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Kubrat Pulev muss auf WM-Chance warten

Kubrat Pulev muss auf WM-Chance warten

Nachdem der bulgarische Schwergewichtler im Juli eine Petition an die IBF gerichtet hatte, in der er den Verband bat, Weltmeister Andy Ruiz aufzufordern, den Rückkampf gegen Anthony Joshua zu verschieben, hat die IBF anders entschieden.

Die IBF hat die Forderung von Pulev, Ruiz müsse seinen IBF-Titel sofort gegen  seinen Pflichtherausforderer – also Pulev verteidigen – abgelehnt. Wie jetzt bekannt geworden ist, hat die International Boxing Federation stattdessen dem amtierenden IBF-Weltmeister Andy Ruiz, der auch WBO- und IBO-Weltmeister, sowie WBA-Superchamp ist, eine Ausnahme gewährt: Ruiz darf zuerst den Rückkampf gegen Joshua führen.

Allerdings bindet sich diese Ausnahme an zwei Bedingungen: das Rematch muss spätestens am 7. Dezember 2019 stattfinden und der Gewinner von Ruiz vs Joshua II ist verpflichtet, schriftlich zuzustimmen, dass er bis zum 31. Mai 2020 seinen IBF-Titel gegen Kubrat Pulev verteidigt.

Falls Andy Ruiz den Rückkampf verlieren und Joshua diese Vereinbarung nicht unterschreiben würde, oder Andy Ruiz – im Falle eines Sieges – seiner Titelverteidigung gegen Pulev nicht nachkäme, würde die IBF den Titel vermutlich für vakant erklären und die IBF-Schwergewichtsweltmeisterschaft wohl entweder zwischen dem auf Platz 3 gerankten Adam Kownacki und Pulev oder Pulev und Agit Kabayel ausboxen lassen.

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Kubrat Pulev und sein Team werden beim Lesen der IBF-Mitteilung vermutlich nicht vor Freude in die Hände geklatscht haben. Immerhin hat der bulgarische Schwergewichtler schon zwei IBF-Eliminator-Kämpfe gewonnen: zuerst schlug „The Cobra“ im Mai 2016 Dereck Chisora, im Oktober 2018 besiegte er die Nummer 3 der IBF, Hughie Fury.

Ein schon vereinbarter Fight gegen den damaligen Weltmeister Anthony Joshua kam allerdings nicht zustande, weil Pulev sich verletzt hatte. Nun bleibt abzuwarten, ob Bob Arum, der Pulev gemeinsam mit Epic Sports vermarktet, die Entscheidung der IBF hinnimmt oder ob der Top Rank-Chef Protest einlegt.

Für den 38 Jahre alten Pulev als auch seinen Trainer Ulli Wegner, der bislang noch keinen Weltmeister im Schwergewicht gehabt hat, tickt die Uhr.

Warum die IBF ihre Entscheidung allerdings nicht auf der verbandseigenen Internetseite postet, wird wohl ein Rätsel bleiben. Dort liest man unter der Rubrik “Latest News” immer noch die ‘brandheiße Neuigkeit’: “Andy Ruiz is now the International Boxing Federation heavyweight champion following a TKO win over Anthony Joshua in front of a sold out crowd of 20,201 at the famed Madison Square Garden in New York on June 1, 2019.”

 

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9 Kommentare

  1. 14. August 2019 at 10:52 —

    Schade für Pulev…hätte jetzt mal schnell Weltmeister werden können…

    • 14. August 2019 at 11:40 —

      Gegen Charr oder gegen wen?

    • 14. August 2019 at 11:42 —

      Ich glaube nicht. Pulev besitzt nicht die nötigen die Skills um Ruiz oder Joshua gefährlich werden zu können.

      Solide Technik hat er, aber er hat weder Bums (KO Quote von 50%) noch gute Nehmerqualitäten (unter anderem gegen Klitschko gesehen).

      Vor allem haben seine letzten Kämpfe gegen Dinu und H. Fury haben auch gezeigt, dass er mit seinen mittlerweile 38 Jahren schon langsam über seinen Zenit ist. Er kriegt als IBF Pflichtherausforderer sicherlich nochmal seinen Payday, aber gewinnen wird er das Ding garantiert nicht. Egal, gegen wen es dann geht.

  2. Pulev hat nicht das Talent zum Weltmeister, ich hoffe trotzdem er schafft es irgendwie, allein aus dem Grund das die ganzen Feministinnen sich darüber aufregen werden, würde ich ihm das gönnen.

    • 14. August 2019 at 13:05 —

      man darf doch nicht einfach fremde Frauen küssen. Stell dir vor, es wäre deine gewesen…also…du weißt schon.

      • Richtig Fremde Frauen nicht, aber es war ja keine Fremde sondern eine Famegeile Trulla die es so wollte, nur um hinterher die opferrolle einzunehmen, was heutzutage bei Männern und Frauen in der öffentlichkeit sehr beliebt ist.

  3. 14. August 2019 at 14:06 —

    wenn er es mit 38 noch nicht geschafft hat, was soll da noch passieren? Er ist der Martin Murray des Schwergewichts.

  4. 14. August 2019 at 14:40 —

    Pulev ist halt ein Boxer ohne Interesse sei es medial, sozial oder digital, er soll in Bulgarien gegen alte Weltmeister kämpfen, gutes Geld dabei verdienen, und aufhören seine Gesundheit zu riskieren und nach einem Weltmeisterschafts Kampf anklopfen.

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