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Kubrat Pulev – Nächster Kampf am 9. November in Fresno

Im Schwergewicht sind die Hauptakteure gegenwärtig mit ihren Rückkämpfen beschäftigt. Hinter ihnen stehen andere Boxer im Stau und warten auf ihre Gelegenheit, sich in einem Titelshot beweisen zu dürfen oder dem zumindest näher zu kommen. Sind diese Neuauflagen erledigt, steht womöglich auch erst einmal noch ein Vereinigungskampf um die 4 Titel der großen Verbände im Raum.

Einer, der schon einige Zeit im Stau steht, ist der 38-jährige Kubrat Pulev. Der Bulgare hält sich in der Zwischenzeit anderweitig beschäftigt. Er ist zwar offizieller IBF-Herausforderer, aber das nützt ihm im Moment herzlich wenig, weil am 7. Dezember erst einmal ein Rückkampf zwischen Ruiz jr und Joshua ausgeboxt werden soll. Pulev kommt also in diesem Jahr nicht mehr zum Zuge. Um fit und im Gespräch zu bleiben, schickt Top-Rank Promoter Bob Arum ihn am 9. November in Fresno / Kalifornien in den Ring. Der Gegner ist im Moment noch nicht offiziell bestätigt worden. Die Spatzen auf den Dächern pfeifen aber schon einen Namen: Mark de Mori.

Der in Kroatien lebende 37-jährige Australier hat sich im Laufe der Jahre einen gut gepimpten Kampfrekord zusammen gebastelt. In 41 Kämpfen siegte er 37 mal (33 KO) verlor zwei Kämpfe durch KO. Zwei Kämpfe endeten mit einem Unentschieden. Seine Gegnerschaft war meistens „handverlesen“. Nur im Kampf gegen David Haye stieg er von vorn herein chancenlos in den Ring, wohl des Geldes wegen. Etwas Anderes kann man auch bei der Ansetzung Pulev vs de Mori nicht erwarten. Pulev braucht „Bewegung“ und einen sicheren Sieg. Dafür ist Mark de Mori ein Bilderbuchkandidat: Guter Kampfrekord und zuletzt sieben KO-Sieg in Folge. Dass die Gegner durch die Bank ausgesuchte Journeyman waren, will man dabei gar nicht wissen.

Wie schnell so ein zusammen gebasteltes Kampfrekord-Kartenhaus in sich zusammenbricht, hat man 2015 gesehen, als David Haye bei seinem Comeback nach fast 4 Jahren Ringabstinenz ausgerechnet Mark de Mori als Gegner auswählte. Der Australier war zuvor Weltmeister der WBFound und der deutschen Version der WBU. Er hatte 30 Siege auf der Uhr und nur eine Niederlage. Also war er ein zahlenmäßig angemessener Gegner. Wie das dann im Ring aussah, kann man unten noch einmal sehen. Selbst ein behäbig und langsam gewordener David Haye, der hinter seinem Gegner her tapste, hatte keine Schwierigkeiten mit Mark de Mori, der sich bei erster Gelegenheit brav zusammen prügeln lies und erstmal liegen blieb bis er sicher war, dass der Kampf zu Ende ist.

Etwas ähnliches kann am auch erwarten, wenn de Mori gegen Pulev kämpfen wird. Es gibt eine gute Börse und nur darum geht es. Sollte dieser Kampf länger als 3 Runden oder sogar in die zweite Hälfte gehen, wäre es schon bemerkenswert. Ein Sieg von Mark de Mori über Kubrat Pulev wäre eine undenkbare Sensation, die Jeden reich machen würde, der darauf wettet.

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9 Kommentare

  1. 24. September 2019 at 09:38 —

    Pulev wartet sozusagen noch auf einen großen Zahltag. Denke nicht das die großen namen ihn boxen wollen, höchstens als Zwischenmahlzeit für einen großen Kampf.

  2. 24. September 2019 at 10:34 —

    Er ist PH der IBF und sollte daher seine chance bekommen. so viele andere gibt es wohl gar nicht im stau. whyte und miller haben sich durch ihr doping selbst raus genommen und charr und bryan scheinen nicht besonders interessiert zu sein. sollen doch als nächstes joshua – pulev und wilder – fury boxen und danach die sieger gegeneinander.

  3. 24. September 2019 at 10:46 —

    Pulev ist ein KO Opfer, mehr nicht.

  4. 25. September 2019 at 10:47 —

    28 Kämpfe, 1 Niederlage gegen Klitschko. Wirklich ein KO-Opfer.
    Meiner Meinung nach ein TOP-20 Boxer-auch jetzt, mit 38 Jahren.

    • 25. September 2019 at 12:22 —

      Für einen Max Charr würde es definitiv reichen. Für nen erfolgreichen Kampf um einen “richtigen” WM-Gürtel aber eher nicht. Man sieht auch, dass Pulev definitiv im Spätherbst seiner Karriere angekommen ist. Er ist ein solider Boxer mit vernünftiger Technik, aber alleine dass er schon keine gute K.O. Quote für einen HW hat und ihm auch der Bums in den Fäusten fehlt, empfiehlt ihn nicht für höheres. Sein Stil ist für mich als Zuschauer auch eher langweilig und unspektakulär anzusehen. Und die letzten Pulev-Kämpfe haben auch schon gezeigt, dass er qualitativ abgebaut hat.

      Der einzige richtige Weltklasse-Gegner in seinem Record war meines Erachtens eh nur Klitschko und gegen den hat er damals, einige Jahre jünger, doch am Ende sehr alt und chancenlos ausgesehen.

      Soll er von mir aus gerne noch ein paar Jahre durch den Ring tingeln gegen Gegner aus der 2. oder 3. Reihe wie de Mori und auf den Payday gegen den IBF Champ warten, das war es dann aber auch.

  5. 25. September 2019 at 12:18 —

    27 Kämpfe gegen machbare Gegner, jetzt kommen Klitschko Bezwinger da hat Pulev definitiv nix mehr zu suchen genauso wie Charr.

  6. 25. September 2019 at 15:21 —

    De Mori wäre eine Witz als Gegner, gegen solch einen Boxer kann Pulev nur verlieren, egal wie der Kampf ausgeht.

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