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Kubrat Pulev – Nächster Kampf wieder in der Heimat

Das Sauerland-Team hält Kubrat „The Cobra“ Pulev beschäftigt. Sein neuer Kampftermin: 28. April, Sofia. Der Gegner ist Kevin „Kingpin“ Johnson. Pulev ist in den verschiedenen Schwergewicht-Rankings der Verbände gut positioniert. Allerdings ist er für einen direkten Titelkampf noch nicht an der Reihe. Um keinen „Rost“ anzusetzen und sich möglichst viele Optionen offen zu halten, sollte er wenigstens 2x im Jahr im Ring stehen. Genau dafür sorgt sein Team.

Zuletzt kämpfte er im Dezember 2016 erstmals als Profi in seiner bulgarischen Heimat gegen Samuel Peter. Pulev gewann diesen Kampf um den vakanten WBA-Inter-Conti, weil Peter nach 3 geboxten Runden wegen einer Armverletzung aufgab. Das bulgarische Publikum in Sofia, immerhin ca. 15 000 Zuschauer, war begeistert. Für das Sauerland-Team und Wegner -Schützling Kubrat Pulev persönlich war es ein Triumph, auch wenn Samuel Peter als Gegner bestimmt nicht die „erste Geige“ war.

Peter war zuvor bereits mit einem Bein in Boxer-Rente, absolvierte einen leichten Kampf und kam mit diesem verherigen Sieg nach Sofia. Kaum anders verhält es sich mit Pulevs neuem Gegner, Kevin Johnson. Auch der 37-jährige aus den USA hat seine beste Zeit bereits hinter sich. Er stand 2009 mit Vitali Klitschko 12 Runden durch und hatte danach noch kleinere Erfolge. Ab 2012 diente er allerdings hauptsächlich als Prügelknabe für Boxer wie Tyson Fury, Christian Hammer, Dereck Chisora und Manuel Charr, gegen die er jeweils auf Sparflamme boxte und über die Runden kam.

Im Mai 2015 kämpfte „Kingpin“ in London gegen Anthony Joshua, der ihn durch TKO 2 bezwang. Dabei wurde Johnson nach einem Schlaghagel gegen den Kopf an den Seilen stehend aus dem Kampf genommen. Das geschah zu seinem Schutz, die Schläge von Joshua beeindruckten Ringrichter Ian Lewis scheinbar mehr als Johnson. Das war nach 6 Niederlagen in 7 Kämpfen vorläufig sein letzter Kampf.

Am 11. März 2017 kam Johnson klammheimlich zurück in den Ring. Er absolvierte einen 6-Runden-Kampf gegen einen Journeyman, den er locker nach Punkten gewann. Damit ist er scheinbar qualifiziert genug, Pulev den WBA-Inter-Conti streitig zu machen.

Was kann man erwarten? Das Publikum in Sofia war von den 3 Runden gegen Peter enttäuscht. Jetzt muss für ihren „Helden“ ein Gegner her, der mehr verträgt und sich nicht anmerken lässt, nur wegen einer leicht verdienten Börse als Verlierer eingekauft zu sein. Es ist durchaus denkbar, dass der Kampf über die volle Distanz geht. Pulev wird den Kampf dominieren und seinen Gegner 12 Runden lang vermöbeln. Das wird die Zuschauer begeistern. Ein „Sahnehäubchen“ wäre vielleicht noch ein (T)KO Sieg Pulevs in den hinteren Runden. Ein Sieg von „King Pin“ über „The Cobra“?  Das wäre eine undenkbare Sensation, die nicht im Drehbuch steht.

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12 Kommentare

  1. 22. März 2017 at 02:50 —

    Pulev hat im HW nichts zu melden und wird es nie…..er ist nur Euro Niveau…..

  2. 22. März 2017 at 11:03 —

    Ich denke hat gegen mittelmäßige Boxer noch gute Chancen aber gegen Top Leute wie Wilder, Joshua, Klitschko usw. hat er keine Chancen

  3. 22. März 2017 at 13:05 —

    Als Pulev seinen EM-Titel nieder gelegt hat habe ich das nicht wirklich verstanden, denn damit lässt sich gutes Geld verdienen.
    Aber im nachhinein betrachtet bringt ihm der WBA-Interconti-Titel mehr, denn mit jeder Titelverteidigung, egal gegen welchen Gegner, steigt er in der Rangliste der WBA nach oben.
    Auch wenn viele glauben das Pulev einen Kampf gegen Joshua anstrebt weil er bei der IBF auf 2 platziert ist, ich glaube das nicht, denn noch nie war es so einfach bei der WBA den regulären WM-Titel zu holen, egal ob der Gegner Briggs, Oquendo oder Ustinov heisst und das weiß auch Pulev und die Sauerländer.
    Dennoch finde ich die Gegnerwahl mit K. Johnson eher peinlich.

