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Leon Spinks trotzt dem Krebs

Leon Spinks trotzt dem Krebs

Im Jahr 2019 wurde bei Spinks Prostatakrebs diagnostiziert (Boxen.de berichtete seinerzeit). ‚Neon Leon‘ unterzog sich daraufhin mehrfach der Chemotherapie, aber der Krebs breitete sich weiter aus. Spinks verlor rund 40 kg Gewicht, hatte Blut im Urin, bekam eine Lungenentzündung, sein Dickdarm entzündete sich und Nierenversagen kündigte sich an. Der 66-jährige musste künstlich ernährt werden. Im vergangenen November – so Spinks Ehefrau Brenda in einem Interview – erklärte einer der Ärzte, die Spinks behandelten, er habe noch etwa zwei Wochen zu leben.

Aber Leon Spinks kämpft immer noch und ist nach vier Monaten im Krankenhaus mittlerweile wieder zuhause. Kopfzerbrechen machen dem ehemaligen Schwergewichtsweltmeister und seiner dritten Ehefrau allerdings die Behandlungskosten. Spinks nimmt ein Medikament für Männer mit Prostatakrebs, die sich bereits einer Chemotherapie unterzogen haben. Die erste Packung mit 120 Tabletten war eine kostenlose Probe, jede weitere soll 8.000 US-Dollar kosten.

„Als ich ihn kennenlernte, hatte er nichts”, hat Brenda Spinks einmal in einem Interview gesagt. Für seinen ersten Kampf gegen Ali hatte Spinks 320.000 US-Dollar bekommen, für das Rematch mehr als 3 Millionen. Doch das ist lange her. Das Geld ist weg, geblieben sind Erinnerungen. Erinnerungen, die langsam verblassen.

2012 diagnostizierten Ärzte bei Spinks ein Hirntrauma, verursacht vermutlich durch die Treffer, die der Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele von 1976 in seinen Kämpfen nehmen musste. Die Folge: Leon Spinks leidet an Demenz. Das Haus des Paares rund 30 km südlich von Las Vegas ist voller Fotos aus Spinks Boxkarriere. Spinks Sohn Michael ist wieder nachhause Eltern gezogen, um seine Eltern zu unterstützen, eine Pflegekraft ist an sieben Tagen in der Woche vor Ort.

Um über die Runden zu kommen, gibt Spinks gelegentlich Autogrammstunden. Im Rollstuhl sitzend. Zwei Monate nach seinem Sieg über Ali wurde Leon Spinks des Besitzes von Marihuana beschuldigt. Seit einem Jahr raucht er jeden Tag einen Joint. Ganz legal, Marihuana ist in Nevada nicht verboten. „Ich war immer dagegen und jetzt gehe ich in die Apotheke, um es zu kaufen”, sagt Brenda.

Leon Spinks sagt nicht mehr viel. Und wenn, dann ist maches nicht zu verstehen. Aber er kämpft weiter!

Good luck, champ!

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11 Kommentare

  1. 17. März 2020 at 21:07 —

    Der arme Kerl. Hab seine Kämpfe geliebt. Ein Kämpfer vor dem Herrn.
    Hab damals die Nacht durchgemacht und seinen Bruder und ihn dabei beobachten dürfen ( fernsehen natürlich ) wie sie Sieger beim Olympischen Turnier wurden .
    Hut ab.
    In God we trust.

  2. 17. März 2020 at 22:19 —

    Ein Bericht der einen aufhören lässt! Aber diesen Bericht gibt es auch nur, in den letzten Wochen sind einige Boxer verstorben von denen man hier nichts lesen konnte wie z.B, Jonny Bamphus. weil L.Spimks in seinen 8. Kampf M-Ali nach Punkten schlagen konnte. Den Titel nach genau 6 Monaten nach Punkten wieder verloren hat und danach zum Journeyman verkommen ist!
    Ich wünsche Leon Spinks alles gute, aber, auch wenn es sehr hart klingt, sollte man den Kampf manchmal aufgeben und in Frieden sterben!!

  3. 17. März 2020 at 23:05 —

    @ Marv Hagler
    Ich bekomme auch nicht immer alles mit. Wenn Du Themen hast: nur her damit.

    • 18. März 2020 at 00:21 —

      @ Schreiberling

      Mein Kommentar sollte keine Kritk an deinen Bericht sein! Abgesehen davon, hatte L.Spinks auf dem Foto auch nicht gleich erkannt und fand es gut das es einen Bericht von ihm gibt, allerdings hätten die Nachrichten über ihn gerne positver sein können! Aber wer kann an seinen Leben/Gesundheit schon großartig was ändern! Es kommt wie es kommt….!

      • 18. März 2020 at 07:22 —

        @ Marv Hagler

        Das habe ich auch nicht als negative Kritik empfunden. Meine Bitte war durchaus ernst gemeint. Fuchs und ich bekommen ja manchmal einfach Dinge nicht mit, die von Interesse wären.

  4. 18. März 2020 at 04:36 —

    R.I.P. Roger Mayweather

  5. 18. März 2020 at 09:02 —

    Geht schön zur Vorsorge. Ich mache das auch jedes Jahr einmal, auch wenn es unangenehm ist, kaltes Glibbergel auf die Eier geschmiert zu bekommen für den Ultraschall.
    Auch der Ultraschallstab in den Hintern ist nicht meine Sache.
    (Erspart mir Kommentare 😉 )

    Wirklich, geht zur Vorsorge!!!!

    • 18. März 2020 at 09:17 —

      ist übrigens nicht nur für alte Menschen. Mein kleiner Ziehbruder ist bei der Hundertschaft hier in Berlin und kennt allein drei Fälle aus seinen Reihen, die Hodenkrebs haben…und die Jungs sind noch nicht einmal 30.

    • 18. März 2020 at 12:29 —

      Bester Kommentar aller Zeiten – kein Scheiß!

      Mein alter Herr ist ebenfalls an dem Scheiß gestorben und zwar mit unter 60 … und der Grund für seine Weigerung war tatsächlich der, dass ihm seine „Anal-Jungfräulichkeit“ (wie A-Monster es beschrieben hat) wichtiger war als seine Gesundheit. Da Prostatakrebs ca. 12 – 15 Jahre braucht, um dich zu killen, würde er, wenn er – wie empfohlen – ab Anfang 40 regelmäßig zur Vorsorge gegangen wäre, wahrscheinlich heute noch leben.

      • 19. März 2020 at 09:59 —

        Bester Kommentar aller Zeiten – kein Scheiß!
        —————————————————————-
        ist nett gemeint, aber dann hätte ich eher sowas sagen müssen wie:
        “Protect yourself all time” nicht nur im Ring
        oder
        10 unangenehme Minuten sind nichts im Vergleich zu dem, was dich erwartet, wenn du dich nicht gekümmert hast 😉
        aber Danke

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