark den vakanten Supermittelgewichtsweltmeistertitel der IBA holen. Noch im Januar hatte Mock einen regulären Kampf gegen Mateo Damian Veron nach Punkten verloren, in seinem 60sten Profikampf ließ Mock aber nichts „anbrennen“.

Eigentlich sollte dieser Kampf der letzte in Mocks 28-jähriger Profilaufbahn sein, doch mit dem Titelgewinn ist Lolenga Mock ins grübeln gekommen und hängt nun vielleicht doch noch eine Verteidigung dran. Der Sieg war Mock wichtig gewesen, vor allem, weil der erste Kampf gegen Veron im Januar 2019 nach Punkten verloren ging.

Das wollte Mock nicht noch einmal erleben und hatte sich akribisch vorbereitet: in den Wochen vor dem Kampf trainierte der Box-Oldie mit drei jüngeren Boxern, von denen jeder im Sparring nur drei bis vier Runden absolvierte, während Lolenga Mock 12 Runden lang im Ring stand.

Vielleicht lag es an dieser harten Vorbereitung, dass sich Lolenga Mock gegen den 29 Jahre alten Argentinier durchsetzen konnte. „Ich bin jetzt wirklich glücklich. Weltmeister zu sein, ist etwas, wovon alle Sportler träumen. Es ist etwas, auf das ich sehr stolz bin (…) Aber ich liebe diesen Sport und ich hoffe, ich habe der jüngeren Generation gezeigt, wie weit man kommen kann, wenn man etwas leidenschaftlich betreibt!“

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Veron war allerdings nicht zum Verlieren nach Aarhus gekommen, der Mann aus Buenos Aires brachte die präziseren Treffer an, doch Mock setzte seinen Gegner 12 Runden lang unter Druck, wenngleich Veron ihn ein paarmal zum Wackeln brachte. Vor allem mit seinen Uppercuts konnte der Boxer aus Argentinien immer wieder Wirkung erzielen.

Unterm Strich ein enges Gefecht, das man mit etwas gutem Willen auch hätte an Veron geben können, doch nach 12 engen Runden hatten zwei der Punktrichter Mock mit 114-112 vorne, der dritte  wertete 114-112 für Veron.

Falls Lolenga Mock nun tatsächlich noch einmal in den Ring steigen will, muss die IBA umplanen: In Anbetracht von Mocks Ankündigung, er würde nach diesem Fight seine Boxhandschuhe an den Nagel hängen, hatte der Verband vielleicht etwas vorschnell schon einen Kampf von Eric Moon gegen Justin Thomas um den bald vakanten Titel sanktioniert.

Zuerst einmal aber will Lolenga Mock Urlaub machen: „Jetzt ist es Zeit mich auszuruhen und in einem Monat oder zwei sehen wir, wie es weitergeht!“

 

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2 Kommentare

  1. 20. Mai 2019 at 16:55 —

    Hmmm….ein kleiner “WM”-Titel, aber immerhin! Damit läßt sich auch Geld verdienen und wenn es der letzte Kampf war, dann war es ein guter Abschluss einer solch langen Karriere!
    Das Urteil war vielleicht dem Heimvorteil geschuldet!?….Oder ausgleichende Gerechtigkeit…beim Kampf in Deutschland gegen A. Yildirim hat man Mock meines Erachtens um den Sieg betrogen!

    Ich sehe Mock gerne kämpfen….tolle Kondition in dem Alter, vielleicht gibt es noch 1- 2 Kämpfe!?

  2. 20. Mai 2019 at 17:17 —

    Eric Moon hat nicht all zuviel drauf und auch Justin Thomas ist nicht gerade ein Überflieger, da wäre Mock, sollte er weiter machen, das bessere Aushängeschild für die IBA!

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