    @ Jörg

    Seit wann gehört Wilder zu den Topleuten im Schwergewicht? Der hat Schlagkraft und sonst nichts.

    • 22. März 2017 at 13:34 —

      Ok das Wilder Top-Boxer ist war vielleicht übertrieben, aber schon gegen Wilder würde Pulev alt aussehen.

    • 24. März 2017 at 09:12 —

      sicher ist sauerland immer auf den reg. wba wm titel aus. die frage ist nur was macht die wba. zieht sie das mit dem one champion erstmal durch. dann hat pulev die nächsten 1 1/2 jahre keine chance um den reg. titel zu boxen. dann boxen jetzt klitschko – joshua und oqeundo – briggs und die sieger dann jeweils gegen ortiz und ustinov und die sieger dann gegeneinander. das dauert. und ob danach der reg. titel neu vergeben wir weis auch keiner

  4. 22. März 2017 at 15:14 —

    Pulev ist auch so ein Boxer, wo man sich fragt, was der in seiner Karriere noch erreichen will/soll? Er wird demnächst 36 und ist vom Alter auch schon im Spätherbst seiner Karriere angekommen.

    Sein Record liest sich auch eher solala. Seinen Leistungsstand hat man meines Erachtens damals gegen Klitschko gesehen und der Auftritt war ja nun mehr als erbärmlich.

    Seit er dann zu Sauerland gewechselt ist, heißt es, man muss ihn aufbauen und auf ne weitere WM vorbereiten. Ich glaube nicht, dass das gelingt, wenn man ihm alle 6 Monate nen handverlesenen Gegener der dritten Reihe vorsetzt. Gegen die aktuellen WMs würde er keinen Stich sehen.

  5. 22. März 2017 at 15:22 —

    Pulev wartet auf “seinen” WM-Fight, den ihm bei der IBF schon keiner mehr nehmen kann. Bei der WBA steigt er auch noch weiter.

    Da anzunehmen ist, dass die WBA-WM Kämpfe im Schwergewicht + der Pflichtkampf gegen Ortiz innerhalb eines Jahres über die Bühne gehen, ist es für Pulev angesagt, sich mit leichten Kämpfen in Position zu halten.

    2018 kommt dann nochmal der große Payday – für ihn únd für Sauerland. Gegen wen er dann kämpft und ob es Sieg oder Niederlage wird, ist vollkommen egal.

  6. 22. März 2017 at 15:49 —

    Wir sind uns aber einig, dass Pulev sich im Klaren ist, dass er mit seinen Möglichkeiten keine Sonne gegen Joshua, Wilder oder Parker sieht, sondern sich wenn eher cheap auf den regulären WM Gürtel der WBA konzentrieren wird?

    • 22. März 2017 at 17:36 —

      Es ist etwas anders. Joshua und Klitschko kämpfen um den Superchamp-Titel. Briggs und Oquendo um den regulären Titel. Dann beide Sieger gegeneinander. Und der Sieger aus diesem Kampf dann gegen Ortiz. Das ist der WBA-Fahrplan.

      • 24. März 2017 at 09:14 —

        nein fuchs.
        wba fahrplan:

        klutschko/joshua – ortiz
        briggs/oquendo – ustinov

        sieger gegeneinander und das dauert mehr als ein jahr!

  7. 22. März 2017 at 16:36 —

    Ich finde das die Ansetzung eine Katastrophe ist, was denkt sich Sauerland bloß dabei? Es gibt genügend andere Schwergewichtler die Pulev besiegen kann, hauptsache er verteidigt seinen WBA-Interconti und klettert in der Rangliste. Johnson ist mittlerweile genauso nur noch ein Aufbaugegener wie es zuletzt Sam Peter war.

    Mal was anderes, habe gestern irgendwo gelesen das N´Dam N´Jikam vs Murata die reguläre WBA-WM im Mittelgewicht ausboxen sollen, ich dachte die WBA wollte ihre WM – Titel reduzieren!?

  8. 22. März 2017 at 17:52 —

    N´Dam N´Jikam vs Murata? Kann gut sein, dass N`Dam wegen seines Interim Titels um den regulären Titel boxen kann.

    Danach gehts dann gegen den Superchamp und dann gibt es nur einen Titel. Sonst müsste man N`Dam ja den Interim wegnehmen. Dafür gibt es keinen Grund.

    Es sind die gleichen “Spielregeln” wie im Schwergewicht.

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