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Kubrat Pulev darf wieder boxen

Kubrat Pulev darf wieder boxen

Die California State Athletic Commission hat sich am gestrigen Montag einstimmig dafür ausgesprochen, dass der bulgarische Schwergewichtler Kubrat Pulev erneut eine Profiboxlizenz für Nordamerika beantragen darf.

Nachdem Pulev Ende März nach seinem Sieg über Bogdan Dinu die Reporterin Jenny „SuShe“ Ravalo ohne ihre Zustimmung geküsst hatte, war er von der CASC gesperrt worden und hatte neben einer Geldstrafe auch die Auflage bekommen, an einem Verhaltenskurs zur Vorbeugung sexueller Belästigung teilzunehmen. Dieser Verpflichtung war Pulev nachgekommen, wie der Boxer online bekannt gab: „Vergangene Woche habe ich einen Kurs (…) absolviert, der von Barrett Morris und seiner Koordinatorin Sarah Wattenberg geleitet wurde. Dadurch wurde mir klar, dass der Zwischenfall zwischen mir und der Journalistin Jenny Ravalo am 23. März völlig inakzeptabel war. (…) Ich möchte sicherstellen, dass alle meine Fans Bescheid wissen: ich habe einen Fehler gemacht.“

„Ich bin sicher, dass Kubrat Pulev nie wieder in so eine Situation kommen wird …”, bekräftigte auch Kursleiter Barrett Morris in einem Interview: „… und ich denke, er hat etwas gelernt.“

Pulev, der in Begleitung seines Trainers Ulli Wegner nach Los Angeles gereist war, um dem Treffen der California State Athletic Commission beizuwohnen, hatte schon vor der Freigabe angefangen, sich wieder in Form zu bringen: in der vergangenen Woche gab es ein kurzes Trainingslager in Palma de Mallorca.

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Die Entscheidung der CSAC erlaubt Pulev nun, wieder in den Ring zurückzukehren. Pulev ist nach wie vor Pflichtherausforderer für den IBF-Titel von Andy Ruiz jr. Das Recht, den Weltmeister herauszufordern, sicherte sich Pulev im vergangenen Oktober mit einem Sieg über Hughie Fury.

Andy Ruiz ist allerdings vertraglich an ein Rematch mit Anthony Joshua gebunden, das voraussichtlich am 14. Dezember im britischen Cardiff stattfinden wird. Geplant ist, dass Kubrat Pulev im Herbst einen „Zwischenkampf“ bestreitet, bevor es 2020 zu einem Kampf gegen den dann amtierenden IBF-Weltmeister kommt. Im ersten Versuch, Boxweltmeister zu werden, scheiterte Pulev 2014: gegen Wladimir Klitschko ging er in Runde 5 KO.

Einen Weltmeister im Schwergewicht hat Meistermacher Ulli Wegner bislang noch nicht gehabt. Wegner wünscht sich auf seine alten Tage wohl nichts mehr, als noch einmal mit einem Schützling in der Königsklasse des Profiboxens eine Weltmeisterschaft zu holen.

Für den mittlerweile 77 Jahre alten Trainer als auch seinen 38-jährigen Boxer dürfte sich allerdings – falls “die Kobra” erneut den Kürzeren zieht – wohl kaum noch eine dritte Chance auftun.

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2 Kommentare

  1. 23. Juli 2019 at 13:53 —

    Ein netter aber schmerzhafter Zahltag zum Abschluss der Karriere, mehr wird es nicht werden.

  2. 23. Juli 2019 at 14:07 —

    Zwei Zahltage …

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