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Kubanischer Boxer in Florida erschossen

Am Samstag stand der kubanische Mittelgewicht-Boxer Yendris Rodriguez Valdez noch im Ring und erreichte gegen den Debütanten Drew Dwelly ein Unentschieden. Am Montag verlor der 30-jährige sein Leben. Er wurde bei einem Streit erschossen.

Wie jetzt bekannt wurde, hatte der Kubaner eine verbale Auseinandersetzung mit einem Kollegen, der wie Valdez auf einer südlich von Miami gelegenen Farm arbeitete. Die Situation eskalierte und der Kollege setzte eine Schusswaffe gegen Valdez ein.

Jorge Ebro, in Sportjounalist aus Florida schrieb über ihn im „El Nuevo Herold“: “Rodriguez war nicht für die großartigsten Dinge im Boxsport bestimmt. Aber er war einer der Kämpfer, die auf jeder Card benötigt werden, weil sie den Mut und die Fähigkeiten haben, sich Boxern zu stellen, die womöglich eine vielversprechende Karriere vor sich haben.“ Zu gut deutsch: Yendris Rodriguez Valdez war ein Undercard- Boxer, der sich als Journeyman anderen Boxern stellte, um deren Karriere zu fördern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die Tragödie hat die lokale Boxszene in Miami erschüttert. Osmiri Fernandez, Leiter von „Moros Boxgym“, wo der Kubaner trainierte, schrieb in den sozialen Netzwerken: „Ein feiger Angriff hat unserem Athleten am Montag das Leben gekostet. Am Samstag hat er noch einen seiner besten Kämpfe bestritten: Yendris Rodriguez Valdez, den wir alle El Veloz nannten, möge in Frieden ruhen.“

Einmal mehr wird deutlich wohin es führen kann, wenn man überall Zugang zu Schusswaffen hat. Die USA sind bekannt dafür, dass Waffenbesitz etwas alltägliches ist. Während andernorts bei einem Streit bestenfalls mal die Fäuste fliegen, ist in den USA der Griff zur Schusswaffe naheliegend. Es gibt in den Staaten mehr Schusswaffen als Einwohner. Jeden Tag sterben durchschnittlich 100 Menschen durch Schusswaffengebrauch. Eine starke Waffenlobby sorgt immer wieder dafür, dass es keine schärferen Gesetzen gibt, die den Waffenbesitz regeln.

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2 Kommentare

  1. 28. Dezember 2019 at 12:24 —

    Sicherlich tragisch der Vorfall, anderseits als Boxer muss man ihn nicht wirklich kennen, was ja auch der Record von 2-7-1 offenbart.

  2. Einmal mehr wird deutlich wohin es führen kann, wenn man überall Zugang zu Schusswaffen hat. Die USA sind bekannt dafür, dass Waffenbesitz etwas alltägliches ist. Während andernorts bei einem Streit bestenfalls mal die Fäuste fliegen, ist in den USA der Griff zur Schusswaffe naheliegend. Es gibt in den Staaten mehr Schusswaffen als Einwohner. Jeden Tag sterben durchschnittlich 100 Menschen durch Schusswaffengebrauch. Eine starke Waffenlobby sorgt immer wieder dafür, dass es keine schärferen Gesetzen gibt, die den Waffenbesitz regeln.
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    Nichts für ungut fuchs, aber den persönlichen, politischen Teil hättest du dir sparen können oder in einer gesonderten Kolumne verfassen können.

    Genauso oft wie es verletzte oder Tote durch Schusswaffen gibt, gibt es ignorante Leute die sich nie mit der Geschichte und der Verfassung Amerikas auseinandergesetzt haben, um zu verstehen wieso fast jeder das recht auf Waffen haben sollte.

    In Deutschland ist es leider Mode geworden, herablassend und oberflächlich über Gesetze und Kulturen anderer Länder abwertend zu Urteilen, ohne genügend zu hinterfragen.

    Das Schusswaffen in den USA ihre Berechtigung haben, sollten gerade Deutsche sehr gut nachvollziehen wenn es um die NS Vergangenheit geht.

    Übrigens hat nicht “jeder” leichten Zugang zu Schusswaffen. In den meisten Fällen werden Straftaten durch illegalen Waffenbesitz begangen.

    Schlimm das es einen 30 jährigen erwischen musste. RIP Valdez

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