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Leon Bauer tritt als als jüngster Profiboxer in Las Vegas an!

Stolz fuhr er seinen Vater Bernd nach seinem letzten siegreichen Kampf in Neubrandenburg heim nach Hatzenbühl. Mit 17 Jahren hat er bereits seinen Führerschein (darf in Begleitung fahren) und sieben glatte Siege (86 % K.o.-Quote) als Profiboxer. Jetzt wird Leon Bauer nicht nur der jüngste Deutsche, der jemals in Las Vegas boxen durfte. Mit 17 Jahren und 233 Tagen wird Bauer am 9. April sogar der jüngste Kämpfer überhaupt, der je in der Zockermetropole lizensiert worden ist (Bisheriger Rekordhalter: Jose Benavidez, der 2010 zwölf Tage älter war). Der „Löwe aus der Pfalz“ wird im Vorprogramm von Arthur Abraham und Manny Pacquiao antreten. Ein Traum, der Wirklichkeit wird! Gegner ist der erfahrenere Russe Ilshat Khusnulgatin, der in 13 Kämpfen bisher eine Niederlage erlitten hat.

„Das ist unglaublich und ich bin sehr dankbar für diese Chance“, sagt Leon Bauer. Der boxende Teenie sorgt momentan überall für Furore. Im Ring mit seinen Siegen, in den Medien (sogar die „Bravo“ widmete ihm schon eine Doppelseite) – und auch schon in den USA! Promoter Kalle Sauerland: „Die amerikanischen Kollegen sind sehr interessiert an Leon. Ich werde schon gefragt, ob Leon ‚The Next German Wunderkind‘ sei.“ Die Anspielung auf Deutschlands erfolgreichsten Basketballer aller Zeiten, Dirk Nowitzki, der seit vielen Jahren zu den besten NBA-Spielern gehört, ist eine große Ehre für Leon.

Der Hatzenbühler bleibt aber auf dem Teppich. „Ich bin erst 17 Jahre alt, möchte einfach so oft wie möglich boxen und mich weiterentwickeln“, sagt Leon. Kalle Sauerland bestätigt: „Leon hat noch ganz viel Zeit. Er wird von seinem Vater Bernd und uns behutsam aufgebaut. Ich denke aber, dass er ein ganz Großer werden kann.“

Man kann nur hoffen, dass Bauer nicht solche Höhenflüge erleidet wie zuletzt sein Kollege Vincent Feigenbutz. Dazu muss man sich fragen, womit er sich diesen Auftritt im Vorprogramm von Manny Pacquiao verdient hat? Es gäbe sicher andere Sauerland-Boxer, die eher vorzuziehen gewesen wären. Für die Charakterbildung eines 17-jährigen Profiboxers mit erst sieben Fights, könnte dies auch nach hinten losgehen. Aber wahrscheinlich geht es dem Management einfach darum, den bisher jüngsten Boxprofi überhaupt in Las Vegas präsentieren zu können…

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Die Pflichtverteidigung von WBO-Weltmeister Arthur Abraham gegen Gilberto Ramirez, das dritte Duell zwischen Superstar Manny Pacquiao und Timothy Bradley sowie der Kampf von Leon Bauer am 9. April aus Las Vegas – live und exklusiv im Pay Per View bei ranFIGHTING.de.

 

Quelle: Sauerland Event

Foto: Marco Baumann

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5 Kommentare

  1. Wurde das per Handwurzelknochenuntersuchung festgestellt, ob er auch wirklich erst 17 ist?
    Ich sah in dem Alter noch süßer aus…

  2. 5. April 2016 at 17:04 —

    Bauer hat die Chance bekommen in Las Vegas zu kämpfen, warum sollte er das nicht wahrnehmen?

    Ich halte seinen Gegner allerdings für besser, wie es ausgeht werden wir alle erst am Sonntagmorgen erfahren!

    Irgendwie habe ich das Gefühl das Sauerland auf die Schnelle einen neuen Star für seinen Boxstall sucht, man hat es mit Feigenbutz versucht und ist gescheitert!
    Aber ob Bauer mit seinen knapp 18 Jahren jetzt schon soweit ist?
    Ok, wenn er gewinnt hat man es richtig gemacht, wenn nicht……

    • Ich denke, dass bei Sauerland hinter den Kulissen einfach schon einiges im Klaren ist bezüglich der Zukunft von Abraham und Brähmer. Ist ja nicht so unvorhersehbar.

      Heißt: bei Sauerland weiß man für Brähmer ist nächstes Jahr Schicht im Schacht.
      Abraham hat vielleicht noch 2 Jahre, aber ohne WM-Titel als Anreiz wird auch das schwierig.

      Innerhalb der nächsten 1-2 Jahre braucht Sauerland also wenigstens 2 WMs und erfolgreiche Boxer die ziehen, um wenigstens Brähmer und Abraham ersetzen zu können und wenigstens ein paar größere Veranstaltungen im Jahr halten zu können.

      Mit dem plötzlichen Karriereende von Hernandez und dem wahrscheinlich nicht geplanten Weggang von Huck (und Braekhus) hat man ohnehin schon 2 Zugpferde verloren.

      Schon viel zu spät und nur noch halbgare Rettungsversuche was da jetzt kommt.
      Wenn Sauerland nicht aufpasst geht mit Brähmer und Abraham der ganze Laden in 1-2 Jahren (zumindest auf internationalem Niveau) dem Ende entgegen.

    • 6. April 2016 at 12:15 —

      Die KO Quote ist bedingt durch eingekauftes Fallobst der Extraklasse :-). Mit der Schwuchteltechnik kommt man da nicht weit, wenn der erste Puncher kommt ist er weg. Und Ilshat Khusnulgatin naja, auch nicht das gelbe vom EI.

  3. 5. April 2016 at 21:11 —

    An sich nach halte ich es nicht für Verkehrt das man die Athleten im Aufbau ihrer Karriere auch mal außerhalb Deutschlands boxen läßt.Damit die auch verstärkt ein Gefühl entwickeln überall unbeeindruckt boxen zu können.Allerdings verheizen sollte man die auch nicht.Leon Bauer wächst und entwickelt sich ja noch Körperlich.Soweit ich es richtig verstanden habe ist diese Gewichtsklasse nur eine Zwischenstation.Juniorenweltmeister oder Europameister sollte der Weg erstmal sein und diesen dann auch 2 Jahre verteidigen und reifen,Bevor man an weitere Ziele denkt.AA wird noch 2 Jahre Boxen,vielleicht auch 3 dann ist sicherlich endgültig Schluss. Brähmer muss sich eh nach seiner Frau richten.Da wird es bald schluss sein ja. Culcay mal schauen wie es sich entwickelt er hat ja noch ein paar Jahre.Tyron Zeuge soll jetzt Aufbaukampf machen und dieses Jahr noch gegen de Carolis boxen.

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