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Lamont Peterson schlägt Victor Cayo in der letzten Runde KO

In einem Halbweltergewichtsausscheidungskampf für den IBF-Titel von Amir Khan gewann am Freitagabend in Las Vegas Lamont Peterson gegen Victor Manuel Cayo in der zwölften Runde durch KO. Petersons guter Jab machte den Unterschied gegen Cayo, der seine Führhand viel zu spärlich nutzte.

Der Kampf begann relativ verhalten in der Ringmitte. Peterson zeigte sich etwas aktiver mit seinem Jab, den er vornehmlich zum Körper schlug. Allerdings verschanzte sich Peterson ab und zu hinter seiner Deckung, was Cayo dazu nutzt schnelle Schlagsalven los zu werden. Als Cayo gegen Ende der ersten Runde nach vorne kam und sich dabei etwas bückte, erwischte Peterson ihn mit einer rechten Hand hinterm Kopf, woraufhin Cayo zu Boden sank. Ringrichter Kenny Bayless hatte es jedoch wohl richtig erkannt und zeigte an, dass dies nicht als Niederschlag zählen würde, da der Schlag illegal war. Cayo schien trotzdem ein wenig angeschlagen und kassierte danach noch eine weitere gute, dieses Mal legale rechte Gerade.

Mit seinen etwas schnelleren Händen hatte Victor Cayo aus der Distanz die Oberhand, und da er diese die meiste Zeit in Runde Zwei halten konnte, entschied er den zweiten Durchgang für sich. Auch in der dritten Runde übte Peterson zu wenig Druck aus um in die Halbdistanz zu kommen, während Cayo mit tief hängender Deckung von außen den Kampf bestimmte. Außerdem schien Peterson inzwischen seinen Jab, der in der ersten Runde noch so gut funktioniert hatte, aufgegeben zu haben. Erst eine sehr gute rechte Gerade, die Cayo abkonterte, änderte den Kampfverlauf in der vierten Runde wieder etwas zugunsten von Peterson, auch Cayo darauf mit ein paar guten eigenen Offensivaktionen antwortete.

Generell wurde der Kampf nun langsam attraktiver, da auf beiden Seiten mehr Schläge ihr Ziel fanden. Peterson fand langsam zu seinem Jab zurück in der fünften Runde und bereitete damit die rechte Hand vor. Cayo hatte jetzt Probleme, obwohl Peterson meist aus der Distanz boxte, was normalerweise nicht zu seinen Stärken zählt. Die Beinarbeit und der Jab des US-Amerikaners machten den Unterschied, da Cayo seinen Jab vernachlässigte. Dafür erhöhte der Dominikaner in der siebten Runde ein wenig die Workrate, kassierte aber erneut die klareren Treffer in dieser Runde, die größtenteils im Infight ausgetragen wurde, was Peterson stilistisch klar bevorteilte.

Doch von nun an ließ sich Cayo immer mehr den Kampf in der Nahdistanz aufzwingen und initiierte diesen sogar unnötigerweise teils selbst. Trotzdem hatte Victor Manuel Cayo eine gute neunte Runde, schien jedoch zu diesem Zeitpunkt auf den Punktkarten deutlich zurück zu liegen und das Tempo für den Rest des Kampfes aufrechterhalten zu müssen um noch Chancen zu haben. Doch Peterson hielt gut dagegen und sorgte für eine enge zehnte und elfte Runde. Peterson zog in der zwölften Runde noch einmal das Tempo ordentlich an und suchte tatsächlich noch den KO. Er übte so viel Druck aus, wie in noch keiner Runde zuvor, und landete zwei ganz starke rechte Geraden früh in der Runde. Cayo überstand den Ansturm aber und landete ein paar Treffer seinerseits bevor Perterson erneut mit rechten Geraden durchkam. An den Seilen festgenagelt erwischte Peterson Cayo mit einer rechten Geraden, die den Dominikaner auf ein Knie sinken ließ. Cayo beschwerte sich bei Ringrichter Kenny Bayless, dass der Kampf ihn am Hinterkopf getroffen habe und ließ sich auszählen mit nur noch 14 Sekunden im Kampf verbleibend.

Der 27-jährige Lamont Peterson sicherte sich damit die Chance IBF-Weltmeister Amir Khan herauszufordern, was sein zweiter Titelkampf sein wird nach einer klaren Punktniederlage gegen Timothy Bradley im Dezember 2009. Victor Manuel Cayo musste seine zweite Profiniederlage hinnehmen, nachdem er im März 2010 in einem Titelkampf an Marcos Maidana gescheitert war.

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